JahresvertreterInnenversammlung 2011: Hubert Weiger spornte die Ehrenamtlichen an
Bei der diesjährigen JahresvertreterInnenversammlung in Hannover-Linden (am 28. Mai 2011) stand ein Thema im Mittelpunkt: der Nachwuchs im Umwelt- und Naturschutz.
Der Bundesvorsitzende des BUND, Prof. Hubert Weiger, nahm in diesem Jahr an der Versammlung der niedersächsischen Delegierten teil, bevor er nach Bremen weiterreisen musste, um dort bei der großen Antiatomkraft-Demonstration zu sprechen. "Noch nie waren so viele Menschen gegen Atomkraft auf der Straße wie in diesen Tagen, sie demonstrieren mit einer Grundlockerheit und Fröhlichkeit und genießen dabei ein Gemeinschaftsgefühl", sagte Weiger. In jedem Fall seien derzeit mehr junge Atomkraftgegner bei den Demonstrationen als damals in den 1980er Jahren. Weiger sagte, insbesondere diese jungen Menschen müssten mitgenommen werden auf dem BUND-Weg hin zu einer nachhaltigen Welt. Insgesamt seien in Deutschland zwei Millionen Menschen im Umweltbereich aktiv. Weiger appellierte an die Delegierten, neue ehrenamtlich Aktive nicht gleich mit Arbeit zu überschütten - von der es in jeder BUND-Gruppe mehr als genug gibt - sondern ihnen die Gelegenheit zu geben, die Arbeit im Natur- und Umweltschutz erst einmal kurzzeitig auszuprobieren.
Höhepunkt der JahresvertreterInnenversammlung war die Überreichung der Konrad-Buchwald-Medaille in Silber an Hans-Hermann Jantzen. Jantzen war von 1997 bis 2011 Landessuperintendent für den Sprengel Lüneburg der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover und zusätzlich von 2010 bis 2011 Bischofsvikar seiner Landeskirche. Der BUND Landesverband würdigt mit dem Preis Jantzens besonders engagiertes Eintreten für die Bewahrung der Schöpfung und dankt ihm dafür. Denn Hans-Hermann Jantzen hat sich jahrzehntelang insbesondere gegen Atomkraft eingesetzt.
Renate Backhaus, Mitglied im BUND-Landesvorstand und atompolitische Sprecherin, sagte in ihrer Laudatio: „Im Sprengel Lüneburg erntete Hans-Hermann Jantzen neben Zustimmung heftige Kritik, als er 1997 kurz nach seinem Antritt sagte, sein Herz schlage für die Atomkraftgegner. Im Laufe der Jahre besuchte er nicht nur die Menschen in Gorleben und die AKW-Standorte, sondern warb in der Synode und landesweit für ein baldiges Ende der Nutzung der Atomenergie. Das brachte ihm von Seiten mancher Politiker Ärger ein, im Laufe der Jahre dann aber mehr und mehr Zustimmung und Anerkennung.“ Mehr zum Wirken von Hans-Hermann Jantzen und die wichtigsten Inhalte seiner Dankesrede können Sie in der Pressemitteilung nachlesen.
Die BUNDjugend Niedersachsen, die im Landesjugendnetzwerk JANUN organisiert ist, stellte den Delegierten, die aus ganz Niedersachsen angereist waren, verschiedene Projekte vor, die auch in den Kreisgruppen angeboten werden können. Das neue Projekt WassErlebnis hat zum Beispiel das Ziel, junge Menschen mithilfe von "Geocashing" für den Lebensraum Wasser zu begeistern. Beim Geocashing machen sich Menschen mit GPS-Empfängern auf den Weg und suchen anhand der Koordinaten, die sie vorher an die Hand bekommen haben, bestimmte Punkte in der Landschaft, an denen in der Regel ein "Schatz" (meist eine kleine Botschaft) versteckt ist. Die Verbindung aus Technik, einer spannenden Suche nach einem unbekannten Ort und dem Thema Wasser will die BUNDjugend nutzen, um Kindern und Jugendlichen Wissen über einen Lebensraum spielerisch zu vermitteln. Mehr Informationen zu weiteren guten Projekten von JANUN/der BUNDjugend finden Sie hier.














