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BUND Landesverband Niedersachsen

Pressekommentar: Erdölleck zeigt Gesetzeslücke beim Wasserschutz - BUND fordert: Keine Erdölgewinnung in Wasserschutzgebieten!

30. Juli 2019 | Chemie, Energie, Energiewende, Flüsse & Gewässer, Fracking, Umweltgifte, Umweltpolitik, Wasser, Flüsse, Meere

Angesichts der Bekanntmachung, dass über vier Jahre hinweg giftiges Lagerstättenwasser an einer Ölförderanlage von Wintershall in der Grafschaft Bentheim aus einem defekten Rohr ausgetreten ist, sagt Axel Ebeler, stellvertretender BUND-Landesvorsitzender:

„Das unbemerkte Leck in Emlichheim beweist einmal mehr, dass Erdölbohrungen und unterirdische Leitungen für Lagerstättenwasser und Bohrschlämme tickende Zeitbomben sind. Diese gravierenden Fehler können offensichtlich auch bei den heutigen technischen Verfahren in der Erdöl- und Erdgasgewinnung nicht ausgeschlossen werden. Aufgrund der langen Fließzeiten im Grundwasser wirken Verunreinigungen dieser Art durch Schwermetalle und radioaktive Stoffe über Generationen hinaus. Eine Sanierung ist schwierig. Sind die Gifte bereits in die tiefen Grundwasserschichten vorgedrungen, wird sie gar unmöglich.

Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel und für das Leben unverzichtbar. Der Staat ist verpflichtet, diese kostbare Ressource zu schützen. Die Gesundheit der Bevölkerung darf nicht durch wirtschaftliche Interessen gefährdet werden. Der BUND fordert daher zum Schutz von Mensch und Natur - zum wiederholten Male - ein sofortiges Verbot von Erdgas- und Erdölbohrungen in Wasserschutzgebieten.“

 

Rückfragen zum Thema an:
Axel Ebeler, stellvertretender Landesvorsitzende, BUND Landesverband Niedersachsen, axel.ebeler(at)bund.net

 

Pressekontakt:
Dr. Tonja Mannstedt, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, BUND Landesverband Niedersachsen, Tel. (0511) 965 69 – 31, tonja.mannstedt(at)nds.bund.net

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