Niedersachsen auf der Demo „Wir haben es satt!“ fordern Agrarwende

Jörg Farys / BUND

Aus vielen Teilen Deutschlands kamen am 17. Januar Menschen in Berlin zusammen, um von der Bundesregierung eine Wende in der Agrarpolitik zu fordern. „Auch wenn in einigen Bundesländern, wie in Niedersachsen wichtige erste Schritte für eine neu Agrarpolitik gegangen werden, so braucht es den Druck von der Straße“, hob der BUND Vorsitzende Hubert Weiger auf der Abschlusskundgebung hervor.
Auf den Straßen Berlins waren Bäuerinnen und Bauern, konventionell und bio, gemüseanbauend und tierhaltend, NaturschützerInnen und TierschützerInnen, Akive aus der Entwicklungszusammenarbeit, Erwerbsloseninitiativen und kritische VerbraucherInnen, FleischesserInnen, VegetarierInnen und VeganerInnen gemeinsam unterwegs.
Insbesondere die vielen DemonstratInnen aus dem Agrarland Nummer eins, Niedersachsen, machten deutlich, dass sie sich in einem breiten gesellschaftlichen Bündnis bewegen und forderten:

  • Stopp der industriellen Landwirtschaft & Lebensmittelproduktion, hin zu einer Förderung bäuerlicher Betriebe!
  • Fairhandel statt Freihandel!
  • Artgerechte Tierhaltung ohne Antibiotika-Missbrauch!
  • Förderung regionaler Futtermittelerzeugung!
  • Recht auf Nahrung weltweit!
  • Gesundes und bezahlbares Essen für alle!
  • Faire Preise und Marktregeln für die Bauern!
  • Freiheit für Saatgutvielfalt!
  • Bienen- und umweltfreundliche Landwirtschaft!
  • Zugang zu Land weltweit für alle!

Tilman Uhlenhaut
BUND Niedersachsen e.V.
Landwirtschaftsreferent

Bilder von der Demonstration finden sie hier

30.000 Menschen fordern: Stoppt Agrarindustrie!

Die wachsende „Wir haben es satt!“-Bewegung demonstriert für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft und gutes Essen

Angeführt von hunderten Bäuerinnen und Bauern und 70 Traktoren zogen am Samstag, den 18. Januar 2014 über 30.000 Menschen vor das Kanzleramt in Berlin. Die DemonstrantInnen forderten von Bundeskanzlerin Merkel und Vizekanzler Gabriel einen Kurswechsel in der Agrarpolitik. Statt weiterhin „Klientelpolitik für die Agrarindustrie“ zu betreiben, solle sich die Bundesregierung für eine soziale, tiergerechte und ökologische Agrarwende einsetzen.

Mit dabei waren auch zahlreiche BUND-Mitglieder aus Niedersachsen. Der BUND-Bundesvorsitzende Hubert Weiger sagte: "2014 ist ein entscheidendes Jahr. Es kommt darauf an, das Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU zu stoppen. Dieses Abkommen gefährdet uns, unsere Kinder, die Tiere und die Umwelt. Das dürfen wir nicht zulassen. Chlorhühnchen, Hormonfleisch und Gentechnik auf dem Teller lehnen wir ab!" Stattdessen bräuchten wir eine Landwirtschaft, in der bäuerliche Betriebe gefördert werden statt Massentierhaltung und Export. "Agrarminister Friedrich muss sich dafür einsetzen, dass mehr Geld in tiergerechte Haltungsformen fließt und dass Gentechnik und Pestizide nicht in unsere Lebensmittel gelangen", so Weiger.

Aufgerufen zu der Demonstration hatte das "Wir haben es satt!"-Bündnis aus über 100 Organisationen, darunter Bäuerinnen und Bauern, ImkerInnen, Natur-, Tier- und VerbraucherschützerInnen, Entwicklungsorganisationen und Erwerbsloseninitiativen.

Mehr zur Demo beim BUND Bundesverband.

