Aktuelle Veranstaltungen rund um Streuobstwiesen in Niedersachsen finden Sie auf der Projekt-Website.

28. April 2014

Software-Firma läuft erneut für Streuobstwiesen in Niedersachsen

Was haben Streuobstwiesenschutz und Marathonlaufen gemeinsam? Für beides braucht man einen langen Atem.

Beim Hannover-Marathon am 27. April 2014 gingen 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der IP SYSCON GmbH in unterschiedlichen Disziplinen an den Start. Für sie zählte jedoch nicht allein die sportliche Leistung. Jeden erlaufenen Kilometer hatte das Unternehmen mit einem Geldbetrag dotiert. Unter dem Motto "Wir laufen nachhaltig“ spendet die IP SYSCON GmbH wie im Jahr zuvor das erlaufene Geld an den BUND für die Erhaltung von Streuobstwiesen in Niedersachsen. Dieses Jahr geht das Geld an ein Projekt in der Region Hannover.

Neben der Geldspende wird das Unternehmen mit einem freiwilligen Arbeitseinsatz im November dieses Jahres dazu beitragen, dass dieses seltene Kulturbiotop, das ohne Pflege durch den Menschen keinen Bestand hat, nachhaltig geschützt und erhalten werden kann.

Der BUND bedankt sich herzlich für das Engagement des Unternehmens und seiner Mitarbeiter.

  • Das Marathon-Team 2014 der IP SYSCON GmbH. Foto: IP SYSCON
  • Das Marathon-Team 2014 der IP SYSCON GmbH. Foto: IP SYSCON
25. April 2014

Erfolgreiche Abschlussveranstaltung des Streuobstwiesen-Katasters

Sigrid Rakow, Vorstandsvorsitzende der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, begrüßt die Gäste. Foto: BUND
Sigrid Rakow, Vorstandsvorsitzende der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, begrüßt die Gäste. Foto: BUND

Mehr als 100 Teilnehmer aus Umwelt- und Naturschutzverbänden, Streuobst- und Heimatvereinen, Politik und Verwaltung trafen sich am Freitag, den 25. April in Hannover zum Informationsaustausch über Streuobstwiesen in Niedersachsen. Eingeladen hatten die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung und der BUND-Landesverband Niedersachsen. Es gab gleich zwei Gründe zu feiern: den Abschluss des erfolgreichen BUND-Projekts „Streuobstwiesen-Kataster“ und den Auftakt des Jubiläumsprojekts der Stiftung „Streuobstwiesen blühen auf!“.

BUND-Projektleiterin Sabine Washof zog eine positive Bilanz des Projekts „Streuobstwiesen-Kataster“, das von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gefördert wurde. Im Rahmen des Projekts wurde seit Anfang 2011 eine Online-Plattform entwickelt, die es ermöglicht, vielfältige Informationen rund um Streuobstwiesen in Niedersachsen zu sammeln und zu veröffentlichen. Auf einer interaktiven Niedersachsenkarte sind inzwischen rund 600 Wiesen zu finden, außerdem Obstsorten, Tier- und Pflanzenarten, Termine von Pflegeeinsätzen und Obstwiesen-Festen sowie Mostereien und Geschäfte, die Produkte von Obstwiesen im Angebot haben. „Wir freuen uns, dass so viele Streuobst-Akteure aus dem ganzen Land ihre Informationen auf der Plattform eingetragen haben“, sagte Sabine Washof. „So sind wir unserem langfristigen Ziel ein gutes Stück näher gekommen: möglichst viele Streuobstwiesen zu erhalten und neue anzulegen.“ Nach Projektende soll die Plattform von einer Interessengemeinschaft weitergeführt werden.

Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung feiert 2014 ihr 25-jähriges Bestehen. Seit 1989 haben die Bingo-Umweltstiftung und ihre Vorgängerin, die Niedersächsische Umweltstiftung, mehr als 2.700 Projekte im Umwelt- und Naturschutz gefördert. Ein bedeutender Teil der Mittel wurde für die Anlage und den Schutz von Streuobstwiesen bereitgestellt. „Streuobstwiesen sind in Niedersachsen populär, denn unsere Fördermittel flossen an einen breiten Kreis von engagierten Umweltschützern, etwa an Untergliederungen der Jägerschaft, an Schulen, an Naturschutzverbände, an Landvolk und Landfrauen und an viele andere“, sagte Stiftungsgeschäftsführer Karsten Behr. Das große Interesse an Streuobstwiesen sei besonders erfreulich, weil dieser Lebensraumtyp aus naturschutzfachlicher Sicht von großer Bedeutung sei, so Behr.

Zum 25-jährigen Bestehen hat die Stiftung das Jubiläumsprojekt „Streuobstwiesen blühen auf!" ins Leben gerufen. Mit einem Sonderetat unterstützt die Stiftung Gruppen in ganz Niedersachsen darin, sich für Streuobstwiesen und Streuobstwiesenschutz aktiv einzusetzen. In jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt wird 2014 ein Projekt stattfinden. Die Gruppen legen zum Beispiel neue Streuobstwiesen an, ertüchtigen bestehende Wiesen oder werben mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen für den Erhalt der bedrohten Biotope. „So möchten wir mehr Menschen dafür begeistern, im Umwelt- und Naturschutz aktiv zu werden – insbesondere Kinder und Jugendliche“, sagte Dr. Stefan Ott, stellvertretender Geschäftsführer des BUND Niedersachsen. Der BUND-Landesverband ist Kooperationspartner für das Jubiläumsprojekt der Bingo-Umweltstiftung. Er unterstützt die Antragsteller bei der Planung und Verwirklichung der Projekte und hilft ihnen bei der Öffentlichkeitsarbeit.

