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BUND Landesverband Niedersachsen

Leuchtturmgärten

In der Anfangsphase des Projekts ermitteln Experten zunächst die vorkommenden Tier- und Pflanzenarten in den vier ausgewählten Leuchtturmgärten Kloster Amelungsborn, Kloster Mariensee, Kloster Wülfinghausen und Breidings Garten und bestimmen dort die alten Obstsorten.

Anhand der Ergebnisse dieser Erhebungen werden auf die jeweiligen Gärten individuell abgestimmte Pflegemaßnahmen erarbeitet und mit den Beteiligten vor Ort umgesetzt. Auf Wunsch können ursprüngliche Strukturen und Bepflanzungen der Gärten in den Archiven recherchiert werden, um den kulturhistorischen Bezug wiederherzustellen.

Die in den Leuchtturmgärten gesammelten Erfahrungen wollen wir im Anschluss auf weitere kulturhistorische Gärten in Niedersachsen übertragen. 

Breidings Garten

Breidings Garten. Foto: Hermann Carstens Breidings Garten. Foto: Hermann Carstens

Im Jahr 1850 wurde ein ca. 11 ha großes mooriges Gelände von der Unternehmerfamilie Röders in eine Parkanlage umgewandelt. Um die Jahrhundertwende wurden auch eine Gärtnerei mit Gewächshäusern und einer Baumschule aufgebaut. Daraus entstand die heute noch existierende Streuobstwiese mit einer Größe von1 ha.

1993 wurden das darauf stehende Gebäude und der Garten als Denkmal erfasst. 2005 wurde die große Gartenanlage in die Stiftung Breidings Garten überführt und zwei Jahre später der Förderverein Breidings Garten e.V. gegründet. Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, sich um den Erhalt und den Naturschutz in dem denkmalgeschützten Landschaftspark zu kümmern. Die vorhandene Obstwiese wird von den Mitgliedern gepflegt, die Sorten sind allerdings weitestgehend unbekannt.

In den Jahren 2011-2013 und 2016 hat der Verein Breidings Garten e.V. bei der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung Förderungen beantragt und erhalten. 2011 wurde mit der Unterstützung von mehreren Mittelgebern der Garten in den Zustand zurückgesetzt, den er zur Zeit der Wende zum 20. Jahrhundert hatte.

www.breidings-garten.de  

Kloster Amelungsborn

Kloster Amelung. Foto: Ulrich Marx Kloster Amelung. Foto: Ulrich Marx

Das erste Zisterzienserkloster Niedersachsens wurde im Jahr 1135 von Graf Siegfried IV. von Boyneburg gegründet. Heute bildet es eine geistliche Körperschaft in der Landeskirche und ist geprägt durch die Lutherische Reform.

Der Amelungsborner Klostergarten wurde nach Quellen des 9.-16. Jahrhunderts neu gestaltet. In zwölf Hochbeeten wurde die historische Bepflanzung wiederhergestellt. Hauptaugenmerk liegt hier auf Heilkräutern, aber Obst und Gemüse sind ebenfalls vertreten. Die Anlage des mittelalterlichen Klostergartens wurde u.a. gefördert von der Niedersächsischen Lottostiftung.

Es existiert eine Streuobstwiese mit einem sehr alten Baumbestand, der überwiegend von Kirschbäumen geprägt ist. In dieser Gegend sind Kirschbäume sehr typisch; die Sorten sind bisher noch nicht alle bestimmt worden.

www.kloster-amelungsborn.de  

Kloster Mariensee

Kloster Mariensee. Foto: BUND Kloster Mariensee. Foto: Sabine Washof / BUND

Das Kloster Mariensee wurde im Jahr 1207 als Zisterzienserinnen-Kloster von Graf Bernhard II. von Wölpe in Mariensee, einem Ortsteil von Neustadt am Rübenberge bei Hannover, gegründet. Heute lebt ein evangelischer Frauenkonvent im Kloster Mariensee.

Kloster Mariensee gehört zu den fünf Calenberger Klöstern und ist Teil des Allgemeinen Hannoverschen Klosterfonds; einer Stiftung, die von der Klosterkammer Hannover verwaltet wird.

Das ursprüngliche Konventgebäude des Klosters wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Dort steht nun eine 1729 errichtete vierflügelige Anlage; der heutige Garten entspricht im Aufbau der Neuanlage aus dem 18. Jahrhundert.

Neben Zier- und Kräutergarten gibt es eine Streuobstwiese und einen Nutzgarten, den sogenannten Eichgarten, in welchem Obst und Gemüse für den Eigenbedarf kultiviert werden, was vor allem während des Zweiten Weltkrieges der Selbstversorgung der Bewohner und ca. 200 Flüchtlingen diente. Der Garten ist zu den Terminen der „Offenen Pforte“ in der Region Hannover für Besucher geöffnet.

www.kloster-mariensee.de  

Kloster Wülfinghausen

Kloster Wülfinghausen - Staudengarten. Foto: picsNdocs Kloster Wülfinghausen - Staudengarten. Foto: picsNdocs

Das Kloster Wülfinghausen wurde im Jahr 1236 als Augustinerinnenkloster gegründet und seit 1593 als evangelisches Damenstift weitergeführt. 1994 bringen Schwestern evangelisches Ordensleben ins Kloster. 2013 wurde die „Communität Kloster Wülfinghausen“ neu gegründet und ein eigenes Noviziat eröffnet.

Das Kloster Wülfinghausen gehört zum Allgemeinen Hannoverschen Klosterfonds, der von der Klosterkammer Hannover verwaltet wird. Die Klosterkammer unterhält die Klosteranlage und macht die Arbeit des Hauses der Stille dank ihrer finanziellen Unterstützung möglich.

Der Klostergarten ist ein sehr wichtiger Bestandteil für die Communität und für die Kursarbeit im Kloster Wülfinghausen. Er umfasst einen Ziergarten mit einem großen Obstbaumbestand. Durch das Kloster und den angrenzenden Garten werden Führungen angeboten.

www.kloster-wuelfinghausen.de  

Kloster Wülfinghausen - Bei der Gartenarbeit. Foto: Kloster Wülfinghausen Kloster Wülfinghausen - Bei der Gartenarbeit. Foto: Kloster Wülfinghausen

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