Gelungener Auftakt für mehr Flussnatur an der Oberweser - Bilanz der Flusskonferenz Oberweser im November 2016

Noch gleicht die Oberweser in vielen Abschnitten einer strukturarmen Wasserstraße als einem lebendigen Fluss. Es fehlen Flutrinnen, Auwälder, eine flusstypische Dynamik  und damit die Lebensräume vieler gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Doch dies soll sich zukünftig ändern. Denn mit der Neukategorisierung der Bundeswasserstraßen und dem geplanten Bundesprogramm "Blaues Band Deutschland" entstehen große Potenziale für eine Renaturierung der Oberweser. Der BUND LV Niedersachsen und das BUND-Auenzentrum haben sich daher mit weiteren Partnern zum "Initiativkreis Oberweser"* zusammengeschlossen um gemeinsam mit Akteuren vor Ort Perspektiven für mehr Flussnatur zu entwickeln und umzusetzen, die im Einklang mit Naturtourismus stehen.

Als Auftakt lud der Initiativkreis im vergangenen November zur ersten Flusskonferenz Oberweser nach Hameln ein. Die Resonanz auf die Veranstaltung war enorm. Rund 200 Akteure aus Politik, Wasserwirtschaft, Tourismus und Naturschutz nahmen an der Flusskonferenz teil. Besonders freute es den Initiativkreis, dass Ministeriumsvertreter aus allen drei Anrainerbundesländern, nämlich Niedersachsen, Hessen und NRW an der Veranstaltung teilnahmen. Synergien und Potenziale zwischen Naturschutz und Regionalentwicklung waren die Kernthemen und wurden mit den unterschiedlichen Akteuren der Region erörtert.  Als Schirmherr für die Flusskonferenz konnte Prof. Dr. Klaus Töpfer gewonnen werden, der die Konferenz mit einer Videobotschaft eröffnete.

Ein Höhepunkt der erfolgreichen Veranstaltung bildete die Unterzeichnung der Oberwesererklärung, in der die Unterzeichnenden ein Bekenntnis zu mehr Flussnatur an der Oberweser leisteten und sich dafür einsetzen werden, Projekte zur Förderung des Naturtourismus, der Regionalentwicklung und des Naturschutzes zu konkretisieren sowie entsprechende Fördermittel zu nutzen. Neben dem wohl prominentesten Unterzeichner, Umweltminister Stefan Wenzel, unterschrieben ebenfalls  Ministeriumsvertreter aus NRW und Hessen die Erklärung. Darüber hinaus setzten auch über 30 Vertreterinnen und Vertreter von Stadt und Landkreisen, Wassersport und Naturschutz ihren Namen unter die Oberwesererklärung.

Zahlreiche andere Akteure nutzen die Gelegenheit ihre persönlichen Anliegen in der Ideenwerkstatt auf Weserkarten zu dokumentieren. Die Ideenwerkstatt stellte eine Plattform für die Vernetzung verschiedener regionaler und lokaler Oberweser-Akteure dar und bot ein Forum, um die vielfältigen Ideen, Vorschläge und Wünsche aus der Region zu sammeln.

Nun gilt es die Aufbruchsstimmung an der Oberweser zu nutzen und auf Basis der Ergebnisse der Flusskonferenz dem Ziel einer lebendigen Oberweser im Einklang mit Naturtourismus näherzukommen. Ein nächster Schritt ist es, die Themen und Entwicklungsperspektiven auf regionaler Ebene zu konkretisieren.  Dies wird der Fokus nachfolgender Veranstaltungen sein.

Tagungsdokumentation zum Download (PDF-Format, ca. 11,7 MB)

*Im „Initiativkreises Oberweser“ sind neben dem BUND Niedersachsen e.V. und dem BUND-Auenzentrum auch der BUND LV Nordrhein-Westfalen e.V., die Stadt Hameln, die Bezirkskonferenz Naturschutz Ostwestfalen-Lippe, die Stiftung für die Natur Ravensberg, die Hochschule Ostwestfalen-Lippe sowie das Zukunftszentrum Holzminden-Höxter vertreten.

Die Flusskonferenz wurde maßgeblich von der niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gefördert.



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