Foto: Reinhart Günzel

Reinhart Günzel - Beisitzer

Reinhart Günzel wurde 1935 in Stollberg im Erzgebirge geboren. Er beendete seine Schulzeit in Stendal/Altmark mit dem Abitur und absolvierte eine Gärtnerlehre. Später studierte er in Hannover Landespflege. Von 1967 bis 2000 arbeitete er als Landschaftsplaner in der Hamburgischen Verwaltung, seit 1982 als Leiter der Abteilung Landschaftsplanung. Reinhart Günzel ist verwitwet und hat drei erwachsene Kinder.

1981 war Reinhart Günzel Mitbegründer des BUND Hamburg. Mitglied im Landesvorstand ist er seit 1985.
In der BUND-Kreisgruppe Lüneburg war er 17 Jahre Vorsitzender. Außerdem war er lange tätig im Umweltausschuss des Stadtrates Lüneburg. Im Juni 2005 hat der BUND im Lüneburger Rathaus einen Nachhaltigkeitsbeirat gegründet, für den er als Sprecher fungiert. Der Beirat soll die Arbeit der Stadt im Sinne der Nachhaltigkeit kritisch und konstruktiv begleiten. Reinhart Günzel wünscht sich, dass dieses Beispiel auch in anderen Städten Schule macht.

1990/91 war Reinhart Günzel als BUNDler an der Gründung des Heinrich-Böll-Hauses-Lüneburg beteiligt, in dem der Verein "Unsere Welt - für Frieden, Umwelt und Gerechtigkeit e.V." agiert. Der BUND war und ist stets ein wesentlicher Bestandteil des Böll-Hauses.
Auf Veranlassung und Initiative von Reinhart Günzel fanden sowohl die Bundesdelegiertenkonferenz als auch die Landesdelegiertenkonferenz schon in Lüneburg statt. Er selbst nahm an fast allen Bundesdelegiertenversammlungen als Delegierter teil.

Er war von 1991 - 1997 Mitglied im NDR-Rundfunkrat und in Personalunion Mitglied des Landesrundfunkrates Niedersachsen.

Weiterhin engagiert er sich als Mitglied für das globale Netzwerk der NGO's (non-governmental-organizations) in der Arbeitsgemeinschaft Hochwasserschutz der IKSE (Internationale Kommission zum Schutz der Elbe).
Mit der Elbe verbinden ihn seit vielen Jahren unzählige, teils spektakuläre Aktionen.
Die LABE 30 - "Ein Schiff für die Umwelt" - fuhr zum Beispiel nach einjähriger Vorbereitungszeit 1991 kurz nach der Wende von Prag über Dresden nach Hamburg zur Elbemündung. An ca. 30 Stationen wurden Veranstaltungen durchgeführt, um auf die große Bedeutung von grenzüberschreitendem Umwelt- und Naturschutz aufmerksam zu machen. Auch aktuellere Aktionen, wie den Elbe-Badetagen 2002 und 2005 in Hamburg / Neu Bleckede im Rahmen des Aktionsbündnis Biosphärenreservat wurden von Reinhart Günzel und anderen initiiert und organisiert.

Rio - Johannesburg - Agenda 21 - Nachhaltigkeit - Umweltschutz waren für Reinhart Günzel und auch seine verstorbene Ehefrau, mit der er viele Aktivitäten zusammen erarbeitet hat, wichtigste Themen. Dafür möchte er sich auch in Zukunft voll einbringen.

Eine andere, sehr öffentlichkeitswirksame Aktion war der Bau eines ca. 3 Meter hohen Kreuzes vom Ökumenischen Arbeitskreis und dem BUND. Im Quellgebiet der Elbe erstellt, sorgte es 1995 für viel Aufmerksamkeit auf dem Kirchentag in Hamburg. Die Elbe und das Thema Gewässerschutz sollten dadurch in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden. Auch auf den Kirchentagen in München, Leipzig, Stuttgart und der ökumenischen Versammlung in Graz verfehlte es seine Wirkung nicht.

2005 wurde er für das Heinrich-Böll-Haus Lüneburg Mitglied des Koordinierungskreises des Zukunftsrat Hamburg, dem er noch angehört.
2005 öffnete sich der Zukunftsrat Hamburg neuerdings für Institutionen aus der Metropolregion.
In diesem Sinne war das Heinrich-Böll-Haus Vorreiter in der Metropolregion.

Reinhart.Guenzel@bund.net



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