Umzingelung des Megaschlachthofes in Wietze - Forderung einer grundlegenden Agrarwende

 

Am Samstag, d. 31.08.2013 sind rund 7000 DemonstrantInnen dem Aufruf der Initiative "Wir haben Agrarindustrie satt" - unter anderem unterstützt durch den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) - gefolgt und haben eine Menschenkette um den größten Geflügelschlachthof Europas gebildet. Gemeinsam fordern sie eine Agrarwende weg von einer Massentierhaltung, die nur mit Antibiotikaeinsatz, Nitratbelastung und tierquälerischer Haltung, hin zu einer artgerechten und umweltschonenden Nutztierhaltung mit Respekt vor Menschen, Tieren und Natur.


Download der Pressemitteilung (PDF-Format, ca. 125 KB)

 

Weitere Infos: www.wir-haben-es-satt.de

 

Wietze-Demonstration. Foto: Thomas Schönberger, Hamburg
Foto: Thomas Schönberger, Hamburg
Wietze-Demonstration. Foto: Thomas Schönberger, Hamburg
Foto: Thomas Schönberger, Hamburg
Wietze-Demonstration. Foto: Thomas Schönberger, Hamburg
Foto: Thomas Schönberger, Hamburg
Wietze-Demonstration. Foto: Waltraut Bergmann, Bremen
Foto: Waltraut Bergmann, Bremen
Wietze-Demonstration. Foto: Waltraut Bergmann, Bremen
Foto: Waltraut Bergmann, Bremen
Wietze-Demonstration. Foto: Waltraut Bergmann, Bremen
Foto: Waltraut Bergmann, Bremen
Wietze-Demonstration. Foto: Waltraut Bergmann, Bremen
Foto: Waltraut Bergmann, Bremen
Wietze-Demonstration. Foto: Waltraut Bergmann, Bremen
Foto: Waltraut Bergmann, Bremen
Wietze-Demonstration. Foto: Waltraut Bergmann, Bremen
Foto: Waltraut Bergmann, Bremen
Wietze-Demonstration. Foto: Waltraut Bergmann, Bremen
Foto: Waltraut Bergmann, Bremen

13. Januar 2012: Podiumsdiskussion zur Agrarpolitik: Bauer hält Hof

Immer mehr Verbraucher setzen sich für eine nachhaltige Landwirtschaft und für einen verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen ein.  Jetzt ist die entscheidende Phase, gemeinsam aktiv zu werden und sich für eine  bessere Landwirtschaft einzusetzen. Denn jetzt entscheiden die  Regierungen in den EU-Ländern und das Europäische Parlament über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) bis 2020. Die deutsche Bundesregierung hat dabei großen Einfluss.

In der Kampagne „Meine Landwirtschaft“ haben sich bundesweit 40 Organisationen aus Landwirtschaft, Entwicklungsarbeit, Kirche, Umwelt-, Natur-, Tier- und Verbraucherschutz zusammengeschlossen, um sich  für eine ökologisch angepasste, faire und soziale Neuausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU einzusetzen. Im Rahmen der Aktion „Bauer hält Hof – Verantwortung für unser Essen regional – in Europa und weltweit“ möchten wir über die EU-Agrarpolitik und deren Auswirkungen auf die  Landwirtschaft und uns Menschen informieren und mit Ihnen diskutieren.

Freitag, 13. Januar 2012, von 18:30 Uhr bis 20:30 Uhr, im Hodlersaal des Neuen Rathauses in Hannover, Trammplatz 2.

Beiträge der Vertreter des Netzwerks „Meine Landwirtschaft“:

  • Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Bundesvorsitzender Georg Janßen
  • Bioland Landesverband Niedersachsen, Geschäftsführer Harald Gabriel
  • Brot für die Welt Hannover, Beauftragter für die evangelische Landeskirche Uwe Becker
  • Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), BV Agrar-Sprecher Jochen Dettmer
  • Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), 2. Vorsitzender Martin Morisse
  • Deutscher Tierschutzbund LV Niedersachsen, Vorsitzende Vera Steder
  • Evangelischer Entwicklungsdienst (eed), Stig Tanzmann
  • Naturschutzbund LV Niedersachsen (Nabu), Vorsitzender Dr. Holger Buschmann
  • Slow Food, Convivium Hannover, Frank Buchholz
  • Vorstellung der Forderungen des Netzwerks durch den Vertreter des BDM, Martin Morisse

Diskussion des Publikums mit den Podiumsvertretern unter der Leitung von Uwe Becker.

