Vom Harz bis in die Heide - Ein Rettungsnetz für niedersächsische Wildkatzen

Mit seinem Projekt „Schleichwege zur Rettung der Wildkatze“ ergänzt der BUND Landesverband Niedersachsen e.V. seit April 2007 das bestehende Großprojekt „Ein Rettungsnetz für die Wildkatze“. Auf Basis des bundesweiten BUND-Wildkatzenwegeplanes werden in Niedersachsen langfristig folgende zwei Hauptziele verfolgt:



  1. Die Vernetzung zwischen den weitgehend isolierten Wildkatzenpopulationen im Harz und dem Solling soll durch die Etablierung von Verbundkorridoren verbessert und der genetische Austausch gefördert werden.
    Korridorverlauf: Harz, südlicher Hainberg, Heber, Sackwald, Solling
  2. Gleichzeitig soll langfristig ein Biotopverbundsystem vom Harz in Richtung Lüneburger Heide aufgebaut werden.

    Korridorverlauf: Harz, Oderwald, Elm, Lappwald, Drömling, Lüneburger Heide


Entwicklung eines niedersächsischen Wildkatzenwegeplanes.

Die Ergebnisse des deutschlandweiten Wildkatzenwegeplanes des BUND Bundesverband galt es an die Verhältnisse in Niedersachsen anzupassen und zu konkretisieren, um Maßnahmen in der Fläche gezielter planen zu können. Ein niedersachsenweiter Wildkatzenwegeplan im Maßstab 1:25.000 wurde im September 2009 fertig gestellt. Den zugehörigen Abschlussbericht können Sie auf der Download Seite herunterladen und die Shapes des Wegeplanes unter bund.nds@bund.net anfordern.

Wildkatzennachweise für Niedersachsen. Die beiden Hauptverbreitungsgebiete sind Harz und Solling. (Karte N. Klar)
Wildkatzennachweise für Niedersachsen. Die beiden Hauptverbreitungsgebiete sind Harz und Solling. (Karte N. Klar)

Zudem erfolgen im Rahmen von Diplom- und Praktikumsarbeiten eingehende Untersuchungen und Bestandsaufnahmen in einem Korridorabschnitt entlang des wichtigen Wanderkorridors „Grünes Band“ zwischen Harz und Oderwald in den Landkreisen Goslar und Wolfenbüttel.

Dabei wurden notwendige Maßnahmen zur Vernetzung der Waldgebiete erarbeitet. Diese Maßnahmen sollen im Zuge der Einrichtung eines Biotopverbundsystems gemeinsam mit Behörden, Landnutzern, der Forst und der Jägerschaft realisiert werden. Ein besonders positiver Effekt der geplanten Vernetzungen ist auch, dass viele weitere Tierarten, wie z.B. das ebenfalls stark isolierte Harzer Rotwild, Luchs und Dachs aber auch Laufkäfer und Fledermäuse diesen grünen Wanderwegen folgen können.

Wildkatzenwege Harz - Nordwest (Klar 2009)
Wildkatzenwege Harz - Nordwest (Klar 2009)
Wildkatzenwege Solling - Nord (Klar 2009)
Wildkatzenwege Solling - Nord (Klar 2009)

BUND sucht dringend Flächen für Wildkatzen-Korridore

Um das Überleben der Wildkatzen zu sichern, sucht der BUND Niedersachsen in den Landkreisen Goslar, Wolfenbüttel, Hildesheim, Hannover, Holzminden, Hameln-Pyrmont, Northeim, Göttingen und Osterode a.H. Flächen, die er pachten oder kaufen kann, um dort grüne Korridore für diese seltenen Tierarten zu schaffen.

 

Wer bietet Flächen für einen Wildkatzenkorridor?

Um Wildkatzenkorridore zu realisieren, werden Flächen benötigt, auf denen Bäume und Sträucher gepflanzt werden können. Der BUND ist auf der dringenden Suche nach solchen Flächen. Sie sollten vorzugsweise landwirtschaftliche Flächen (Acker oder Grünland) sein, die als Verbindungsstücke zwischen zwei Wäldern dienen können. Ein idealer Wildkatzenkorridor hat eine Breite von mindestens 50 Metern. Aber auch schon schmalere Korridore bewirken, dass sich die Wildkatzen entlang dieser bepflanzten Wege, die Deckung bieten, von einem Wald in den anderen Wagen. Deshalb ist es generell sinnvoll, Wegränder oder die Ufer von Fließgewässern zu bepflanzen.

 

Der BUND sucht:

- Besitzer von landwirtschaftlichen Flächen, die auf oder in der Nähe von Wildkatzenkorridoren liegen und Flächen verpachten wollen.

- Besitzer solcher Flächen, die diese verkaufen wollen.

- Besitzer solcher Flächen, die der Wildkatze und anderen Tierarten helfen möchten, indem sie dort Bäume und Sträucher pflanzen.

- Hinweise aus der Öffentlichkeit in Ihrem Landkreis, wen der BUND unverbindlich nach solchen Flächen fragen könnte.

 



  • Direkt zur Online-Spende, Foto: eyewire / fotolia.com
  • Direkt zum Online-Antrag, Foto: eyewire / fotolia.com

Das WILDkatzen-Walderlebnis entsteht

Ihre Spende für das Projekt Rettungsnetz Wildkatze

Ansprechpartnerin:

Janina Philipp

Tel.: (0511) 96 56 9-12
Janina.Philipp@nds.bund.net

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