BUND Landesverband Niedersachsen

Züge statt Flüge

19. Oktober 2021 | Klimawandel, Mobilität, Mobilität

Kondensstreifen (Pexels / Pixabay.com / Pixabay-Lizenz)

Jedes Jahr fliegen in Deutschland zehntausende Flüge zu Orten, die auch bequem und einfach mit der Bahn erreichbar sind. Daher fordert jetzt ein breites Bündnis aus 14 Umweltorganisationen und Bürgerinitiativen mit einer Unterschriften-Kampagne in einem ersten Schritt ein sofortiges Verbot von Ultrakurzstreckenflügen, deren Ziele innerhalb von vier Stunden mit dem ICE erreichbar sind. In einem zweiten Schritte sollen dann auch Kurzstreckenflüge bis 1.500 Kilometer überflüssig gemacht werden.

Um das 1,5 Grad-Ziel zu erreichen, verlangt das Bündnis eine ökologische und sozial gerechte Mobilitätswende, bei der statt einer Subventionierung von Kurzstreckenflügen der öffentliche Nah- und Fernverkehr am Boden attraktiver und erschwinglicher werden muss.

In einem Forderungspapier erwarten die Partner folgende Maßnahmen:

  • Kurzstreckenflüge müssen auf die Schiene verlagert werden
  • Weiterentwicklung der Luftverkehrsteuer
  • Verbesserung des Emmissionshandels
  • Einführung einer Kerosin- und Co2-Steuer zusammen mit Nachbarstaaten
  • Förderung von Alternativen zum herkömmlichen Flugzeug und Optimierung von Flugrouten und Flughöhen, sodass Bereiche in der Atomsphäre vermeiden werden, in denen die sogenannten Nicht-CO2-Emissionnen die größten Klimawirkungseffekte haben[1]
  • Aufhebung der Mehrwertsteuerbefreiung bei internationalen Flügen

Das komplette Forderungspapier finden Sie hier: Forderungspapier Züge statt Flüge und Klimapolitische Forderungen zum Flugverkehr

Das Bündnis besteht aus: ROBIN WOOD, attac, dem Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND), Stay Grounded, der Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF), Am Boden Bleiben, Bürger für die Reduzierung der Belastungen des Luftverkehrs in Hamburg und Schleswig-Holstein (BAW HH|SH),  Schöne Städte e.V.,  dem Forum Ökologie & Papier, sowie der Initiative gegen Fluglärm im Vordertaunus.

 


[1] In hohen Luftschichten stoßen die Flugzeuge auch Stickoxide, Ruß und Wasserdampf aus, der Kondensstreifen und Schleierwolken bildet. Diese sogenannten Nicht-CO2-Effekte heizen das Klima deutlich stärker auf als Kohlenstoffdioxid.

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