Mehr zum Projekt „Streuobstwiesen-Kataster“:
www.streuobstwiesen-niedersachsen.de

Mehr zum Jubiläumsprojekt der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung:
www.bingo-jubiläumsprojekt.de

14. Februar 2014

BUND zeichnet schönste Streuobstwiesen Niedersachsens aus

Klaus Mayhack vom BUND Lüchow-Dannenberg nimmt von Tina Frank-Schrödter (l.) und Sabine Washof die Auszeichnung entgegen. Foto: BUND
Martin Linnert von der St. Jacobi-Gemeinde Göttingen nimmt von Tina Frank-Schrödter (l.) und Sabine Washof die Auszeichnung entgegen. Foto: BUND
Familie Baars mit der Urkunde als schönste private Streuobstwiese Niedersachsens. Foto: BUND

Preise gehen nach Lüchow-Dannenberg, Göttingen und Walsrode

Die schönsten Streuobstwiesen im Land liegen in Göttingen, Walsrode und im Landkreis Lüchow-Dannenberg. Am Freitag, den 14. Februar hat der BUND Landesverband Niedersachsen die Preisträger in drei Kategorien ausgezeichnet: Vereine/Verbände, Gemeinden/öffentliche Einrichtungen und Privatpersonen.

Bei den Vereinen/Verbänden gewann der BUND Lüchow-Dannenberg mit seiner Streuobstwiese in Pevestorf. Dort pflegen zahlreiche Ehrenamtliche rund 370 Bäume, dabei legen sie besonderen Wert auf Natur- und Artenschutz.

In der Kategorie Gemeinden/öffentliche Einrichtungen bekam die St. Jacobi-Gemeinde Göttingen die Auszeichnung. Die Gemeinde pflegt seit mehreren Jahren vorbildlich eine alte Wiese und vermittelt mit Veranstaltungen in der Stadt die Bedeutung von Streuobstwiesen an eine breite Öffentlichkeit.

Der Preis für die schönste private Wiese ging an Familie Baars aus Walsrode-Schneeheide, die mit außergewöhnlichem Engagement ihre Wiese pflegt und in der Öffentlichkeit für den Streuobstwiesenschutz wirbt.

Die Preisträger erhielten je einen Gutschein über 350 Euro, um Werkzeuge, Pflanzen und Materialien für die weitere Arbeit zu beschaffen. Außerdem bekamen sie je ein Exemplar des Obstsorten-Ratgebers für Niedersachsen und Bremen „Alte Obstsorten neu entdeckt“.

Den Wettbewerb veranstaltete der BUND im Rahmen des Projekts „Streuobstwiesen-Kataster“. Es vernetzt die Streuobstwiesen-Akteure in Niedersachsen und hat unter www.streuobstwiesen-niedersachsen.de eine landesweite Informationsplattform zum Thema geschaffen. Gefördert wird das Projekt von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung.

26. November 2013

BUND Salzgitter bekommt finanzielle und tatkräftige Unterstützung beim Obstwiesenschutz

Scheckübergabe von IP SYSCON an die Kreisgruppe Salzgitter: v. l. Jan Boll, Heidrun Bethge (BUND Salzgitter Beisitzer), Thomas Ohlendorf (Vorsitzender BUND Salzgitter), Ingrid Ohlendorf (stv. Vors. BUND Salzgitter), Sabine Washof (BUND Landesverband Niedersachsen), Marc Kodetzki (Geschäftsführer IP SYSCON), 2. Reihe v.l., Rosemarie Hinrichs (Schatzmeisterin BUND Salzgitter), Fritz Wittfoot (stv. Vors. BUND Salzgitter); Foto: IP SYSCON
Scheckübergabe von IP SYSCON an die Kreisgruppe Salzgitter: v. l. Jan Boll, Heidrun Bethge (BUND Salzgitter Beisitzer), Thomas Ohlendorf (Vorsitzender BUND Salzgitter), Ingrid Ohlendorf (stv. Vors. BUND Salzgitter), Sabine Washof (BUND Landesverband Niedersachsen), Marc Kodetzki (Geschäftsführer IP SYSCON), 2. Reihe v.l., Rosemarie Hinrichs (Schatzmeisterin BUND Salzgitter), Fritz Wittfoot (stv. Vors. BUND Salzgitter); Foto: IP SYSCON

Die BUND Kreisgruppe Salzgitter freut sich über eine Spende von 1000 Euro für die Pflege ihrer Streuobstwiese am Waldhaus Altenhagen. Das Geld kommt vom Software- und Dienstleistungsunternehmen IP SYSCON GmbH aus Hannover, das den Aufbau der Streuobstwiesen-Informationsplattform des BUND Landesverbandes Niedersachsen entwickelt hat.

Am 23. November 2013 übergab Geschäftsführer Marc Kodetzki im BUND-Gewächshaus den Scheck an den Kreisgruppenvorsitzenden Thomas Ohlendorf. Außerdem halfen elf Mitarbeiter der IP SYSCON GmbH dabei, die Obstbäume zu schneiden. Sie unterstützten weitere 20 Aktive aus der BUND Kreisgruppe Salzgitter und des BUND-  Landesverbandes, die an diesem Tag im Einsatz waren.

