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Liebe Freund*innen der Erde,

im Januar liegt der Fokus traditionell auf dem Thema Landwirtschaft: Passend zur Grünen Woche und der Wir haben es satt-Demo in Berlin hat der BUND den Fleischatlas 2021 und über das Agrarbündnis den Kritischen Agrarberichts 2021 vorgestellt. Beide Publikationen bieten praktische und politische Lösungen für die notwendige Transformation hin zu einer fairen, umwelt- und klimafreundlichen Landwirtschaft. Für Niedersachsen als Agrarland Nr. 1 haben diese Ansätze eine besondere Bedeutung.

Auch in der Landespolitik wird derzeit intensiv über die Zukunft der Landwirtschaft debattiert: über einen Gesellschaftsvertrag, eine stärkere Regionalisierung der Fleischvermarktung, eine bessere Förderung dezentraler und mobiler Schlachtstätten und die Zuständigkeit für Antibiotika-Kontrollen in der Tierhaltung. Eine Verlagerung der Kontrollen des Antibiotika-Einsatzes von der Landes- auf die kommunale Ebene sieht der BUND kritisch: Da heutzutage die Warenströme von Antibiotika über die Praxen in die Großbetriebe Landkreisgrenzen überschreiten, ist eine übergeordnete Kontrolle sinnvoll. Bei einer Kommunalisierung wird zudem Unabhängigkeit eingebüßt, die jedoch in diesem Bereich unerlässlich ist.

Viele Grüße vom BUND Niedersachsen
Dr. Tonja Mannstedt

 
Mensch mach leise

Schiffe, Militär und Ölförderung machen Nord- und Ostsee immer lauter und unerträglicher für ihre Bewohner*innen. Eine menschengemachte Katastrophe, die sich unbemerkt unter der Wasseroberfläche abspielt! 2021 hat Deutschland das politische Mandat, eine Schlüsselrolle für den Meeresschutz zu übernehmen. Eine einmalige Chance! Der BUND fordert die Bundesregierung zu konkreten Maßnahmen auf, um den Unterwasserlärm deutlich zu reduzieren. Ruhe rettet Meeresleben! Bitte unterschreiben auch Sie unseren Online-Appell!

Liquefied Natural Gas (LNG) - Transport per Frachter
Kein LNG in Stade!

Das bei Stade an der Elbe geplante Terminal für Flüssigerdgas (LNG) ist aus Umwelt- und Sicherheitsgründen nicht genehmigungsfähig. Dies geht aus einem Rechtsgutachten hervor, das die Deutsche Umwelthilfe am 14. Januar zusammen mit dem BUND Niedersachsen vorgestellt hat. Mit der geplanten jährlichen Menge von 12 Milliarden Kubikmetern Flüssiggas wäre ein CO2-Ausstoß von rund 21 Millionen Tonnen verbunden. Die negativen Auswirkungen auf Klima und Umwelt blieben bisher unberücksichtigt. Zudem ginge von den riesigen Flüssiggas-Tankern eine Gefahr für den Schiffsverkehr aus. Mehr…

Blick vom Weser Skywalk, Beverungen. Foto UIH Ingenieur- und Planungsbüro / Schackers
Weservertiefung Nr.2

Am 21. Januar hat die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt des Bundesverkehrsministeriums angekündigt, den Planfeststellungsbeschluss für die Weservertiefung endgültig aufzuheben und das Vorhaben auf Basis des umstrittenen Beschleunigungsgesetzes neu aufzuziehen. Angesichts der Gefahr erhöhter Wasserstände und häufigerer Sturmfluten durch den Klimawandel werden die zu erwartenden Schäden am Flussökosystem der Weser durch die Vertiefung nicht kleiner. Das neue Bundesgesetz hebelt eine gerichtliche Überprüfung von Großprojekten aus und widerspricht laut BUND den europäischen Standards für Beteiligungsrechte.