Ansprechpartner:
Kampagnenbüro „Meine Landwirtschaft“, Marienstraße 19-20, 10117 Berlin, Jochen Fritz und Christiane Winkler, Tel.: (030) 284 82 37 oder E-Mail: bauerhaelthof@meine-landwirtschaft.de

Örtlicher Veranstalter:
BUND KG Region Hannover, Goebenstr. 3a, 30161 Hannover, Tel.: (0511) 66 00 93

Demo am 21. Januar 2012 in Berlin: Wir haben es (immer noch) satt!

Der Protest gegen die Agrarpolitik geht weiter!

Im Januar 2011 gingen 22.000 Menschen gegen Gentechnik, Tierfabriken und Dumpingexporte auf die Straße. Doch der Protest kann noch kein Ende nehmen, denn die Ziele sind noch lange nicht erreicht. Der BUND setzt sich für eine umweltschonende Landwirtschaft und eine artgerechte Tierhaltung ein, damit die biologische und landschaftliche Vielfalt unserer Heimat erhalten bleibt.

Um diesem Ziel wieder einen Schritt näher zu kommen, ruft der BUND zusammen mit der AbL (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft), dem Tierschutzbund und anderen Organisationen zu einer weiteren großen Demonstration unter dem Motto „Wir haben es satt! – Bauernhöfe statt Agrarindustrie“ auf und zwar anlässlich der Grünen Woche am 21. Januar 2012 in Berlin.

Die wichtigsten Informationen vorab

BUND-Treffpunkt: 10:30 Uhr am BUND-Infostand, Washingtonplatz, Berliner Hauptbahnhof
Start/Auftakt: 11:30 Uhr Start der Demonstration vom Washingtonplatz vor dem Hauptbahnhof. Die Demonstration führt ein Stück entlang der Spree und anschließend direkt in das Regierungsviertel, wo die Bühne der Kundgebung in der Paul-Löbbe-Allee aufgebaut sein wird. Die Abschlusskundgebung findet dort vor dem Bundestag (Reichstagsgebäude) statt. Auf der Kundgebung werden unter anderem Mariann Bassey (Friends of the Earth Africa) und Hubert Weiger (Vorsitzender des BUND) reden.
Abschlusskundgebung: 12:30 – ca. 15 Uhr Bühne vor dem Bundestag
Veranstalter: BUND, AbL, Tierschutzbund
Partner: andere Umwelt- und Naturschutzverbände, Imkerverbände und Entwicklungsgruppen

Der BUND-Bundesverband wird über aktuelle Entwicklungen und über den Stand der Vorbereitung regelmäßig informieren.

Ansprechpartner für Fragen in der Bundesgeschäftsstelle:
Stefan Euen
Freiwilligenreferat, Abteilung Presse- & Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 030 – 27586-574
E-Mail: stefan.euen@bund.net

Demo-Rückblick: Wir haben es satt 2011 - Viele niedersächsische BUND-Gruppen demonstrierten in Berlin


Für die Fotos aus Berlin bedanken wir uns ganz herzlich bei Matthias Köhler (Kreisgruppe Hildesheim) und Thomas Kruse (Kreisgruppe Stade).


22000 demonstrieren in Berlin für Agrarreform

Gemeinsame Pressemitteilung des Demonstrationsbündnisses „Wir haben es satt!“ vom 22. Januar 2011


Unter dem Motto „Wir haben es satt – Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumpingexporten“ haben heute in Berlin 22000 Teilnehmer für eine grundlegende Reform der Agrarpolitik, die Abkehr von der industrialisierten Landwirtschaft und besseren Verbraucherschutz demonstriert. Bei der bislang größten Demonstration dieser Art zogen Bauern, Umweltschützer, Imker und Verbraucher gemeinsam vom Berliner Hauptbahnhof zur Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor. Mit 60 Bussen, Zügen und über 70 Traktoren waren Tausende Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet zu der Demonstration angereist. Getragen wurde die Veranstaltung von mehr als 120 Bauern- und Umweltverbänden, Bürgerinitiativen gegen Massentierhaltung und Gentechnik, sowie von Eine-Welt-Gruppen. Anlass der Demonstration ist die von der Bundesregierung ausgerichtete Agrarwirtschaftskonferenz, die heute auf der „Grünen Woche“ in Berlin beginnt.

