BUND Landesverband Niedersachsen

Naturschutz im Garten: Jetzt Nistkästen für heimische Vögel und Schlafmäuse bauen

25. Januar 2021 | Artenschutz, Gartenschläfer, Lebensräume, Mitmachen, Naturschutz in der Stadt

Wer in den Wintermonaten Vorbereitungen für den Frühling treffen möchte, sollte schon jetzt an die Kinderstuben der heimischen Tiere denken, empfiehlt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Nicht nur viele Vogelarten, sondern auch Schlafmäuse wie der gefährdete Gartenschläfer und der Siebenschläfer, sind auf geschützte Orte wie Nistkästen für ihren Nachwuchs angewiesen. „Alte Bäume mit Baumhöhlen oder dichte Hecken von Schlehen, Brombeeren oder Wildrosen bieten nicht nur Vögeln optimale Nistplatzmöglichkeiten“, erklärt Andrea Krug, Artenschutzexpertin beim BUND Niedersachsen. „Auch die nachtaktiven Schlafmausarten, zu dem der Gartenschläfer gehört, bauen ihre Nester darin. Doch wenn diese Bäume noch zu klein sind oder ein Anpflanzen nicht möglich ist, kann man jetzt Nistkästen selbst bauen oder kaufen.“

Je nach Vogelart gibt es verschiedene Nistkastenformen und Größen der Einfluglöcher. Der BUND empfiehlt, nicht nur den typischen Meisenkasten zu wählen, sondern auch speziellere Nisthilfen für andere Vogelarten – oder auch für den Gartenschläfer. Schlafmaus-Nistkästen unterscheiden sich sichtbar in der Bauart: Das Einstiegsloch befindet sich auf der Rückseite, die zum Baum gewandt ist. So können die kleinen Bewohner am Baumstamm entlang bis in die Kästen hineinklettern. Krug: „Nistkästen können eine gute Unterstützung für Arten wie den gefährdeten Gartenschläfer bedeuten. Und Gartenbesitzer*innen können damit einen kleinen Beitrag für den Schutz der Artenvielfalt leisten.“

Mit etwas handwerklichem Geschick lassen sich Nistkästen einfach selbst bauen. Dafür bietet der BUND verschiedene Bauanleitungen auf seiner Website. Alternativ können sie in Baumärkten oder dem BUNDladen erworben werden. Beim Anbringen der Nisthilfe und der weiteren Gartenarbeit empfiehlt der BUND bis auf den März zu warten, um überwinternde Tiere nicht zu stören. Die Kästen sollten dann vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt und nach Osten oder Südosten angebracht werden. Sie sollten außerdem möglichst sicher vor Katzen, Mardern und Eichhörnchen hängen. Je nach Art des Nistkastens sollten sie in mindestens zwei Metern Höhe angebracht werden.

 

Bauanleitungen finden Sie hier:
Vogelnistkasten: www.bund-rvso.de/nistkasten-meise-hoehlenbrueter.html
Schlafmauskasten: www.bund.net/gartenschlaefer/nistkasten

BUNDladen: www.bundladen.de/Tierwelt/Voegel/Nisthilfen

Mehr Informationen und Pressefotos:
Der BUND, die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung setzen sich gemeinsam in ihrem Projekt „Spurensuche Gartenschläfer“ für den Schutz dieser gefährdeten Tierart ein. Das Projekt wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Natur und nukleare Sicherheit.

www.gartenschlaefer.de und www.bund-niedersachsen.de/gartenschlaefer

www.bund.net/service/presse/pressebilder/aktionen/#c12092

Kontakt:
Andrea Krug, Projektleitung „Spurensuche Gartenschläfer“, BUND Landesverband Niedersachsen, andrea.krug(at)nds.bund.net

BUND-Pressestelle:
Dr. Tonja Mannstedt, Tel. (0511) 965 69 – 31, presse(at)nds.bund.net, www.bund-niedersachsen.de

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