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PFAS in Trinkwasserressourcen: BUND nimmt Wasserprobe in Goslar

Gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Dunja Kreiser hat der BUND Niedersachsen heute in Goslar eine Trinkwasserprobe genommen. Diese wird auf PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) untersucht – Chemikalien, die extrem langlebig sind und bereits weltweit im Trinkwasser nachgewiesen wurden. Mit der Aktion macht der BUND auf die Dringlichkeit strenger Regeln für diese Stoffe aufmerksam. Die Probeentnahme erfolgte im Wahlkreisbüro der SPD-Politikerin.

Susanne Gerstner, Vorsitzende des BUND Niedersachsen, betont: „Trinkwasser ist unsere wichtigste Lebensgrundlage – in vielen Teilen der Welt und auch in Deutschland ist das Grundwasser jedoch bereits durch PFAS belastet. Diese Chemikalien bauen sich nicht ab, sie reichern sich immer weiter im Wasserkreislauf an – mit unkalkulierbaren Folgen für unsere Gesundheit und die Umwelt. Deshalb brauchen wir umgehend einen geordneten Ausstieg aus der Produktion und der Verwendung von PFAS in der EU. Zugleich muss das Verursacherprinzip gelten: Die Industrie muss für die Wiederaufbereitung des Wassers aufkommen, nicht die Verbraucherinnen und Verbraucher.“

PFAS finden sich in zahlreichen Alltagsprodukten – von Outdoor-Kleidung über Kosmetik bis hin zu Löschschäumen. Weil sie wasserlöslich und extrem stabil sind, gelangen sie leicht in den Wasserkreislauf und bleiben dort praktisch für immer. Schon 2023 wies der BUND in neun von zehn Leitungswasserproben PFAS nach. Besonders besorgniserregend ist die Chemikalie Trifluoressigsäure (TFA), die als fortpflanzungsschädigend, potenziell krebserregend und besonders mobil gilt. Je länger die Produktion solcher Substanzen andauert, desto mehr von ihnen sammeln sich in unserem Trinkwasser und desto problematischer und teurer wird die Reinigung des Wassers.

Mit der heutigen Probenentnahme endet die Reihe der Aktionen in Niedersachsen, die Teil der bundesweiten BUND-Testaktionen war. Bundesweit wurden rund 50 Wasserproben gemeinsam mit Politikerinnen und Politikern genommen. Die Ergebnisse werden Anfang November in Form einer PFAS-Karte für Deutschland vorgestellt. Damit macht der BUND deutlich, wie groß die Belastung unserer Trinkwasserressourcen bereits ist – und unterstreicht sein Ziel: Eine umfassende Regulierung von PFAS, damit sauberes Trinkwasser für alle dauerhaft gesichert wird.

Weitere Informationen:

BUND-Pressestelle:
Lara-Marie Krauße, Tel. (0511) 965 69 - 32 oder Mobil (01515) - 33 111 88, presse@nds.bund.net, www.bund-niedersachsen.de