BUND Landesverband Niedersachsen

Mehr Schutz fürs Grünland

Einer der Gründe für das Insektensterben ist der Verlust von Nahrung und Lebensräumen. Durch die Vereinbarung sollen Lebensräume wie artenreiches Grünland und Streuobstwiesen unter Schutz gestellt werden. Pflanzenschutzmittel auf Dauergrünland und Totalherbizide werden in Naturschutzgebieten verboten.

In das Niedersächsische Ausführungsgesetz zum Bundesnaturschutzgesetz (NAGBNatSchG) sollen im Herbst 2020 als weitere gesetzlich geschützte Biotoptypen das arten- und strukturreiche Dauergrünland (sonstiges Artenreiches Feucht- und Nassgrünland sowie mesophiles Grünland, Biotoptypen 9.1.1 bis 9.1.5) und Streuobstwiesen und -weiden (ab 2.500 m² Fläche mit hochstämmigen Obstbäumen ab 1,60 m Stammhöhe) aufgenommen werden.

Auf Grünlandstandorten, die erosionsgefährdet sind, Flächen in Überschwemmungsgebieten, Standorten mit hohem Grundwasserstand und Moorstandorten soll zukünftig ein bußgeldbewehrtes Grünlandumbruchverbot gelten. Nur in begründeten Ausnahmefällen – in Einklang mit den Belangen von Naturschutz und Landschaftspflege und mit behördlicher Genehmigung – sind in Zukunft Grünlanderneuerung und flache bodenlockernde Verfahren bis 10 cm Tiefe zulässig.

Weidehaltung und Ganzjahresbeweidung, der Erhalt und die Entwicklung von Biotopen mit extensiver Nutzung wie Trockenrasen, Feucht- und Nasswiesen sollen mit zukünftigen Agrarumweltmaßnahmen gefördert werden.

 

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