Rund um das Waldhaus Altenhagen macht die BUND-Kreisgruppe Salzgitter seit 2009 auf einem 7.000 Quadratmeter großen Grundstück Zusammenhänge zwischen Umwelt, Natur- und Klimaschutz erlebbar. Dazu hat sie neben der Streuobstwiese ein Feuchtbiotop angelegt und eine Wildbienenherberge und einen Fledermausgiebel gebaut; eine Mikrowindenergieanlage befindet sich im Bau.

Die Spende von IP SYSCON stammt aus einer Benefiz-Aktion beim diesjährigen Hannover Marathon: Zahlreiche Mitarbeiter waren an den Start gegangen, die Firma spendete pro gelaufenen Kilometer für die Streuobstwiese. Bereits seit mehreren Jahren nutzt das Unternehmen den Marathon in Hannover, um ein soziales oder ökologisches Projekt zu unterstützen.

Weitere Fotos

11. November 2013

Neue Bäume für alte Streuobstwiese

Menschen stehen mit Spaten um einen frisch gepflanzten Baum (Foto: Dörpverein Schinna).
Der Dörpverein Schinna pflanzt 13 neue Obstbäume. Foto: Dörpverein

Dörpverein Schinna pflanzt regionale Sorten

Der Dörpverein Schinna hat am Samstag, den 9. November einer 2.000 Quadratmeter großen Streuobstwiese eine Verjüngungskur verpasst. Fleißige Helfer pflanzten in unmittelbarer Nähe des Klosters 13 neue Bäume - ausschließlich alte Sorten wie "Horneburger Pfannkuchen", "Graue Renette" und "Augustapfel", gezogen nach Bioland-Kriterien.

Das Projekt "Streuobstwiesen-Kataster" hat die Anschaffung der Bäume finanziell gefördert. Die jungen Obstbäume ergänzen die bereits vorhandenen, die vor rund 20 Jahren auf der Wiese gepflanzt wurden. Besonders freute sich Hans-Hermann Brakmann, 1. Vorsitzender des Dörpverein, über die unkomplizierte Zusammenarbeit mit der St. Vitus-Gemeinde, der die Wiese gehört. Der Verein wird sich auch zukünftig um die Pflege der Wiese kümmern.

Zum Pressebericht aus "Die Harke" vom 18.11.2013

29. Oktober 2013

Obstscheune in Lübeln eröffnet

Menschen vor und in der Apfelscheune Lübeln (Foto: Anke Baars)
Eröffnung der Apfelscheune Lübeln. Foto: Anke Baars

"Kleiner Apfeltag" im Rundlingsmuseum Wendlandhof

Das Wendland ist um eine Attraktion in Sachen Streuobst reicher: Am Sonntag, den 27. Oktober wurde die Obstscheune Lübeln eröffnet, im Beisein von Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel.

Die Scheune auf der Obstwiese des Wendlandhofs wurde vom Projekt "Route der alten Obstsorten im Wendland" errichtet. Drinnen erwartet die Besucher die künstlerisch gestaltete Ausstellung "Erlebniswelt alte Obstsorten". Dort erfahren sie Interessantes rund um den Apfel, regionale Sorten und Streuobstwiesen. Rund um die Obstscheune finden regelmäßig Aktionen und Kurse statt.

Die Elbe-Jeetzel-Zeitung und www.wendland-net.de berichten über die Eröffnung und den Apfeltag.

Mehr zur Obstscheune finden Sie auf den Seiten des Rundlingsmuseums Wendlandhof Lübeln.

21. Oktober 2013

Apfelfest in Lüneburg

Verschiedene Apfelsorten liegen auf Tellern auf einem Tisch.
Bunte Obstvielfalt beim Lüneburger Apfelfest. Foto: BUND

Informationen und Genuss rund um die Streuobstwiese

Saft pressen, etwas über die richtige Baumpflege lernen oder einfach ein Stück Apfelkuchen genießen – rund 2000 Besucher erlebten beim Apfelfest des Lüneburger Streuobstwiesen e.V. am Sonntag, den 20. Oktober ein abwechslungsreiches Programm.

Auf einem kleinen Markt gab es neben Äpfeln und Bäumen Informationen und Beratung. Der BUND-Landesverband beantwortete an seinem Stand Fragen rund um Streuobstwiesen, alte Sorten und Artenschutz und stellte das Streuobstwiesen-Kataster vor.

Kinder gingen auf eine Entdeckungsreise über die Modell-Streuobstwiese und Erwachsene erfuhren, wie man einen Apfelbaum pflanzt. Viel beschäftigt war Pomologe Jan Bade: Zahlreiche Besucher hatten Äpfel aus dem eigenen Garten mitgebracht und wollten wissen, welche Sorte bei ihnen hinter dem Haus wächst.

8. Oktober 2013

"Unser Apfel: Masse statt Klasse?"

Äpfel auf einem Fließband.
Massenweise Äpfel. Foto: Klaus Mayhack

NDR-Dokumentation über Supermarktäpfel und alte Sorten

Warum liegen nur so wenige der 3.000 Apfelsorten in den Supermarktregalen? Und wie bleiben sie eigentlich das ganze Jahr über frisch? Diesen Fragen geht eine Dokumentation des NDR nach.

