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Liebe Freund*innen der Erde,

die Bundesregierung will Carbon Capture and Storage (CCS) im Schnellverfahren zulassen – auf Kosten von Umweltstandards, Beteiligungsrechten und echtem Klimaschutz. CCS klingt nach einer einfachen Lösung: Abgase einfangen und tief im Boden oder unter dem Meer verpressen. Doch die Realität sieht anders aus. Die Technik ist extrem teuer, risikoreich, enorm energieintensiv und hinterlässt erhebliche Restemissionen. Vor allem aber verschafft sie der fossilen Industrie einen Freifahrtschein, weiterzumachen wie bisher. Milliarden, die dringend in erneuerbare Energien, Energiesparen und den Schutz unserer natürlichen Kohlenstoffsenken investiert werden müssten, würden in diese riskante Scheinlösungen fließen.

Als BUND Niedersachsen stellen wir uns entschieden gegen diesen Kurs. In einer aktuellen Pressemitteilung haben wir den Kabinettsbeschluss, der vorsieht CCS für die breite Industrie zuzulassen, scharf kritisiert. Auf unserer neuen Mitmach-Seite informieren wir über CCS, stellen Argumentationshilfen bereit und zeigen verschiedene Möglichkeiten auf, selbst aktiv zu werden - etwa mit Schreiben an Bundestagsabgeordnete oder der Resolution für CCS-freie Gemeinde. Weitere Aktionen, online und vor Ort, sind in Planung. Die Seite wird regelmäßig aktualisiert.

Spannende Hintergrundinfos bietet zudem der Podcast "Verpressen oder vermeiden - was tun wir mit dem CO2" vom niedersächsischen Politikjournal Rundblick, mit Susanne Gerstner (BUND Niedersachsen) und Ludwig Möhring (BVEG). Ein begleitender Artikel "Vermeiden oder verpressen? - BUND und BVEG streiten um den richtigen Umgang mit CO2" fasst den Podcast zusammen.

Wir freuen uns über alle, die sich einbringen wollen und uns in unserem Engagement gegen CCS unterstützen. Denn klar ist: Klimaschutz heißt Emissionen vermeiden – nicht verpressen!

Viele Grüße vom BUND Niedersachsen
Lara-Marie Krauße

 

Inhalt

  • Klimawandel: BUND-Umwelttalk "Klimaschutz in Niedersachsen – Jetzt die Weichen richtig stellen!"
  • Artenschutz: Neue Rote Listen: Artensterben stoppen! | Fast 100 Laufende beim Wildkatzenlauf
  • Energiewende: Gasbohrungen vor Borkum - Klagen gehen weiter
  • Naturschutz: Gipskarst
  • Kreis-/Ortsgruppen: Mit dem Fahrrad gegen den Asphalt
  • BUNDjugend: Moor-Wochenende im Landkreis Harburg
  • Einrichtungen: Fledermausstation Hannover
  • Klimaschutz: Wir können etwas bewegen
  • Termine
  • Pressemitteilungen
 
BUND-Umwelttalk: Klimaschutz in Niedersachsen – Jetzt die Weichen richtig stellen!

Am 4. September 2025 von 18:30–20:30 Uhr lädt der BUND Niedersachsen zum Umwelttalk 2025 in den Pavillon in Hannover ein. Wir sprechen mit Umweltminister Christian Meyer und weiteren Vertreter*innen aus Politik und Sozialverbänden über geplante Klimaschutzmaßnahmen auf Landes- und Bundesebene. Wir diskutieren über mögliche Scheinlösungen und über die Auswirkungen der aktuellen Klimapolitik auf die Bürger*innen in Niedersachsen. Dr. Frank Kaspar (DWD) gibt einen einleitenden Impuls zu den globalen und lokalen Folgen der Klimakrise. Abschließend freuen wir uns über Fragen aus dem Publikum. Melden Sie sich jetzt noch an – oder kommen Sie spontan vorbei! Wir freuen uns auf Sie.

Bechsteinfledermaus verläßt ihre Höhle
Neue Rote Listen: Artensterben stoppen!

