Man kann es kaum glauben, nach Monaten mit kahlen Bäumen und trübem Wetter erfreut uns die Natur im Februar mit den ersten leuchtenden Farben des Frühlings. Goldgelb und lieblich nach Honig duftend erblüht die Kornelkirsche noch vor ihrem Laubaustrieb. Für seine "vorwitzig" frühe Blütezeit trägt die Pflanze auch den Namen Fürwitzel. Der lateinische Name Cornus mas deutet auf das harte Holz hin (cornu = Horn, fest wie Horn) – Holz, welches so schwer ist, das es im Wasser sinkt. Überhaupt fehlt es diesem sog. Hartriegel nicht an Namen: Dirndl, Cornille, Dirlitze, Krakebeere oder Knüten. Oder schweizerdeutsch Tierlibaum, was auf die wichtige Funktion als eine erste Nährpflanze für Bienen nach dem Winter hinweist.
Die Hornkirsche wird seit jeher kultiviert, hat sie doch schon bei den alten Griechen und Römern Verwendung gefunden zur Herstellung von Speeren und Lanzen. Auch das Trojanische Pferd und der Bogen des Odysseus sind der Sage nach aus diesem harten Holz gefertigt.