Der Film zeigt, warum alte Apfelsorten so wertvoll sind, und erklärt, was wir als Verbraucher für den Erhalt der Sortenvielfalt tun können.

Die Dokumentation "Unser Apfel: Masse statt Klasse?" ist auf der Website des NDR zu sehen.

30. September 2013

Mundräuber-Radtour wirbt für Streuobst

Menschen stehen vor einem Infostand des BUND.
Infostand des BUND Niedersachsen am Ziel der Mundräuber-Radtour.

Erfolgreiche Aktion im Hasetal

Wie gewinnt man 800 Menschen auf einmal für das Thema Streuobst? Die Hasetal Touristik GmbH und das Projekt Mundraub haben es am 29. September 2013 vorgemacht – mit der "Mundräuber-Radtour" im Hasetal.

Die Teilnehmer radelten von verschiedenen Orten durch das von Obstbäumen gesäumte Hasetal. Am Ziel in Essen (Oldenburg) erwartete sie ein buntes Programm rund ums Obst. Mit einem Stand vertreten: das Streuobstwiesen-Projekt des BUND Niedersachsen.

Der BUND beantwortete jede Menge Fragen rund um Streuobstwiesen und erklärte, was sie so wertvoll für Mensch und Natur macht. Für den Schutz des bedrohten Steinkauzes bekamen einige Wiesenbesitzer kostenlose Niströhren.

25. September 2013

Streuobstwiesen-Projekt im NDR-Fernsehen

Rote Äpfel am Baum
Foto: Klaus Mayhack

"Markt" berichtet über alte Apfelsorten

Ein Beitrag über Streuobstwiesen lief am 23. September 2013 in der Sendung "Markt". Eine NDR-Reporterin hat den Boomgarden Park Helmste besucht und berichtet über die Bedeutung alter Obstsorten.

Der Beitrag ist online auf der Website des NDR zu sehen.

1. Juli 2013

NABU und BUND: Niedersachsen soll Streuobst besser vermarkten, fördern und unter Schutz stellen

TeilnehmerInnen von links: Franz-Wilhelm Ingenhorst, Stefan Koch, Ulf Gritzka-Bergmann, Jörg Schuboth, Andreas Wegener, Claudia Jaskowski, Dr. Markus Rösler, Sabine Washof, Karin Rietman, Kerstin Arnold, Hermann Timmann, Sabine Fortak

NABU-Streuobstexperten aus ganz Deutschland zu Gast auf der Burg Lenzen des BUND Niedersachsen

Lenzen, Hannover - Vom 28. bis zum 30. Juni tagte der NABU-Bundesfachausschuss (BFA) Streuobst auf der Burg Lenzen an der Elbe. Für das dortige Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe, sind Streuobstwiesen charakteristische Begleiterscheinungen in den Dörfern und deren Randlagen. Die Experten kommen dreimal jährlich in wechselnden Bundesländern zusammen. Sie stellen das einzige Gremium in Deutschland dar, das sich auf Bundes- und internationaler Ebene systematisch mit Fragen rund um den Streuobstbau beschäftigt.

In Lenzen bereiteten die Experten das 4. bundesweite Treffen der Streuobst-Aufpreisvermarkter vom 28. bis 30. März 2014 in Kassel vor. Die dreitägige Veranstaltung richtet sich an Keltereien, die regionales Streuobst verarbeiten und dafür einen höheren Aufpreis an die Erzeuger zahlen sowie an deren Partner aus Landwirtschaft, Naturschutz und Kommunalpolitik. Außerdem erarbeitete das Gremium Vorschläge zur Neugestaltung von Förderprogrammen im Obstbau, die im Zuge der neuen EU-Förderperiode 2014 bis 2020 von den Bundesländern berücksichtigt werden sollen.

Beate Kitzmann und Dr. Markus Rösler, Sprecher des NABU-BFA Streuobst: "Niedersachsen hat starke Defizite bei der erfolgreichen Vermarktung genauso wie bei der Unterschutzstellung und Förderung von Streuobst. Wir fordern die Landesregierung daher auf, gezielt Modellprojekte zu unterstützen, bei denen faire Preise für die Bewirtschafter mit Naturschutzstandards gekoppelt werden. Dies ist ein ökonomischer Ansatz, den wir vom NABU auch mit dem NABU-Qualitätszeichen für Streuobstprodukte unterstützen. Niedersachsen ist trotz seiner bedeutenden Streuobstbestände diesbezüglich noch Entwicklungsland. Dies gilt genauso für die Förderung im Zuge der Agrarumweltprogramme. Es gibt in Niedersachsen zahlreiche von Landschaftspflegeverbänden, Landwirten, BUND, Jägern oder NABU angelegte und bewirtschaftete Streuobstbestände, aber im Vergleich zu Nachbarländern wie Nordrhein-Westfalen oder Sachsen-Anhalt keine Berücksichtigung bei den Agrarumweltprogrammen."

