In den Großschutzgebieten in den USA hat man mit den sogenannten 'campfire talks' gute Erfahrungen gemacht. Die dichte Atmosphäre von Feuer, Erzählungen und Lichtbildern auf einer Großleinwand erzeugt eine sehr emotionale Stimmung mit der sich Menschen leichter wieder an die Natur und die Wildnis heranführen lassen.
Die Wildnisbühne ist ein neuer Bestandteil der Bildungsarbeit im Nationalpark Harz. Dort ist man davon überzeugt, dass die Beschäftigung mit der Natur und die vielen Möglichkeiten der Naturbegegnung in der wiederentstehenden Wildnis zu einer ganzheitlichen lebensbejahenden Einstellung beitragen. Die Bildungsarbeit soll die Menschen zum Mitmachen aktivieren, mehr Wissen über Wildnis vermitteln und zur Diskussion über Naturschutzziele anregen.
Auch wenn viele Arbeiten ehrenamtlich durchgeführt wurden, ohne die finanzielle Unterstützung durch Bingo-Lotto - die Umweltlotterie, der Niedersächsischen Umweltstiftung und der Deutschen Umwelthilfe wäre die Wildnisbühne nicht zu verwirklichen gewesen.
Veranstaltungen in der Wildnisbühne werden in Zukunft bei Sonnenuntergang von den MitarbeiterInnen des Nationalparkhauses Altenau-Torfhaus gegen einen Anerkennungsbeitrag durchgeführt.