BUND-Einrichtung für Umweltbildung - Nationalpark-Haus auf Spiekeroog bietet Raum für Forscher

Nationalparkhaus Wittbülten auf Spiekeroog

Die Meeresforscher und Studierenden der Universität Oldenburg haben einen neuen Wissenschafts- und Ausbildungsstandort auf der Insel Spiekeroog. Im Nationalpark-Haus, zu dessen Trägern der BUND zählt, ist ein Forscherhaus mitsamt Laboren entstanden, das die Wissenschaftler als Außenstelle nutzen können, um mehr über das Wattenmeer zu erfahren. Wissenschaftler der Uni Oldenburg hatten bereits vor einigen Jahren an der Westspitze der Insel einen Messpfahl im Watt errichtet, der den Sedimenttransport, die Strömungen und Wasserstände der Gezeiten erfasst. Mit den neuen Laboren soll die Forschung ausgeweitet werden.


„In unmittelbarer Nähe zu den Forschungsgebieten und der Messstation im Watt stehen den Wissenschaftlern attraktive Forschungsmöglichkeiten zur Verfügung“, sagte Prof. Dr. Jürgen Rullkötter, Direktor des Instituts für Chemie und Biologe des Meeres der Universität Oldenburg, bei der Eröffnung. Das Nationalpark-Haus mit dem neuen Kurs-, Mikroskopierraum und dem Chemielabor grenzt direkt an alle für Forscher interessanten Insel-Lebensräume: Strand, Düne, Salzwiese und Wattenmeer. Die neuen Räume im Nationalpark-Haus dienen nicht nur zum Arbeiten, sondern sie bieten auch zwölf Übernachtungsmöglichkeiten an – die ansonsten auf der Insel häufig knapp sind.


Das Team des Nationalpark-Hauses wird auch von der Kooperation profitieren: „Wir können die Ergebnisse der Forschung nutzen, zum Beispiel durch Forschungskooperationen mit Schülern der Hermann Lietz-Schule, an die das Nationalpark-Haus angegliedert ist, durch Vorträge der Wissenschaftler oder neue Stücke für unsere Ausstellung“, erklärt Swaantje Fock, die Leiterin des Nationalpark-Hauses. Außer den Forschern der Uni Oldenburg stünden die Räume auch anderen Wissenschaftlern zur Verfügung.


An den Baukosten haben sich neben der Universität die Europäische Union, die NBank, die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die Wattenmeerstiftung und die Heinrich Pferdmenges Stiftung beteiligt.


Mehr Informationen über das Nationalpark-Haus finden Sie im Internet: www.wittbuelten.de




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