“So initiierte der BUND Landesverband Niedersachsen das Projekt Streuobstwiesenkataster“, erklärte Sabine Washof, Projektleiterin. Der BUND Niedersachsen setzt sich damit seit 2011 für den Erhalt, die Neuanlage und Pflege von Streuobstwiesen in Niedersachsen ein. Hierzu wurde die Informationsdatenbank www.streuobstwiesen-niedersachsen.de eingerichtet. In dieser können wichtige Informationen rund um die Streuobstwiese abgerufen und eingepflegt werden können - mit dem Ziel der Vernetzung aller Interessengruppen zum Schutz dieser Biotope. Viele nützliche Informationen rund um das Streuobst werden direkt eingetragen, wie z.B. die Lage von Streuobstwiesen, Standorte von Mostereien, Baumschulen und Hofläden. In der laufenden Projektphase werden u.a. Artenschutzmaßnahmen für die Wildbienen und den Steinkauz unterstützt, ein Leitfaden für den Aufbau von Schülerfirmen erstellt, Aktionen wie Streuobstwiesenwettbewerb, um der Öffentlichkeit die Qualitäten und 'Schönheiten' der niedersächsischen Streuobstwiesen mit deren Produkten aufzuzeigen, ins Leben gerufen.

Die Streuobst-Experten des NABU regten zudem die Förderung der Vermarktung von Streuobstprodukten an. Hierzu wäre ein Förderprogramm für die Vermarktung von getrennt erfassten Streuobstprodukten nach dem Vorbild von Baden-Württemberg hilfreich. "Auf dem deutschen Getränkemarkt gibt es leider einen millionenfachen Missbrauch des ungeschützten Begriffes Streuobst", erläuterte Rösler und sprach von rund 30 Millionen Etiketten, "auf denen Streuobst steht, während sich der Inhalt aus einem unkontrollierten Obstgemischpansch zusammensetzt. Keltereien, die das Hochstamm-Obst getrennt erfassen und den Landwirten bei klaren Umweltstandards wie den Verzicht auf synthetische Pestizide faire Preise bezahlen möchten, benötigen eine offensive und deutlich bessere Unterstützung durch das Land, um sich mit ihren Streuobstgetränken auf dem Markt behaupten zu können, so Rösler. Der NABU-BFA Streuobst forderte die Mostereien daher auf, künftig faire Preise für Mostobst zu zahlen: "Genauso wie die Milchbauern zu Recht 40 Cent je Liter Milch fordern, bedarf es im Streuobstbau rund 20 Euro je Doppelzentner für Mostobst, um langfristig rentabel wirtschaften zu können.

"Streuobstwiesen sind die Lebensräume Mitteleuropas mit der höchsten biologischen Vielfalt - unsere Hot Spots der Biodiversität. Über 5.000 Tier- und Pflanzenarten und rund 3.000 Obstsorten sind allein in Deutschland nachgewiesen. Streuobstwiesen unterliegen auch in Niedersachsen einer starken Gefährdung durch Verbrachung und Bebauung. Vor diesem Hintergrund besitzen Maßnahmen für den Schutz und die naturverträgliche, möglichst rentable Nutzung dieser Lebensräume höchste Priorität und sind im Vergleich zu bisher deutlich auszubauen", so Beate Kitzmann und Dr. Markus Rösler. "Die Unterschutzstellung über das Naturschutzgesetz nach dem Vorbild von Niedersachsens Nachbarländern Hessen, Thüringen und Sachsen-Anhalt und Brandenburg ist längst fällig. Was außerdem fehlt, ist eine systematische Kartierung speziell der Hochstamm-Obstbäume im Land", monieren Kitzmann und Rösler.

Mit Streuobst-Materialversand, Streuobst-Rundbrief, Liste der Baumschulen, mobilen und stationären Mostereien und Brennereien, dem Streuobst-Qualitätszeichen sowie regelmäßigen international ausgerichteten Tagungen versteht sich der NABU-BFA Streuobst als 'Spinne im Netz' der Streuobstaktivitäten in Deutschland und verbindet Verbraucher, Keltereien und Baumschulen, Politik und Wissenschaft.

Alles Wissenswerte rund um den Streuobstbau und den genauen Tagungsort erfahren Sie unter www.Streuobst.de.

Rückfragen bei:

Dr. Markus Rösler 0151 / 53755861, Streuobst@web.de

Beate Kitzmann 030 / 92799830, info@naturschutz-malchow.de

Sabine Washof 04141 / 513992, sabine.washof@nds.bund.net

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NABU Niedersachsen - Pressestelle, Telefon: 0511-9 11 05 27 Fax: 0511-9 11 05 40, E-Mail: ulrich.thuere@NABU-niedersachsen.de Redaktion: Ulrich Thüre

Foto: Hermann Timmann

13. Mai 2013

Software-Firma spendet für BUND-Streuobstwiese in Salzgitter

  • Die Läufergruppe von vorne.
  • Die Läufergruppe von hinten.

Benefiz-Aktion beim Hannover-Marathon

Die BUND-Kreisgruppe Salzgitter freut sich über eine Finanzspritze für die Pflege ihrer Streuobstwiese am Waldhaus Altenhagen. Das Geld kommt vom Software- und Beratungsunternehmen IP SYSCON GmbH, das die Technik für das Streuobstwiesen-Kataster des BUND entwickelt hat.

30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind beim Hannover Marathon am 5. Mai an den Start gegangen - in grünen Trikots mit BUND-Logo. Die Firma spendete pro gelaufenen Kilometer. Das Engagement von IP SYSCON hat Tradition: Seit mehreren Jahren nutzt das Unternehmen den Marathon in Hannover als Benefiz-Lauf und unterstützt damit ein soziales oder ökologisches Projekt.

