BUND Landesverband Niedersachsen

Entscheidung zur A 20 in Leipzig

Am 31. Mai fand in Leipzig die Gerichtsverhandlung zur BUND-Klage gegen den ersten Bauabschnitt der Autobahn A 20 in Niedersachsen statt. Wir haben die Verhandlung mit Protestaktionen begleitet und eine sofortige Verkehrswende gefordert.

Am 31. Mai 2022 hat das Bundesverwaltungsgericht darüber verhandelt, ob der erste Bauabschnitt der Küstenautobahn – auch angesichts des bahnbrechenden Urteils zum deutschen Klimaschutzgesetz im April 2021 – rechtswidrig ist. Eine erste Bewertung der Verhandlung können Sie hier nachlesen. Das Urteil soll am 7. Juli verkündet werden.

Der BUND Niedersachsen hatte im Jahr 2018 mit Unterstützung vom Bündnis der A20-Gegner gegen den Planfeststellungsbeschluss geklagt. Die A20 ist Symbol einer verkehrten Verkehrspolitik. Die geplante Autobahn zwischen Westerstede und Weede in Schleswig-Holstein ist das klima- und umweltschädlichste Projekt des gesamten Bundesverkehrswegeplans.

Gemeinsam mit vielen anderen Organisationen aus ganz Deutschland haben wir anlässlich der Gerichtsverhandlung zur A 20 mit verschiedenen Protestaktionen in Leipzig ein Zeichen gesetzt: Wir forderten eine grundlegende Mobilitätswende, die nötig ist, um das 1,5-Grad-Ziel nicht zu überschreiten. Hier sehen Sie Eindrücke unserer Protestaktionen.

Demo gegen die A 20

Am 29. Mai fand eine Demo mit 600 Teilnehmenden in Leipzig statt. Damit brachten zahlreiche Umweltorganisationen den jahrelangen Protest mit nach Leipzig und machten vor dem Bundesverwaltungsgericht deutlich, dass inmitten der eskalierenden Klimakrise keine neuen Autobahnen mehr gebaut werden dürfen. Der Demozug ging vom Hauptbahnhof zum Gerichtsgebäude. Dort fand eine Kundgebung statt.

Proteste am Verhandlungstag

Anlässlich der Gerichtsverhandlung zur A 20 im Bundesverwaltungsgericht haben wir am 31. Tag ein sichtbares Zeichen gegen den Bau von neuen Autobahnen, für eine Verkehrswende und für Klimaschutz gesetzt. Mit Banner, Fahnen, Erdkugel und BUND-Aktiven haben wir vor dem Gericht unsere Forderungen deutlich gemacht. Hunderte von Bannern und Plakaten wurden vor dem Gericht ausgelegt. Damit zeigten Menschen aus ganz Deutschland, dass sie unseren Protest unterstützen. Vielen Dank für alle kreativen Zusendungen und Ihre Unterstützung!

Bündnispartner und Unterstützer:

Der Protest wurde von zahlreichen Umweltverbänden unterstützt:

  • BUND Niedersachsen
  • BUND Deutschland
  • A20-nie
  • Fridays for Future Deutschland
  • Moor bleibt Moor
  • Nabu Deutschland
  • Wald statt Asphalt
  • Ende Gelände
  • Extinction Rebellion
  • Greenpeace Leipzig
  • sowie zahlreichen weiteren regionalen Bündnissen

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