Weniger Nutztierrisse: Herdenschutz zeigt Wirkung

10. Juli 2025 | Artenschutz (NI), Landwirtschaft, Wolf (NI)

Wolf. Foto: Marcel Langthim Wolf.  (Marcel Langthim / Pixabay.com / Creative Commons )

Am 8. Juli 2025 wurde der Statusbericht 2023/2024 der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) veröffentlicht. Zeitgleich erschien die Zusammenstellung der wolfsverursachten Schäden, Präventions- und Ausgleichszahlungen in Deutschland 2024 nach den Angaben der Bundesländer. Die offiziellen Zahlen zeigen: Die Nutztierrisse durch Wölfe sind deutlich zurückgegangen.

Laut Bericht ist deutschlandweit ein Rückgang um 25 Prozent bei den geschädigten Nutztieren und um 13 Prozent bei den Übergriffen zu verzeichnen. Ein Beleg dafür, dass sich die Anstrengungen für ein gutes Miteinander von Wölfen und Weidetieren lohnen. In Niedersachsen gingen die Verlustzahlen im Vergleich zwischen 2023 und 2024 um 29,2 Prozent zurück, die Zahl der Übergriffe verringerte sich um 2,24 Prozent.

Nach wie vor finden die meisten Nutztierübergriffe auf Schafe und Ziegen statt. In Niedersachsen ist weiterhin in 90 Prozent der Fälle kein oder nur ein eingeschränkter Mindestschutz vorhanden. Gegen Nutztierrisse helfen keine Jagdzeiten. Wahllose Eingriffe in den Wolfsbestand werden die Zahl der Nutztierrisse nur in die Höhe treiben, denn die meisten Wölfe reißen keine Nutztiere. Das Rissgeschehen wird von nur wenigen Wölfen bestimmt. Stetige Verbesserungen und ein flächendeckender Herdenschutzes sind die richtige Strategie. Die wenigen Wölfe, die den Herdenschutz überwinden und die Zahl der Nutztierrisse deutlich in die Höhe treiben können, müssen von Spezialist*innen nach rechtssicheren Bescheiden entnommen werden.
 

Weitere Informationen:

Appell für eine Offensive zum Schutz der Weidetiere

Wölfe und Weidetiere: Nebeneinander statt Gegeneinander


Ansprechperson:
Dr. Pia He, Referentin Naturschutz und Landnutzung, pia.he(at)nds.bund.net


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