In diesem Jahr ist das Geld für die Streuobstwiese am Waldhaus Altenhagen bestimmt. Seit 2009 macht die BUND-Kreisgruppe Salzgitter dort auf einem 7.000 Quadratmeter großen Grundstück Zusammenhänge zwischen Umwelt, Natur- und Klimaschutz erlebbar.

Im November werden IP-SYSCON-Mitarbeiter noch einmal für den Streuobstwiesenschutz aktiv: Dann schneiden sie ehrenamtlich Obstbäume am Waldhaus Altenhagen.

18. März 2013

Erfolgreicher Auftakt zum landesweiten BUND-Streuobstwiesenprojekt in Ostfriesland

Der BUND Landesverband Niedersachsen hat in Kooperation mit dem Evangelischen Bildungszentrum Ostfriesland-Potshausen (EBZ) am Freitag, den 15. März 2013, zur Auftaktveranstaltung des landesweiten Projektes „Streuobstwiesenkataster“ Potshausen geladen. Rund 50 Interessierte aus den Bereichen Naturschutz, Landwirtschaft und Jägerschaft folgten der Einladung. Mit seinen Begrüßungsworten hat Heinz Halfwassen, Pädagoge am EBZ, auf die besondere Bedeutung der Streuobstwiesen in der Region Ostfriesland und die vielfältigen Aktivitäten der einzelnen Institutionen hingewiesen. Im Anschluss stellte Projektleiterin Sabine Washof vom BUND Niedersachsen das Projekt und die angestrebte Internetplattform vor und lud alle anwesenden Akteure zum Mitmachen ein.

Der BUND Niedersachsen setzt sich seit Jahren für den Schutz der letzten verbliebenen Niedersächsischen Streuobstwiesen und auch für deren Neuanlage ein. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Bäume gepflegt und die hochwertigen Früchte der Bäume zu einem fairen Preis an Mann und Frau gebracht werden. Zu diesem Zweck wurde vor zwei Jahren das Projekt „Streuobstwiesenkataster Niedersachsen“ ins Leben gerufen. Auf der Informationsplattform www.streuobstwiesen-niedersachsen.de werden Fragen wie „Wo kann ich Saft von Streuobst-Bäumen kaufen?“, Wann findet das nächste Obstblütenfest in meiner Nähe statt?“ oder „Wächst in Niedersachen noch irgendwo der Rotenburger Papenburger-Apfel?“ beantwortet.

Das Projekt war zunächst auf vier Modelllandkreise beschränkt, lief dort aber umso erfolgreicher. Der bewährte Projektansatz soll daher mit Unterstützung der BINGO-Umweltstiftung auf ganz Niedersachsen ausgeweitet werden. Ziel ist nun, niedersachsenweit Informationen zu Streuobstwiesen, Veranstaltungen und Streuobstwiesenprodukten in einer Datenbank zu sammeln und diese dann der Öffentlichkeit über die Informationsplattform zur Verfügung zu stellen. Die Informationsplattform ist verbandsübergreifend und lebt von gegenseitiger Unterstützung aller Akteure. Das BUND-Projekt wird unterstützt von einem Fachbeirat, in dem Vertreter wichtiger Institutionen zusammen kommen. Durch die Ausweitung des Projekts über die 4 Modelllandkreise hinaus, wird auch der Beirat noch erweitert werden. Ziel der Arbeit des Projektbeirates ist es, bis zum Projektende eine verbindliche und stabile Trägerschaft für die Weiterführung der Plattform gefunden zu haben, z. B. in einem eigenen e. V. oder durch eine Kooperationsvereinbarung.

Das BUND-Projektteam wird den Streuobstwiesenschutz in Niedersachsen zudem durch weitere Maßnahmen unterstützen:

  • Planung und Begleitung von Veranstaltungen und Terminen rund um Streuobstwiesen
  • Umsetzung von Streuobstwiesenwettbewerben (z.B. ein Fotowettbewerb), um das Thema Streuobstwiesen in der Öffentlichkeit präsenter zu machen.
  • Aufbau und Unterstützung von Schülerfirmen im Kontext Streuobstwiesen: Erstellung eines Leitfadens und Beratung von Lehrkräften und Ehrenamtlichen
  • Artenhilfsmaßnahmen für gefährdete „Streuobstwiesenbewohner“, wie z. B. Schaffung von Nistmöglichkeiten für den Steinkauz und anderen Höhlenbrütern

Über das entstehende Netzwerk der Plattform sollen zusätzlich alle Gruppen und Initiativen miteinander ins Gespräch gebracht werden, die sich schon heute für den Erhalt von Streuobstwiesen einsetzen. Und so waren bei der Veranstaltung in Potshausen auch viele Streuobstwiesenfreunde und damit potenzielle Kooperationspartner vertreten. Dr. Wolfgang Meiners, Leiter der Umweltstation Iffens, berichtete von dem Projekt „Apfelgärten im Seewind“. Aber auch andere Verbände und Institutionen, wie z. B der NABU, das Ökowerk Emden, der Ostrhauderfehner Verein Appelhoff, die Jägerschaft und der Pomologenverein setzen sich mit ihren Aktivitäten für den Obstwiesenschutz ein.

