BUND Landesverband Niedersachsen

Bundesweiter Klimastreik am 24.9.

Wir machen die Bundestagswahl zur Klimawahl!

Machen Sie mit! #AlleFürsKlima

Am 24. September 2021 gehen wir zusammen mit Fridays for Future auf die Straßen: Für echten Klimaschutz, eine Zukunft ohne Klimakrise und das Versprechen, die Bundestagswahl zur Klimawahl zu machen.

Auch in Niedensachsen ist der BUND in vielen Städten dabei. Wo Sie unsere BUND-Aktiven finden, erfahren Sie hier.

Der BUND Niedersachsen unterstützt den Klimastreik in Hannover. Die Demo beginnt um 14.30 Uhr am Opernplatz. Seien auch Sie dabei! Schwenken Sie mit uns eine Klimafahne, lassen Sie uns gemeinsam in Sprechchören fordern: Klimaschutz jetzt!

Jetzt mobilisieren!

Sagen Sie es weiter: Am 24. September gehen wir bundesweit auf die Straße, um Klimaschutz zum zentralen Thema der Wahl zu machen. Laden Sie Freund*innen und Bekannte ein, um gemeinsam für mehr Klimaschutz zu demonstrieren.

Bestellen Sie kostenlos Poster und Aufkleber beim BUND oder gehen Sie zu einem der zahlreichen Abholorte von Fridays for Future. Hängen Sie Poster in Ihrer Stadt oder Region auf – in der Lieblingskneipe, im Hausflur, am Fenster. Dieser Klimastreik ist wichtig!

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Wir fordern eine natur-verträgliche Energie-Revolution!

Das sind unsere Forderungen: Es ist Schluss mit Strom aus Kohle, Öl und Gas. Der Strom in Deutschland ist bis 2035 zu 100 Prozent erneuerbar. Alle Menschen sind bei uns in der Lage, im Einklang mit der Natur selbst Strom zu erzeugen. Wir bringen den radio-aktiven Müll der Atomkraftwerke sicher unter.

Schluss mit Strom aus Kohle, Öl und Gas. Nur so wenden wir die Klimakrise ab. Ein erneuter Einstieg in die Atomkraft ist keine Alternative. Der radio-aktive Müll aus Atomkraft-Werken muss sicher untergebracht werden. Wir dürfen keine Zeit verlieren, bis Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energie-Quellen kommt. Das geht nicht mit den althergebrachten Energie-Unternehmen.

Wir brauchen den Schwung eines breit getragenen Projekts. Wir brauchen ein Projekt, das allen dient und zu dem jede*r beitragen kann: ein "Wikipedia der Energieproduktion".

Der natur-verträgliche Ausbau der erneuerbaren Energien gehört in die Hand von

  • Bürger*innen,
  • Kommunen,
  • Stadtwerken und
  • Genossenschaften.

Sie gestalten die Erzeugung von Windenergie am Ort oder Solarstrom auf Hausdächern mit. Sie ziehen daraus ihren Nutzen. So wird aus der natur-verträglichen Energiewende ein gemeinschaftliches Projekt.

Eine Energie-Bewegung aus Bürger*innen ist unser oberstes Ziel. Jede*r hat ein Anrecht darauf, Teil dieser Bewegung zu werden. Die Politik muss bestehende Hindernisse beseitigen. Dann können wir die Windenergie weiter naturverträglich ausbauen und die erheblichen Möglichkeiten der Sonnenenergie endlich nutzen!

Das gibt starke Impulse für die lokale und regionale Wirtschaft. Das schafft Arbeitsplätze und trägt dazu bei, dass Kommunen wirtschaftlich stabil sind.

Unsere Forderungen im Einzelnen:

 

  • "Bürger-innen-Energie" ermöglichen – natur-verträglich, dezentral und für alle:

Wir wollen "Bürger-innen-Energie". Gemeint ist eine Gemeinschaft von Menschen, die auf wirtschaftlicher Basis Strom natur-verträglich selbst herstellt und verkauft. So haben Gemeinschaften gegenüber großen Unternehmen und Platzhirschen derzeit keine Chance. Einige Regelungen des Energiemarkts verhindern, dass solche Gemeinschaften zum Zug kommen.

