Tierfabriken verhindern – Der BUND gibt Ihnen Hilfestellung!

Foto: Uschi Dreiücker/pixelio.de

Der Bau von Massentierhaltungsanlagen in Niedersachsen boomt – vor allem für die Hähnchenmast. Es entstehen riesige Anlagen mit vielen zehntausenden Tieren. Entsprechend groß ist der Anfall an Kot und Gülle und der damit einhergehende Gestank. Für die Anwohner kann dies zu einer großen Belastung werden. Geruch, Lärm und zunehmende Transporte können zudem den Wert ihrer Grundstücke mindern.

Doch nicht nur die Bürger werden belastet, sondern auch die Umwelt: vor allem durch Ammoniak. Der Schadstoff stammt zu einem sehr großen Teil aus der Intensivtierhaltung und ist klimaschädlich. Niedersachsen konterkariert somit ein entsprechendes Programm der Bundesregierung, nach dem Umweltbelastungen – auch durch Ammoniak – bis 2010 minimiert werden müssen.

Die Landwirtschaftskammer Niedersachen hat zudem vor kurzem eine Studie veröffentlicht, nach der sich die Hähnchenmast nur für wenige Bauern finanziell auszahlt. Nur 50 Prozent der Betriebe verdienen Geld mit der Mast von Hühnern, die Bauern haben aber das Risiko der großen Investition zu tragen.


Viele BUND-Gruppen wehren sich vor Ort gegen diese Entwicklung, betroffene Bürgerinnen und Bürger schließen sich zu Initiativen zusammen und versuchen, die Genehmigung industrieller Tierfabriken zu verhindern.


Zur Unterstützung des Widerstands vor Ort hat der BUND-Bundesverband nachfolgende Materialien erstellt, die Sie herunterladen können:


  • Fleischfabriken boomen – Umweltstandards sinken: Der Boom der Massentierhaltung in Deutschland und seine Folgen für die Umwelt: Kurzfassung (5 Seiten, PDF-Format, ca. 125 KB), Langfassung (52 Seiten, PDF-Format, ca. 1,5 MB)
  • Gegen die Errichtung von Massentierhaltungsanlagen: Leitfaden (PDF-Format, ca. 133 KB) für Bürgerinitiativen, Privatpersonen, Gemeinden sowie Umwelt- und Tierschutzverbände. (15 Seiten)
  • Widerstand gegen Massentierhaltungsanlagen – Erfahrungen und Empfehlungen aus der Praxis. (17 Seiten, PDF-Format, ca. 144 KB)
  • Mustereinwendung: Bürgerinitiative (xy) gegen die geplante Massentierhaltungsanlage (xy) – Hinweise für die Erhebung von Einwendungen (PDF-Format, ca. 77 KB).
  • Da die Luftbelastung durch industrielle Massentierhaltung sehr hoch ist, ist eine Anfrage zur Übermittlung von Winddaten für den betroffenen Standort sehr sinnvoll. Hier ein Muster (PDF-Format, ca. 15 KB).
  • Muster-Richtlinie (PDF-Format, ca. 71 KB) über den baulichen Brandschutz im Industriebau der Fachkommission Bauaufsicht der ARGEBAU.
  • Erläuterungen zur Muster-Richtlinie (PDF-Format, ca. 66 KB) über den baulichen Brandschutz im Industriebau der Projektgruppe "Brandschutz im Industriebau" und Fachkommission "Bauaufsicht" der ARGEBAU.

Fallbeispiele der BUND-Kreisgruppen

Am 26. Januar 2012 verhandelte der BUND Niedersachsen vor dem Verwaltungsgericht Hannover über die Klage des BUND Niedersachsen gegen die immissionschutzrechtliche Genehmigung des Landkreises Hildesheim für die Schweinemastanlage in Diekholzen. Der Prozess endete mit einem Vergleichsvorschlag des Gerichts: Der Landwirt muss bis Ende 2012 eine wirksame Filteranlage nachrüsten und den Güllebehälter auf dem Hof abdecken. Akzeptiert er diesen Vergleich nicht, wird das Gericht aller Voraussicht nach die Genehmigung für die Anlage aufheben.

Zur Pressemitteilung zum Thema...


Im Januar 2012 hat der BUND Region Hannover einen Erfolg mit einer  Stellungahme gegen einen Hähnchenmaststall in Springe-Boitzum erzielt. Das Projekt war nach Auffassung des BUND u.a. deshalb rechtswidrig, weil bei Inbetriebnahme der Hähnchenmastanlage durch die Emissionen gesetzlich geschützte Biotope und ein FFH-Gebiet beeinträchtigt werden würden. Doch diese Beeinträchtigungen wurden nicht einmal geprüft. Die Region als Genehmigungsbehörde hatte leider darauf verzichtet, dem Antragsteller eine Umweltverträglichkeitssprüfung zur Auflage zu machen.

Zur Stellungnahme des BUND Region Hannover...
Zur Pressemitteilung zum Thema...

 



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