Auf der Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor wurde als Konsequenz aus dem Dioxin- und anderen Lebensmittelskandalen gefordert, Bundesregierung und EU sollten statt Agrarfabriken die bäuerliche Landwirtschaft fördern. "Diese Berliner Kundgebung ist nur der Auftakt zahlreicher weiterer Aktionen", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger in seiner Rede. „Die Bundesregierung muss endlich begreifen, dass sie bei Fortsetzung ihrer Blockadepolitik gegen eine nachhaltige und gerechte Agrarreform in Europa schon beim nächsten Lebensmittelskandal wieder ins Schlingern gerät. Die Gesellschaft fordert die Durchsetzung einer artgerechten Tierhaltung, die Abkehr vom Irrweg der Gentechnik und die Umlenkung der Subventionen weg von der Agrarindustrie hin zur bäuerlichen und ökologischen Landwirtschaft", sagte Weiger.

Maria Heubuch, Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) sagte: "Massentierhaltung und Gentechnik sind eine gefährliche Sackgasse für die Bauern und ein erhöhtes Risiko für die Verbraucher. Agrarfabriken gehören verboten und nicht weiter mit Steuergeldern subventioniert. Tiergerechte Haltung, heimisches Futter und besonders Eiweißfutter ohne Gentechnik - das ist unsere Zukunft!"

Für die Veranstalter erklärte Campact-Geschäftsführer Felix Kolb: "Der heutige Protest zeigt: Die Bevölkerung will ein Ende der industriehörigen Landwirtschafts- und Lebensmittelpolitik. Strengere Lebensmittelkontrollen alleine reichen nicht aus. Wir brauchen eine grundlegende Wende in der Agrarpolitik. Bundesagrarministerin Ilse Aigner muss eine echte EU-Agrarreform und den Ausstieg aus der Massentierhaltung voranbringen anstatt beides zu bremsen."

Besonderen Beifall erhielt die Rede des alternativen Nobelpreisträgers Nnimmo Bassey aus Nigeria, Vorsitzender der internationalen Umweltorganisation Friends of the Earth (Freunde der Erde). Die Auswirkungen der europäischen Agrarpolitik seien für die Entwicklungsländer verheerend, sagte er, der weltweite Protest der Zivilbevölkerung gegen Gentechnik, Agrarfabriken und Dumping-Exporte für die Ernährungssicherheit der Welt dringend notwendig.

Weitere Informationen: http://www.bund.net/bundnet/themen_und_projekte/landwirtschaft/lebensmittelpolitik/wir_haben_es_satt/

www.wir-haben-es-satt.de

Informationen zur Fortsetzung der Aktionen für eine Wende in der Landwirtschafts- und Lebensmittelpolitik unter: www.meine-landwirtschaft.de

Wir haben es satt!

Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporten

Demonstration am Samstag, den 22. Januar 2011, in Berlin

Der BUND Landesverband Niedersachsen ruft die Menschen in Niedersachsen dazu auf, nach Berlin zu fahren und an der Demonstration "Wir haben es satt!" teilzunehmen. Mitfahrgelegenheiten gibt es in zahlreichen Orten. Neben vielen anderen haben BUND-Gruppen z.B. in Hannover/Springe, Göttingen, im Landkreis Ammerland, in Hildesheim und Cuxhaven/Stade Busse organisiert. Alle Mitfahrgelegenheiten und Busse in Niedersachsen sind in einer Karte mitsamt Kontaktdaten auf der folgenden Seite im Internet zu finden: http://www.wir-haben-es-satt.de/start/anreise/

Während der Messe „Grüne Woche“ in Berlin treffen sich am Samstag Landwirtschaftsminister aus aller Welt und internationale Agrarkonzerne auf Einladung der Bundesregierung. Das Ziel von Monsanto, Müller Milch, BASF und Co.: die Industrialisierung der Landwirtschaft voran zu treiben. Das heißt: Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporte. Die Agrarkonzerne wollen für Gen-Saat, Agro-Chemie und Industrie-Food grenzenlose Märkte und weitere Milliarden-Subventionen. Sie wollen Agrarfabriken statt Bauernhöfe - überall. Dies alles unter dem Deckmantel, den Welthunger und den Klimawandel zu bekämpfen. Unterstützt werden sie dabei von Kanzlerin Merkel und ihrer Bundesregierung.

