Das BUND-Projekt "Gentechnikfreie Regionen"

Ein abgeerntetes Maisfeld. Foto: BUND

2008 haben in Deutschland 40 Betriebe, überwiegend in den östlichen Bundesländern, auf knapp 3.200 Hektar gentechnisch veränderten Mais der Linie Mon 810 des US-Konzerns Monsanto ausgesät. Im April 2009 wurde der Anbau von Mon 810 in Deutschland verboten. Mit der Gentech-Kartoffel Amflora wurde am 2. März 2010 nun eine neue Pflanze für den kommerziellen Anbau zugelassen. 2011 wird Amflora zunächst auf 15 Hektar in Zepkow, Mecklenburg-Vorpommern angepflanzt.

Ob es hierzulande zu einem großflächigen Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen kommt, hängt von zwei Faktoren ab: der Bereitschaft der Bauern, transgenes Saatgut auszubringen und der Bereitschaft der KonsumentInnen, gentechnisch veränderte Lebensmittel zu kaufen.

Je mehr gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden, desto schwieriger wird eine strikte Trennung der unterschiedlichen Produktionsweisen, d.h. einer Landwirtschaft mit und ohne Gentechnik. Die Folge: Der Aufwand und damit die Kosten, Verunreinigungen zu vermeiden, werden steigen, gentechnische Kontaminationen könnten von der Ausnahme zur Regel werden.

Was tun? Gentechnikfreie Regionen gründen!

Der großflächige Anbau von Gentech-Pflanzen bedroht die gentechnikfreie Produktion konventionell und ökologisch wirtschaftender Bauern und damit die Wahlfreiheit von LandwirtInnen und KonsumentInnen. Eine Möglichkeit, sie dauerhaft zu schützen, besteht in der Schaffung freiwilliger gentechnikfreier Regionen. Fast eine Million Hektar Fläche haben deutsche Bauern schon für gentechnikfrei erklärt. Das entspricht etwa neun Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Deutschland.

Der BUND unterstützt mit einem Projekt LandwirtInnen, Kommunalpolitiker und alle anderen Aktiven bei der Gründung Gentechnikfreier Regionen und Gemeinden. Alle Informationen darüber finden sich auf www.gentechnikfreie-regionen.de.

Foto: Thomas Max Müller/pixelio.de

Karten der gentechnikfreien Regionen

Hier finden Sie eine Karte der gentechnikfreien Regionen zum Herunterladen.

Die gentechnikfreien Kommunen können Sie auf dieser Karte sehen.

Foto: Hans-Christian Hein/pixelio.de

Ansprechpartner zum BUND-Projekt "gentechnikfreie Regionen"

Juliane Schenk
Projekt Gentechnikfreie Regionen
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND e.V.)
Am Köllnischen Park 1
10179 Berlin
Tel: (030) 275 86 - 0
E-Mail: agrarteam1@bund.net

Internet:
www.gentechnikfreie-regionen.de
www.bund.net/gentechnik

www.facebook.com/BUND.Bundesverband
http://twitter.com/BUND_net

Ansprechpartner beim BUND Niedersachsen:

Tilman Uhlenhaut
Landwirtschaftsreferent



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