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Liebe Freund*innen der Erde,

der Bund will nun doch den geplanten Ausbau der Autobahnen A20 und A39 finanzieren – wie, das ist unklar. Aus Fraktionskreisen heißt es, Ausgaben im Haushalt 2026 könnten umgeschichtet oder private Investoren am Bau beteiligt werden. Der BUND Niedersachsen kritisiert dieses Vorhaben stark: Es ist fatal für die Mobilität in unserem Land, jetzt Mittel von der Sanierung von Brücken, Schienen und Straßen umzuschichten. Mittel aus dem Sondervermögen dürfen nicht für den Bau neuer Autobahnen eingesetzt werden. Auch privat finanzierte Projekte könnten die Steuerzahlenden durch garantierte Einnahmen für die Investoren teuer zu stehen kommen. Nicht zu schweigen von den katastrophalen Auswirken auf Klima, Natur und Umwelt!

Der BUND Niedersachsen lehnt den Neubau der A39 und der A20 vehement ab. Derzeit laufen zwei Klageverfahren des BUND Niedersachsen gegen die A39. Auch gegen die A20 werden wir von unserem Klagerecht bei weiteren Abschnitten und Rechtsverstößen gegen Umweltrecht Gebrauch machen. Denn klar ist: Während Milliarden in umwelt- und klimaschädliche Autobahnprojekte fließen, mangelt es an Geld für eine zukunftsfähige, nachhaltige Mobilität. Die Sanierung des öffentlichen Nahverkehrs und des Radwegenetzes muss deshalb Priorität haben. Gerade der Radverkehr spielt hier eine entscheidende Rolle – nicht nur in den Städten, sondern auch in den ländlichen Regionen Niedersachsens.

Am 10. September hat der Landtag über die Stärkung des Radverkehrs beraten. BUND und ADFC begrüßen das Ziel von SPD und Grünen, den Radanteil bis 2030 auf 25 % zu erhöhen – kritisieren jedoch fehlende Mittel und Planungskapazitäten. Sie fordern mehr Personal, externe Planungsaufträge sowie eine bessere Instandhaltung der Radwege. Scharf wenden sich die Verbände gegen den CDU-Änderungsantrag, der Umwelt- und Naturschutz schwächen würde. Eine Evaluation des Fahrradmobilitätskonzepts sowie das Schließen von Lücken im Radwegenetz sind aus Sicht von BUND und ADFC zentrale Voraussetzungen für das „Fahrradland Niedersachsen Nr. 1“. Lesen Sie hier mehr.

Viele Grüße vom BUND Niedersachsen
Lara-Marie Krauße

 

Inhalt

  • Klimaschutz: Protestaktion - Kein CO2-Drehkreuz für Niedersachsen! | Klimaschutz wirksam und sozial gerecht gestalten
  • Artenschutz: Streuobst-Kompensationstagung 2025 
  • Naturschutz: Niedersächsischer Weg - 5. Jahresbericht
  • Landwirtschaft/Ernährung: Abschluss-Fachtagung "Weltbaustelle Ernährung" | Regionale Landwirtschaft statt Sojaimporte 
  • BUNDjugend: Anti-Diskriminierung & Awareness
  • Einrichtungen: Naturschutztage an der Elbe
  • Artenschutz: Streuobstwiesen - Wiesen voller Leben 
  • Termine
  • Pressemitteilungen
 
Protestaktion: Kein CO2-Drehkreuz für Niedersachsen!

Mit einer Protestaktion vor dem Landtag hat der BUND Niedersachsen ein klares Zeichen gegen die geplante Novelle des CCS-Gesetzes gesetzt. Am 26. September beriet der Bundesrat erstmals über den Entwurf. Dieser sieht vor, das Verpressen von CO₂ in der Erde für die breite Industrie zu erlauben – Niedersachsen könnte zum Drehkreuz für Industrieabgase werden. Der BUND warnt vor falschen Anreizen und einer Kehrtwende in der Klimapolitik. Der Verband kritisiert zudem die unkalkulierbaren Risiken für Klima, Natur und Gesundheit – und fordert stattdessen Investitionen in Energieeffizienz, Erneuerbare, grünen Wasserstoff sowie den Schutz von Mooren und Wäldern. Auf Social-Media hat der BUND Niedersachsen eine CCS-Kampagne gestartet. Die CCS-Mitmach-Seite bietet zudem zahlreiche Möglichkeiten sich gegen CCS zu engagieren. Weitere Infos 

Klimaschutz wirksam und sozial gerecht gestalten

Wie gestalten wir wirksamen Klimaschutz in Niedersachsen sozial gerecht? – Darüber diskutierte der BUND beim Umwelttalk 2025 im Pavillon Hannover mit Vertreter*innen aus Politik, Sozialverbänden und Wissenschaft. Knapp 80 Gäste verfolgten die Debatte aufmerksam. Im Mittelpunkt standen wirksame und sozial gerechte Maßnahmen in der Wärme- und Mobilitätswende, mehr Tempo beim Ausbau der Erneuerbaren sowie natürlicher Klimaschutz. Einen Mitschnitt und Bilder der Veranstaltung finden Sie hier.

