Eine der Hauptaufgaben des BUND ist es, die niedersächsische Umweltpolitik kritisch zu begleiten. Welcher Couleur eine Landesregierung auch immer war und ist, sie konnte mit einer kritischen Begleitung zugleich aber auch immer mit konstruktiven Vorschlägen für alternative Wege rechnen.
In den vergangenen Jahren gab es von Seiten des BUND Niedersachsen leider mehr Kritik als Lob für die Umweltpolitik des Landes. Der Landesverband kritisierte zum Beispiel Fehlentwicklungen wie etwa die Abschaffung des Niedersächsischen Landesamtes für Ökologie, was für den Arten- und Flächenschutz ganz sicher ein (naturschutzfachlicher) Rückschritt war.
Insbesondere in Fragen der Atomkraft und vor allem der niedersächsischen Atommülllager war der BUND nie mit den Zielen und dem Handeln der aktuellen Landesregierung einverstanden, schließlich setzt sich der Verband seit langem für eine bundesweite Suche nach einem Endlager ein, da Gorleben ungeeigent ist.
Für den Erhalt der Biodiversität und der Biotopverbände hat das Land eindeutig zu wenig getan und tut noch heute zu wenig. Denn mehr als 35 Prozent aller Organismen sind gefährdet, z.B. Feldlerche, Kiebitz und Haussperling. Auch die Umsetzung von FFH-Richtlinien (NATURA 2000) ist laut BUND keineswegs positiv zu sehen. Hier wie auch bei der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie hätte sich der BUND seitens des Umweltministers ein energischeres Engangement gewünscht hätte.