BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Nationalparkhäuser und -besucherzentren

Nationalpark - Begegnung mit ursprünglicher Natur

Logo: Nationalpark

Der BUND führt, unterstützt vom Land Niedersachsen und in Kooperation mit Kommunen und anderen, mehrere Nationalparkhäuser. In Niedersachsen gibt es zwei Nationalparke: im Wattenmeer und im Harz. Mehr über diese einzigartigen Naturgebiete erfahren Sie in "unseren" sieben Nationalparkhäusern und Nationalparkbesucherzentren.

Ein Nationalpark ist ein großräumiges Gebiet von besonderer Eigenart, in dem die Natur weitestgehend sich selbst überlassen bleibt und sich Wildnislandschaften entwickeln können. Er soll vor allem den Schutz von einheimischen Tieren, Pflanzen und den Ablauf der natürlichen Eigendynamik sichern.

Der wesentliche Unterschied zu anderen Naturschutzkategorien liegt darin, dass die Natur und die natürliche Dynamik Vorrang haben vor Nutzungsansprüchen des Menschen und deshalb den Menschen in Nationalparken die Begegnung mit ursprünglicher Natur nur soweit ermöglicht wird, wie es der vorrangige Schutzgedanke erlaubt.

Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer

Karte: Niedersachsen mit Nationalparken Wattenmeer und Harz

Das niedersächsische Wattenmeer wurde 1986 durch Verordnung zum Nationalpark erklärt. Er umfaßt 240000 ha und reicht von den Seedeichen bis zur seeseitigen Küste der vorgelagerten Inseln. Im Juni 2009 wurde dem niedersächsischen Wattenmeer zusammen mit dem schleswig-holsteinischen und dem niederländischen Wattenmeer der Titel UNESCO Weltnaturerbe verliehen.

Das Gebiet ist eines der produktivsten Lebensräume der Erde. Der Nationalpark ist in drei Zonen mit unterschiedlicher Schutzintensität unterteilt. Eine Reihe von Problemen ergeben sich aus vielfältigen naturschutzfeindlichen Ausnahmeregelungen sowie aus dem Druck, den wirtschaftliche Interessen auf den Nationalpark ausüben.

Der Nationalpark Harz - Sagenhafte Bergwildnis

Logo: Nationalpark Harz

Mitten in Deutschland gelegen, schützt und entwickelt der seit 2006 länderübergreifende Nationalpark Harz eine einzigartige Mittelgebirgslandschaft mit Wäldern, Mooren und Fließgewässern in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten kommen hier vor.

Der Nationalpark Harz hat bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit viel zu bieten. Im Sommer laden die Nationalpark-Waldgaststätten zum Verweilen auf einer Wandertour ein. Aber auch bei nebeligem Wetter im Herbst hat die Landschaft ihren Reiz. In den urigen Bergfichtenwäldern des Ober- und Hochharzes rund um den Brocken hat man dann das Gefühl, in eine andere Welt einzutauchen.

Die reiche Natur des Nationalparks, die tiefen Täler und Schluchten sowie das typische Harzer Reizklima sind eine ausgezeichnete Grundlage für einen nachhaltigen Besuch. Das jährliche Naturerlebnisprogramm gibt es in allen Nationalparkhäusern oder online auf www.nationalpark-harz.de.

Daten und Fakten

Lage: Im Zentrum des Mittelgebirges Harz rund um den Brocken
Fläche: 24.700 ha
Gründung: 1990 (Sachsen-Anhalt) und 1994 (Niedersachsen)
Höhenlage: 230 – 1142 m ü. N.N.
Landschaftstypen: Mittelgebirgslandschaft mit Buchen-, Bergfichten- und Mischwäldern, Mooren, Blockhalden und Fließgewässern auf paläozoischen Grundgesteinen; auf der Brockenkuppe subalpine Vegetation.

Kontakt

Nationalpark Harz
Lindenallee 35
38855 Wernigerode
Tel. 03943/5502-0, Fax -37
www.nationalpark-harz.de
info@nationalpark-harz.de

Quelle: http://www.bund-niedersachsen.de/projekte_einrichtungen/einrichtungen/nationalparkhaeuser_und_besucherzentren/