Kompensationstagung 2025

Der BUND Niedersachsen und die BaumLand-Kampagne laden am 6. und 7. November 2025 zur Kompensationstagung 2025 ein – vor Ort in Hannover und online. Streuobstwiesen gelten als gelungene Kompensationsmaßnahme für Eingriffe in Natur und Landschaft, wie beispielsweise beim Bau neuer Straßen oder Gebäuden. Unter dem Motto „Mit Kompensationsmaßnahmen Obstbäume erblühen lassen!“ erwartet die Teilnehmenden ein vielseitiges Programm mit Fachvorträgen, Diskussionen, Praxisbeispielen und einer Exkursion zu einer gelungenen Ausgleichsfläche in der Region Hannover. Ziel ist es, gemeinsam Leitlinien für werteorientierte, naturschutzfachlich wirksame und zukunftsfähige Maßnahmen zu entwickeln.

Niedersächsischer Weg: 5. Jahresbericht

Seit fünf Jahren arbeiten Umwelt- und Landwirtschaftsverbände sowie die Landesregierung im bundesweit einmaligen „Niedersächsischen Weg“ zusammen. Der aktuelle Jahresbericht: 2024 wurden weitere Etappenziele erreicht – u.a. die Veröffentlichung neuer Roter Listen, Leitfäden zum Insektenschutz und praxistaugliche Hilfen zur Stärkung des Biotopverbunds. Dennoch sieht der BUND Niedersachsen weiterhin erheblichen Handlungsbedarf und fordert, die gemeinsamen Ziele konsequent und deutlich schneller umzusetzen. Weitere Infos finden Sie hier

Abschluss-Fachtagung „Weltbaustelle Ernährung“

Am 19. November 2025 laden BUND Niedersachsen und der VEN zur Abschluss-Fachtagung ihres gemeinsamen Projekts „Weltbaustelle Ernährung“ in die niedersächsische Landwirtschaftskammer nach Hannover ein. Unter dem Titel „Vom Alltagsbraten zur Ackerbohne?“ diskutieren Gäste aus Politik, Wissenschaft und Praxis, wie eine zukunftsfähige Ernährung in Niedersachsen aussehen kann – und welche Chancen pflanzliche Eiweißquellen dabei bieten. Vorträge, Workshops und eine Podiumsdiskussion verbinden globale Verantwortung mit lokalen Lösungen. Programm und Anmeldung

Regionale Landwirtschaft statt Sojaimporte

Am Freitag, 10. Oktober 2025 lädt der BUND Wesermarsch zu einer Hafenrundfahrt in Brake ein. Ziel ist es, mit Blick auf die Weltklimakonferenz, die Hintergründe der industriellen Landwirtschaft, der Sojaimporte und der geplanten Weservertiefung direkt vor Ort zu beleuchten. Auf dem Boot berichten Expert*innen des BUND über Folgen für Klima, Tierwohl und Gewässerökologie – und über Wege zu einer regionalen, klimafreundlichen Landwirtschaft. Die Teilnahme an der Hafenrundfahrt ist für BUND-Mitglieder und die Presse möglich. Das bunte Rahmenprogramm an der Braker Kaje ist offen für alle. Weitere Infos und Anmeldung

Anti-Diskriminierung & Awareness

Die BUNDjugend Niedersachsen lädt vom 31. Oktober bis 2. November 2025 zu einem Workshop-Wochenende in Hannover ein. Unter dem Motto „Anti-Diskriminierung und Awareness“ geht es um das Schaffen sicherer Räume und die Stärkung junger Menschen – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Hautfarbe oder anderen Merkmalen. Der Workshop ist kostenlos. Fahrt- sowie Übernachtungskosten können übernommen werden. Weitere Infos zu den Inhalten des Workshops und zur Anmeldung gibt es hier.

Naturschutztage an der Elbe

Am Fr, 24. und Sa, 25.10.2025 finden in Lenzen die „Naturschutztage an der Elbe“ statt. Das Thema lautet „Landwirtschaft & Wassermanagement im Klimawandel: Wege zu resilienten Landschaften“. Gemeinsam mit Fachleuten aus Wissenschaft, Politik und Verbänden geht es um die Frage, wie wir das Wasser von morgen organisieren und Landschaften widerstandsfähiger machen können. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen! Weitere Infos und Anmeldung (bis zum 6. Oktober)

Streuobstwiesen – Wiesen voller Leben

Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Biotopen ganz Mitteleuropas. Sie bieten beste Voraussetzungen für eine hohe Artenvielfalt. Mehr als 5.000 Tier- und Pflanzenarten leben auf einer Streuobstwiese. Der BUND Niedersachsen setzt sich daher seit Jahren für den Schutz und die Pflege dieses wertvollen Lebensraumes ein. Bitte unterstützen Sie uns dabei mit einer Spende!

Termine

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