Der BUND gehört zu einem breiten Bündnis aus Umwelt-, Tier-, Verbraucherschutz- und Entwicklungshilfe-Organisationen, die gemeinsam zur Großdemomstration am 22. Januar 2011 in Berlin aufrufen.

Denn diese Agrarpolitik haben wir satt:

  • Sie fördert die Gentechnik-Industrie.
  • Sie zerstört unsere Umwelt und die biologische Vielfalt.
  • Sie zerstört lokale Märkte und schafft Hunger in Entwicklungsländern.
  • Sie macht krank, erlaubt Tierquälerei und mästet Agrarindustrie.
  • Sie schafft unmenschliche Arbeitsbedingungen auf Plantagen, in Ställen und Schlachthöfen.
  • Sie macht Lebensmittel zu Agro-Sprit und heizt den Klimawandel weiter an.

Wir wollen:

  • gentechnikfreie, gesunde und fair produzierte Lebensmittel
  • eine bäuerlich ökologische Landwirtschaft
  • eine tiergerechte und klimaschonende Landwirtschaft

Wir fordern von Merkel, Aigner und Barroso, von Berlin und Brüssel:

  • Ausstieg aus der Agro-Gentechnik
  • Kein Patent auf Leben!
  • Stopp der Subventionen für industrielle Tierhaltung
  • Stopp der Milchseen und Fleischberge
  • Stopp der Dumping-Exporte in Entwicklungsländer
  • Stopp der Spekulationen mit Lebensmitteln
  • Faire Marktregeln für bäuerlich ökologische Landwirtschaft weltweit

Bei YouTube können Sie sich einen kurzen Film zur Demo anschauen.

Der BUND-Bundesverband bietet auf seinen Internetseiten viele Informationen zur Anreise sowie eine Liste mit Bussen, die nach Berlin fahren.

Im Intranet des BUND gibt es für BUND-Mitglieder Materialien zum Bestellen, hifreiche Tipps zur Organisation von Bussen und Vieles mehr.

Hier geht es zur Homepage von "Wir haben es satt!". Dort finden Sie alle Details zur Anreise und zum Ablauf der Demo.

Ablauf der Demonstration

Samstag, 22.1. 2011 in Berlin

  • 10.00 Uhr Aufstellung der Schlepper bei der Grünen Woche
  • 10.30 Uhr Beginn des Schlepper-Trecks von der Grünen Woche zum Hauptbahnhof
  • 11.30 Uhr Eintreffen der Schlepper von Schleppersternfahrt, Grußworte von Unterstützern
  • 12.00 Uhr Beginn Demozug – Offizieller Start
  • 13.00-14.00 Uhr Kundgebung
  • Ab 14 Uhr Rock for Nature der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall

Pressemitteilung zum Thema vom BUND Bundesverband

2011 steht Agrarreform auf der Tagesordnung: Demonstration am 22. Januar in Berlin mit Nnimmo Bassey, Träger des Alternativen Nobelpreises 2010

 

Nachdem das Statistische Bundesamt am Montag Zahlen herausgegeben hat, nach denen immer mehr Schweine in immer größeren Ställen gehalten werden, haben der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und die Kampagnenorganisation Campact heute weitere Details veröffentlicht. So sei die absolute Zahl der Schweine zwischen Januar und November 2010 um rund 360000 Tiere auf knapp 27 Millionen gestiegen. Jedes zehnte Schwein aus deutschen Tierfabriken gehe in den Export. Im Durchschnitt esse jeder Deutsche pro Jahr etwa 55 Kilogramm Schweinefleisch und insgesamt etwa 88 Kilogramm Fleisch- und Fleischprodukte.