Direkt nach der Veranstaltung startete die Obstbaumwartausbildung des Evangelischen EBZ. Von der Bingo-Umweltstiftung gefördert, bietet das EBZ eine Qualifikation zum Obstbaum-Fachwart an. Von der Veranstaltung und dem Seminar berichtet übrigens demnächst auch das NDR-Fernsehen in der Sendung „Bingo! Die Umweltlotterie“. Ein TV-Team war am Freitag und Samstag vor Ort. Der Beitrag soll am 14. April um 17 Uhr ausgestrahlt werden.

Gelungene Gemeinschaftsaktion auf der Patenschafts-Streuobstwiese in Ahrenswohlde

Foto: Veronika Heiringhoff Campos

Foto: Veronika Heiringhoff Campos
"Alles Samen für die tolle Blühwiese", denkt sich die kleine Akteurin. Fotos Veronika Heiringhoff Campos
Foto: Veronika Heiringhoff Campos

Unter Anleitung der BUND Kreisgruppe Stade fand letzten Samstag, den 17.03.2012, der erste Schnittkurs auf der Patenschafts-Streuobstwiese in Ahrenswohlde statt. Alle Paten waren eingeladen, ihren im letzten Herbst gepflanzten Obstbäumen den ersten Erziehungsschnitt zu geben. Parallel zum Schnittkurs wurde von den Kindern ein blütenreicher Feldsaum ausgesät, um bestäubende Insekten auf die neu angelegte Streuobstwiese zu locken.

Alle Ahrenswohlder Kinder der Jahrgänge 1997 - 2011 hatten im November letzten Jahres die Möglichkeit, gemeinsam mit ihren Eltern einen Obstbaum auf einer 1 ha großen Wiese zu pflanzen und für diesen Baum auch die Patenschaft zu übernehmen. Ziel der Aktion war und ist es, Streuobstwiesen als ökologisch wertvolle Lebensräume zu erhalten und zu entwickeln. In Zukunft soll die Streuobstwiese für die Menschen in und um Ahrenswohlde zu einem Anlaufpunkt mit vielen weiteren Aktionen rund um das Thema Streuobst und Naturschutz werden.

Zum Schnittkurs hat die Familie Meibohm, die diese Fläche zur Verfügung gestellt hat, sowie die BUND Kreisgruppe Stade eingeladen. Der Blütensaum wurde durch eine Kooperation vom Bioland Landesverband Niedersachsen/Bremen mit biolog e.V. im Rahmen des Projektes "Säume und Raine - Lebensadern der Natur" ermöglicht und von der Bioland-Naturschutzberatung begleitet.

Auch der BUND Landesverband Niedersachsen begrüßt das Engagement aller Beteiligten sehr. Die ahrenswohlder Aktivitäten um die Streuobstwiese werden daher im Rahmen des Landesverbandes-Projektes "Streuobstwiesen in Niedersachsen begleitet und auf der Plattform www.streuobstwiesen-niedersachsen.de präsentiert.

"Streuobstwiesen in Niedersachsen" geht am 25. November 2011 online - BUND betreibt Online-Plattform, um wertvolle Biotope zu erhalten

  • Erntehelferin, Foto: Sabine Washof
  • Blühende Wiese, Foto: Klaus Mayhack

Wo kann ich Saft von Streuobst-Bäumen kaufen? Wo findet das nächste Obstblütenfest in meiner Nähe statt? Wächst in Niedersachsen noch irgendwo der Altländer Pfannkuchenapfel? Auf Fragen wie diese gibt es künftig Antworten auf der neuen Internetseite rund um das Thema Streuobst. Ins leben gerufen hat diese Seite der BUND Landesverband Niedersachsen e.V. mithilfe des neuen Projektes "Streuobstwiesen-Kataster".

Bislang gibt es in Niedersachsen keine landesweite Informationsquelle oder Karte, die Auskünfte über Streuobstwiesen enthält. Unter www.streuobstwiesen-niedersachsen.de werden von nun an Informationen rund um die wertvollen Biotope gesammelt und veröffentlicht. Zunächst werden die Daten von vier niedersächsischen Modell-Landkreisen vervollständigt: Göttingen, Lüchow-Dannenberg, Stade, und Wolfenbüttel. In Folge soll die Internetplattform niedersachsenweit Informationen rund um die Streuobstwiesen sammeln und bereitstellen. Der BUND ist dazu auf die Hilfe derjenigen angewiesen, die sich um Streuobstwiesen kümmern. Sie sollen ihre Informationen auf der Interetseite zur Verfügung stellen und können dadurch selber profitieren.

Mit der Internetseite will der BUND die Menschen in Niedersachsen über die Bedeutung der Streuobstwiesen informieren. Zudem sollen sie angeregt werden, sich aktiv an deren Pflege zu beteiligen.

Streuobstwiesen zählen zu den wichtigsten und zugleich am stärksten gefährdeten Biotopen in Niedersachsen. 5000 Tierarten leben direkt oder indirekt von Streuobstwiesen - darunter sind viele vom Aussterben bedrohte Tiere wie Steinkauz, Siebenschläfer oder Großer Abendsegler (Fledermausart). Seit 1950 sind 80 Prozent unserer Streuobstwiesen der Säge zum Opfer gefallen und damit sind auch viele alte, widerstandsfähige Obstsorten verschwunden. Die letzten Streuobstwiesen sind deshalb die letzten Gen-Reservoirs unserer regionalen Obstsorten. Zudem sind sie historische Kulturräume, die seit Jahrhunderten nachhaltig bewirtschaftet werden.