Entlang der Ems. Foto: Jarek Godlewski
Zur Zukunft der Ems

Drei Jahre hat der BUND zusammen mit WWF und Nabu die Renaturierung der Ems im Projekt „Zukunftsperspektive Tideems“ vorangetrieben. Jetzt ziehen wir Bilanz: Wo steht die Ems, 5 Jahre nachdem der „Masterplan Ems 2050“ in Kraft getreten ist? In einem digitalen Workshop berichten Experten über die Umsetzung technischer Lösungen wie eine flexible Tidesteuerung und Tidepolder sowie über Wiesenvogelschutz und Ehrenamtsarbeit. Mit Verantwortlichen des Masterplans diskutieren die Umweltverbände, wie ökologische und ökonomische Interessen in Einklang gebracht werden können. Der Workshop findet am 10. Februar von 15.30 – 18.30 Uhr statt. Sie können sich bis zum 31. Januar hier anmelden.

Wir haben es satt!

Die Demo für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft fiel in diesem Jahr etwas anders aus als in den Vorjahren: Dennoch beteiligten sich über 10.000 Menschen an der Fußabdruck-Aktion „Agrarwende lostreten!“, zu der das Bündnis im Vorfeld aufgerufen hatte. Auch der BUND Niedersachsen sammelte fleißig Abdrücke mit kreativen Botschaften und schickte sie nach Berlin, wo sie am 16. Januar Teil des bunten Meeres aus Fußdrücken wurden. Mehr...

Zukunftsfuttern

Um gemeinsam über eine zukunftsfähige Landwirtschaft zu diskutieren, lädt die BUNDjugend Hildesheim heute ab 19 Uhr zu einem Diskurs mit der Landwirtschaft ein. Eingeladen sind neben Landwirt*innen auch Vertreter*innen der Landwirtschaftskammer und der Landjugend. Ziel ist der Austausch von Erfahrungen sowie Gespräche über Herausforderungen und Ziele aus verschiedenen Perspektiven. Die Veranstaltung wird live vom Kultur Stream übertragen. Mehr...

Neues Programm für Insekten

Das Land Niedersachsen hat Anfang des Jahres das „Aktionsprogramm Insektenvielfalt Niedersachsen“ veröffentlicht. Es listet über 100 Maßnahmen und zahlreiche Förderprogramme zum Schutz von Insekten auf. Die Publikation richtet sich vorrangig an Landesbehörden, Kommunen und Verwaltungen, stellt aber auch für Privatpersonen und Unternehmen eine informative Lektüre dar. Zum Download.

Gartenschäfer. Foto: Torsten Pröhl / www.fokus-natur.de
Ökotipp: Jetzt Nisthilfen bauen!

Nicht nur viele Vogelarten, sondern auch Schlafmäuse wie der gefährdete Gartenschläfer und der Siebenschläfer sind auf geschützte Orte zur Aufzucht des Nachwuchses angewiesen. Wenn die Bäume in Ihrem Garten noch zu klein sind oder fehlen, können Sie jetzt Nistkästen kaufen oder selbst bauen. Je nach Vogelart gibt es verschiedene Formen und Größen der Einfluglöcher. Wählen Sie nicht nur den typischen Meisenkasten, sondern auch speziellere Nisthilfen für andere Vogelarten – oder auch für den Gartenschläfer. Schlafmaus-Nistkästen unterscheiden sich sichtbar in der Bauart: Das Einstiegsloch befindet sich auf der Rückseite, die zum Baum gewandt ist.

Wer Nistkästen bauen möchte, findet hier Bauanleitungen für Vögel und Schlafmäuse. Mit dem Anbringen der Nisthilfe und der Gartenarbeit am besten bis März warten, um überwinternde Tiere nicht zu stören.

Termine

Unter Einhaltung der vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsregeln bietet der BUND vereinzelt wieder Veranstaltungen in Niedersachsen an. Wir freuen uns auf Sie!

Weitere Termine finden Sie hier.

 

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