Zum Beispiel müssen Projekte ausgeschrieben werden. Das muss sich für Wind-Projekte mindestens bis 18 Megawatt (MW) ändern bzw. bei Photovoltaik bis 1 MW. Gemeinschaften brauchen die Erlaubnis, den regional erzeugten Strom aus Erneuerbaren (E-Strom) an Nachbar*innen zu verkaufen und direkt zu liefern. Das gilt auch für Produkte, die aus dem lokal erzeugten Strom entstehen. Verkäufe müssen innerhalb der Energie-Gemeinschaften (Energie Sharing) möglich sein. Sie müssen das Recht erhalten, Strom-Netze gemeinschaftlich zu betreiben.

Eine Marktprämie nach französischem Vorbild könnte beim Vertrieb bestehenden Hürden entgegenwirken. Ein Bonus auf die Einspeise-Vergütung wäre ebenfalls möglich. Wir wollen Anreize für Energie-Gemeinschaften schaffen, die wirken, und Auflagen abschaffen (EEG-Umlage, Stromsteuer, reduzierte Entgelte). Dabei sollen

  • individueller Eigenverbrauch,
  • gemeinschaftlicher Eigenverbrauch und
  • Strom, der auf und für Mietershäuser (auf dem Dach, dem Balkon oder ähnlich) herstellt wurde,

gleichgestellt werden. Die Pflicht zur Personen-Identität muss aufgehoben werden.

 

  • Kommunen für die natur-verträgliche Energie-Wende:

Wenn eine Windkraft-Anlage errichtet wird, müssen Kommunen in der Nachbarschaft daraus mehr Nutzen als bisher ziehen. Dafür muss eine gesetzliche Regelung her. Diese bezieht bereits bestehende Anlagen mit ein.

 

  • Bürger*innen-Energie breit verankern:

Möglichst viele Menschen sollen Teil der Bewegung werden. Dafür brauchen sie aber Unterstützung. Sie benötigen fachliches Wissen über Energie-Lösungen, die dezentral und natur-verträglich sind. Bislang sind Menschen, die wenig Geld haben, genauso wie Frauen wenig beteiligt. Alle Menschen müssen einen freien Zugang zu dem notwendigen Wissen haben. Es dürfen ihnen keine Kosten entstehen, wenn sie sich an der Gründung eines Projekts beteiligen wollen.

 

  • Ökostrom im Einklang mit der Natur ausbauen:

Der Anteil am Ökostrom soll 2030 bei mindestens 80 Prozent liegen. Das bedeutet pro Jahr einen Zuwachs von mindestens 7 Gigawatt (GW) Windenergie an Land. Und eine Verdopplung der Kapazität von Photovoltaik auf 10 GW pro Jahr.

Wir müssen bis 2040 mindestens 50 Prozent weniger Energie verbrauchen. Wir müssen aufhören, Strom ungenutzt zu verschwenden. Und wir müssen aktiv Strom sparen, wo dies nur möglich ist. Notwendige Energie muss effizient genutzt werden.

Wir benötigen dazu eine Offensive für Kommunen und Unternehmen: ein Angebot angelehnt an den kostenlosen Check zum Strom sparen für private Haushalte.

 

  • Einen Plan zum Ausstieg aus fossiler Energie:

Klima-Neutralität bis 2040 heißt, bis spätestens 2030 ist Schluss mit der Kohle. Fossiles Gas ist ab 2035 Vergangenheit. Unser Energie-Verbrauch darf keine Gefahr für unser Klima sein.

Das bedeutet einen tiefen Wandel. Die nächste Bundesregierung sorgt dafür, dass die Transformation für Betroffene in den Branchen und Regionen verlässlich und planbar abläuft.