Geflügel wie Hühnchen und Putenfleisch werde ebenfalls im Übermaß und zunehmend in Mega-Mastanlagen produziert. In Deutschland sei deren Erzeugung 2010 im Vergleich zu 2009 um 10 Prozent auf derzeit etwa 1,6 Millionen Tonnen Geflügelfleisch im Jahr gestiegen. Niedrige Umwelt- und Tierschutzstandards und fragwürdige Agrarsubventionen hätten zu diesem Boom beigetragen. Im Schnitt esse jeder Deutsche fast 20 Kilogramm Geflügelfleisch im Jahr.


Für die BUND-Agrarexpertin Reinhild Benning belegen diese Zahlen die Notwendigkeit einschneidender Reformen in der Agrarpolitik: „Dringend erforderlich ist die Umverteilung der Agrarförderung weg von Mega-Mastanlagen und weg von großen Lebensmittelkonzernen hin zur art- und umweltgerechten Landwirtschaft. Die EU-Kommission hat dazu brauchbare Vorschläge gemacht. Hingegen wollen Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner und die meisten Länderagrarminister eine gerechtere Verteilung der fast 60 Milliarden Euro Agrarsubventionen verhindern. Die weitere Fixierung auf die Ausweitung der Exporte schadet der Umwelt, den Tieren und den nachhaltig wirtschaftenden Bauernhöfen.“


Die Überproduktion von Fleisch und Milch in industrialisierten Tierhaltungsanlagen nütze vor allem einigen wenigen Nahrungsmittelkonzernen, die Billigprodukte in großen Mengen auf die Weltmärkte werfen würden. Großbetriebe kassierten zugleich rund 80 Prozent der EU-Direktzahlungen, während auf der anderen Seite das Sterben kleinerer und mittlerer Bauernhöfe weitergehe. Vor diesem Hintergrund sei es nicht hinnehmbar, dass die Bundesregierung alle Informationen zur Transparenz bei den Agrarsubventionen aus dem Internet genommen habe.


Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, will ein breites Bündnis aus Umwelt-, Agrar- und Tierschutzverbänden unter dem Motto „Wir haben es satt. Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumpingexporten!“ am 22. Januar in Berlin aus Anlass der Grünen Woche für eine neue Agrarpolitik demonstrieren. Das Bündnis von rund 20 Verbänden erwartet mehrere Tausend Menschen zu der Kundgebung, die von einem Dutzend Traktoren begleitet werden soll.


Felix Kolb, Geschäftsführer von Campact: „Konsumforscher sagen ein Sinken des Fleischkonsums um etwa ein Prozent pro Jahr voraus. Das heißt, in der Bevölkerung gibt es bereits einen Stimmungsumschwung. Die Risiken der Agro-Gentechnik, die Massentierhaltung in Agrarfabriken, Umweltzerstörung und Armutsbeförderung durch Dumping-Exporte werden nicht länger ausgeblendet. Und immer mehr Menschen lehnen die Überproduktion von Fleisch mit all ihren negativen Folgen für Mensch, Tier und Umwelt ab.“


Jochen Fritz von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL): „Das Bundesverfassungsgericht fällte in diesem Jahr entscheidende Urteile, um die Bundesregierung und die Agrarindustrie an die Notwendigkeit von Regeln zum Schutz vor gentechnischen Verunreinigungen der Äcker und an den Tierschutz zu erinnern. Die Verbraucher wollen gentechnikfreie, tiergerecht und fair erzeugte Lebensmittel. Auch dafür gehen wir anlässlich der Grünen Woche in Berlin auf die Straße.“


Der Nigerianer Nnimmo Bassey, Träger des diesjährigen Alternativen Nobelpreises und Vorsitzender der BUND-Dachorganisation Friends of the Earth International wird der prominenteste Redner auf der Demonstration am 22. Januar sein. Er will vor allem die negativen Auswirkungen der europäischen Agrarpolitik auf die Märkte in Entwicklungsländern thematisieren.


Weitere Informationen zur Demonstration am 22. Januar finden Sie im Internet unter: www.wir-haben-es-satt.de

 

Pressekontakt: Reinhild Benning, BUND-Agrarexpertin, Tel. 030-27586-481, Jochen Fritz von der AbL, Mobil: 0171-8229719, E-Mail: fritz_jochen@web.de bzw. Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher, Tel. 030-27586-425/-489, Mobil: 0171-8311051, E-Mail: presse@bund.net, www.bund.net



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