Die Informationsplattform ist verbandsübergreifend und wird von gegenseitiger Unterstützung aller Akteure leben. Bereits in der Projektphase wirken viele Institutionen und Menschen mit, die sich um Streuobstwiesen verdient machen. Das BUND-Projekt wird unterstützt von einem landesweiten Fachbeirat, in dem Vertreter wichtiger Institutionen vertreten sind: Kompetenzzentrum für Ökolandbau Niedersachsen (KÖN), Landschaftspflegeverband Wendland-Elbetal e.V., Landschaftspflegeverband Landkreis Göttingen e.V., Pomologenverein, NABU, UNB Wolfenbüttel und NLWKN. Auch Vertreter der Modell-Landkreise wie BUND-Kreisgruppen sowie verschiedene Initiativen und Interessengruppen sind im Beirat engagiert. Sie alle haben sich bei der Gestaltung und der Funktionalität der Internetseite eingebracht. Finanziell fördert die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung das Projekt.

BUND Stade organisierte großes Pflanzfest - 136 neue Streuobstbäume

Die kleinen und großen Helfer hatten sichtlich Spaß daran, "ihre" Apfel- und Birnbäume zu pflanzen. Fotos: Sabine Klie

Streuobstwiesen sind wertvolle Lebensräume und aus der heutigen Kulturlandschaft nicht mehr wegzudenken. Der BUND setzt sich seit einiger Zeit verstärkt dafür ein, alte Streuobstwiesen in Niedersachsen zu erhalten und neue anzulegen. Ein Bioland-Betrieb in Ahrenswohlde bei Stade hat nun eine rund ein Hektar große Fläche zur Verfügung gestallt, um dort alte vergessene Obstsorten im Rahmen eines großen Pflanzfestes anzupflanzen.

Elisabeth und Herbert Meibohm, die Besitzer des Hofes, haben zusammen mit dem BUND Stade alle Ahrenswohlder Kinder der Jahrgänge 1997-2011 eingeladen. Sie durften am 12. November 2011 einen Apfelbaum pflanzen und für diesen Baum auch die Patenschaft übernehmen. 136 Hochstammbäume verschiedener Apfel- und Birnensorten wurden gepflanzt. 68 Kinder haben die Chance genutzt, und zusammen mit ihren Eltern ihren auserwählten Baum gepflanzt. Aber auch viele Erwachsene aus dem Dorf und der Umgebung haben eine Patenschaft übernommen.

Im Rahmen der Aktion "1000 Apfelbäume von Beckers Bester", die der Bioland-Landesverband organisiert, wurden dem Bioland-Landwirt 60 Bäume mit den dazu gehörigen Pflanzmaterialien finanziert. Die restlichen Bäume werden von der hiesigen Ahlerstedter Windparkstiftung gesponsert.

Die Meibohms hatten zusammen mit dem BUND Landesverband Niedersachsen e.V. und dem Pomologen Eckart Brandt das Projekt vorbereitet. Im Rahmen des neuen BUND-Projektes „Web-Gis gestütztes Streuobstwiesenkataster“ – anhand von vier Modelllandkreisen in Niedersachsen (Stade ist ein Modell-Landkreis) – wird diese Pflanzaktion später auf der Plattform www.streuobstwiesen-niedersachsen.de zu sehen sein. Mehr über das BUND-Projekt finden sie hier.

Zu dem Pflanzfest wurden alle Beteiligten, Kooperationspartner und Unterstützer, wie Vertreter der Gemeinde, Landesverband Bioland, Beckers Bester, BUND Landesverband Niedersachsen e.V., BUND Kreisgruppe Stade, ortsansässige Jagdpächter, Nachbarn, Familien und viele andere Streuobstfreunde eingeladen.

 

Der BUND Lemgo hat ein neues Apfelallergie-Projekt gestartet

Foto: Klaus Mayhack

Das Thema Apfelallergie ist inzwischen in aller Munde. Bereits 20 Prozent der Bevölkerung in westlichen Ländern leiden unter Nahrungsmittelunverträglichkeit - Tendenz steigend. Der Allergologe Professor Dr. Karl-Christian Bergmann von der Berliner Charite`schätztden Anteil der betroffenen Apfelallergiker auf rund 4 Millionen Bundesbürger.

Lebensmittelchemiker untersuchten gemeinsam mit Medizinern der Uni Hamburg alte und neu gezüchtete Apfelsorten und kamen zu einem interessanten Ergebnis: Eine Schlüsselrolle spielen die so genannten Poyphenole, die in Pflanzen beispielsweise als Farb- oder Geschmacksstoffe vorkommen. Sie sind vor allem in den alten pfelsorten wie etwa Boskoop enthalten. Die neuen Apfelsorten weisen dagegen nur geringe Megen an Polyphenolen auf - sie wurden wegen des säuerlichen Geschmacks weitestgehend heruasgezüchtet. Welche altenSorten verträglich sind oder nicht, wurde bisher kaum untersucht. Hilfe bietet ein Projekt des BUND Lemgo. Dort sammelt man die Erfahrungen, welche Allergiker selbst mit Apfelsorten gemacht haben.

Mit dem Thema Apfelallergie und wegen der besonderen Verträglichkeit der alten Apfelsorten kann man also einen Beitrag zum Erhalt der alten Obstsorten und des Lebensraumes `Streuobstwiese`leisten.



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