Die Bundesregierung legt innerhalb eines Jahres einen Plan zum Ausstieg aus der fossilen Infrastruktur vor. Atomstrom ist kein Ersatz für Kohlestrom, sondern eine Gefahr für Mensch und Umwelt. Das beginnt beim Abbau von Uran bis hin zur nicht geklärten Endlagerung.

Den ganzen Aufruf lesen:

Höchste Zeit zu handeln: Wir wählen Klima!

Mit Fridays for Future auf die Straßen!

Globaler Klimastreik am 24. September 2021

Wir müssen jetzt handeln, um die Klimakrise und das weltweite Artensterben einzudämmen und das 1,5-Grad-Limit des Pariser Klimaabkommens einhalten zu können. Bisher hat die Große Koalition auf den Protest von Millionen Menschen auf den Straßen nur halbherzig reagiert. Doch mit der Bundestagswahl können wir das ändern: Wenn wir erneut die Straßen füllen, machen wir gemeinsam Klima zum zentralen Thema der Wahl – und stimmen am 26. September für konsequenten Klimaschutz.

Wer unsere Stimme für die Bundestagswahl will, muss die Freiheit zukünftiger Generationen schützen und die Lösung der Klimakrise als riesige Gelegenheit begreifen, unsere Gesellschaft moderner, demokratischer und gerechter aufzustellen – für Millionen gute Jobs und ein besseres Leben für alle.

Wir fordern von der zukünftigen Regierung, dass sie:

 

  • spätestens 2030 aus der Kohle aussteigt und dafür sorgt, dass Menschen für Kohle nicht ihr Zuhause verlieren.

  • die Erneuerbaren auf mindestens 80 Prozent Anteil am Bruttostromverbrauch bis 2030 natur- und sozialverträglich ausbaut. Sie muss Maßnahmen zur Energieeinsparung ergreifen und in Alternativen zu fossilem Gas, wie zum Beispiel grünen Wasserstoff, investieren.

  • in attraktiven öffentlichen Nahverkehr und in die Fahrradinfrastruktur investiert, alle neuen Autobahnprojekte stoppt und ein festes Datum für ein sozialverträgliches Ende der Neuzulassung von Verbrennungsmotoren bei PKWs festlegt. Unser Vorschlag ist ein Ausstieg vor 2030.

  • sich für eine klima- und umweltfreundliche Landwirtschaft mit fairen Preisen für Erzeuger*innen sowie eine artgerechte und flächengebundene Tierhaltung einsetzt. Sie muss zudem die Agrarsubventionen überwiegend an ökologische Leistungen knüpfen.

  • jetzt eine sozial-ökologische Transformation der Wirtschaft einleitet und in klimafreundliche Technologien und Prozesse investiert, statt weiter klimaschädliche Wirtschaftszweige zu subventionieren.

  • für gute Löhne sorgt und einen solidarischen Sozialstaat schafft, damit Strom, Wohnen, Lebensmittel und Mobilität klimafreundlich und gleichzeitig für alle bezahlbar sind.

  • für Klimagerechtigkeit im Globalen Süden einsteht und die deutsche Klimafinanzierung bis 2025 mindestens verdoppelt.

  • sich gegen klimaschädliche Abkommen wie CETA und das EU-Mercosur-Abkommen einsetzt, private Schiedsgerichte ablehnt und gemeinsam mit möglichst vielen EU-Staaten aus dem Energiecharta-Vertrag aussteigt, durch den Konzerne vor geheimen Schiedsgerichten gegen die Stilllegung fossiler Kraftwerke klagen können.

Mach mit! Am Freitag, den 24. September gehen wir gemeinsam mit Fridays for Future bundesweit auf die Straßen. Wenn das Infektionsgeschehen es erfordert, protestieren wir mit Mundschutz und Abstand. Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft machen den Parteien mit buntem Protest klar: Wir wählen dieses Jahr eine Regierung, die beim Klimaschutz endlich Ernst macht.

Sei dabei für eine gute Zukunft für alle!

#Klimastreik #FridaysForFuture #AlleFürsKlima

Weitere Informationen

finden Sie auf der Webseite des Bündnisses.

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