BUND Landesverband Niedersachsen

Mehr Schutz für Gewässer

Niedersachsens Gewässer sind in einem schlechten Zustand. Für den Erhalt von Artenvielfalt und unserer Wasserressourcen kommt dem Schutz der Gewässer eine zentrale Rolle zu. Politik, Naturschutz und Landwirtschaft haben jetzt vereinbart, die Belastungen von Flüssen und Seen durch Pestizide deutlich zu verringern.

Durch die Ausweitung der Gewässerrandstreifen sollen Gewässer in Niedersachsen zukünftig besser vor Einträgen aus Pflanzenschutz- und Düngemitteln geschützt werden. Gewässer 1. Ordnung sollen durch einen 10 Meter breiten Gewässerrandstreifen, Gewässer 2. Ordnung durch einen 5 Meter breiten und Gewässerrandstreifen 3. Ordnung durch einen 3 Meter bereiten Randstreifen geschützt werden. In den Randstreifen wird die Ausbringung von Pflanzenschutz- und Düngemitteln gesetzlich untersagt.

Ausgenommen von den Regelungen sind Gewässer, die regelmäßig weniger als 6 Monate Wasser führen, und Flächen, auf denen aus agrarstrukturellen Gründen Gewässerrandstreifen von 5 Metern oder 3 Metern unzumutbar wären. Eine Gebietskulisse, in denen diese Ausnahmeregelungen in Frage kommen, wird durch das Land binnen eines Jahres erarbeitet.

Ausgleich für Naturschutz am Wasser

Flächenbewirtschafter*innen, die durch diese gesetzlichen Regelungen wirtschaftliche Nachteile erleiden, sollen hierfür einen Ausgleich erhalten. Zusätzlich sollen Fördermaßnahmen für Landwirte installiert werden, die über die gesetzliche Regelung hinausgehende Maßnahmen umsetzen und z.B. begrünte Seitenstreifen herstellen.

Das Monitoring und die Überprüfung der Maßnahmen sollen durch den Gewässerkundlichen Landesdienst, die Landwirtschaftskammer und den NLWKN sichergestellt werden.

 

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