Imke Zwoch wurde 1961 in Wilhelmshaven geboren. Aufgewachsen an der Küste, in einer Gartensiedlung am Landschaftsschutzgebiet, engagierte sie sich seit dem 14. Lebensjahr, vor dem Hintergrund der Ansiedlung von Großindustrie am Wattenmeer, in der Bürgerinitiative Umweltschutz Wilhelmshaven.
1980 begann sie ihr Studium der Agrarwissenschaften, Fachrichtung "Umweltsicherung und Entwicklung ländlicher Räume" in Gießen. Mit dem Diplomthema "ökologische Entwicklung künstlicher Spülflächen auf ehemaligen Wattgebieten am Jadebusen" (Rüstersieler und Voslapper Groden) blieb sie der maritimen Heimat verbunden. Im Anschluss arbeitete sie als wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Landschaftsentwicklung der Uni Gießen, wo sie sich u. a. der Umweltverträglichkeit von Golfsportanlagen widmete.
Während der Zeit in Hessen war sie aktiv in Initiativen zu den Themen Natur und Umwelt, Frieden und Menschenrechte (u. a. Startbahn West, Keine WAA im Vogelsberg, Ostermarschbewegung, Anti-Apartheid-Gruppe Gießen) und im kulturellen Bereich.
Der angebotenen Promotion zum Thema Golfsport und Umwelt zog sie eine Rückkehr in die Praxis und an die Küste vor. Den Einstieg bot 1990 die Stelle als Leiterin des neu eingerichteten Umweltamtes der Gemeinde Schortens (Friesland). 1992 wechselte sie zur Nationalparkverwaltung "Niedersächsisches Wattenmeer" in Wilhelmshaven, wo sie bis heute in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit tätig ist. Nebenbei unterstützt/e sie journalistisch Projekte aus den Bereichen Agenda 21, Soziales und Gesundheit.
Imke.Zwoch@bund.net
Für den BUND ist sie seit 1990 aktiv in der Kreisgruppe Wilhelmshaven, seit mehreren Jahren als stellvertretende Vorsitzende und Landesdelegierte, seit 2006 im Landesvorstand. Ihre Interessensschwerpunkte umfassen die nachhaltige Flächennutzung bzw. den kritischen Umgang mit Flächen- und Ressourcenverbrauch sowie die natur-, umwelt- und menschengerechte Landwirtschaft und Ernährung.