Am 7. August wurden die neuen Roten Listen für Niedersachsen veröffentlicht – sie zeichnen ein alarmierendes Bild: Mehr als ein Drittel der Säugetiere und rund ein Viertel der Heuschreckenarten in Niedersachsen sind bedroht. Besonders dramatisch ist die Situation der Fledermäuse – 15 von 20 Arten gehen stark zurück. Der BUND Niedersachsen fordert daher wirksame Maßnahmen für den Artenschutz: weniger Flächenverbrauch, eine konsequente Umsetzung des Niedersächsischen Wegs, den Ausbau des Biotopverbunds und eine schnelle Umsetzung der angekündigten Artenschutzoffensive. Denn die Roten Listen zeigen auch: Schutzmaßnahmen wirken – wie etwa die Rückkehr des Luchses zeigt. Weitere Infos.

Fast 100 Laufende beim Wildkatzenlauf

Der BUND-Wildkatzenlauf in der Lüneburger Heide war ein toller Erfolg – fast 100 große und kleine Läufer*innen nahmen an dem Lauf in Schneverdingen-Heber teil und setzen damit ein starkes Zeichen für den Schutz der Wildkatze. Für jede Teilnahme wird der BUND im kommenden Herbst oder Frühjahr einen Strauch oder einen Baum pflanzen, um die Lebensräume der Wildkatze zu verbessern. Ein buntes Rahmenprogramm – gestaltet u. a. von der BUNDjugend – machte den Tag zu einem Erlebnis für die ganze Familie. Organisiert wurde der Lauf vom BUND Niedersachsen gemeinsam mit der SG Heber/Wolterdingen und der VNP Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide. Fotos und weitere InfosFoto: Kevin Münkel

Gasbohrungen vor Borkum: Klagen gehen weiter

Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat im Eilverfahren den Bau eines Seekabels für die geplante Gasplattform „N05-A“ vor Borkum erlaubt. Damit könnte das niederländische Unternehmen One-Dyas nun unmittelbar mit den Bauarbeiten durch ein geschütztes Steinriff beginnen – trotz massiver Kritik von Umweltorganisationen, Wissenschaft und Bevölkerung. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) warnt vor einer irreversiblen Zerstörung des Riffs und setzt nun auf das Hauptverfahren gegen die Trassengenehmigung sowie ihre Klagen gegen die Bohrgenehmigungen auf deutscher und niederländischer Seite. Der BUND Niedersachsen unterstützt die Klagen. Mehr dazu 

Gipskarst

Der BUND-Bundesvorsitzende, Olaf Bandt, bereiste am 25. August die Gipskarstlandschaft im Südharz. Dort verschaffte er sich gemeinsam mit BUND-Vertreter*innen aus Sachsen-Anhalt, Thüringen und Niedersachsen einen Eindruck über die Folgen des zunehmenden Naturgipsabbaus und diskutierte mit den Beteiligten über Rohstoffalternativen sowie politische Lösungen zum Schutz dieser einzigartigen Landschaft. Der BUND fordert einen konsequenten Ausstieg aus dem Naturgipsabbau bis spätestens 2045, den Schutz bestehender Flächen sowie den Vorrang von Recycling und alternativen Baustoffen. Ziel ist ein ökologisch und ökonomisch tragfähiger Strukturwandel, der die Region schützt und zugleich zukunftsfähig macht. Mehr

Mit dem Fahrrad gegen den Asphalt

Die Regionalverband Elbe-Heide hat am 24. August zusammen mit einem breiten Bündnis zu einer Fahrraddemo gegen den Weiterbau der A39 mobilisiert. Rund 200 Radfahrer*innen starteten auf dem Lüneburger Marktplatz und legten eine elf Kilometer lange Strecke bis zur geplanten Trasse an der Ostumgehung zurück. Mit Klingeln, Plakaten und klaren Botschaften machten sie deutlich: Die A 39 ist ein ideologisch getriebenes Projekt, das Milliarden kostet, wertvolle Naturräume zerstört – und die notwendige Verkehrswende massiv ausbremst. Der BUND Niedersachsen klagt aktuell gegen zwei Abschnitte der A39, darunter der erste Bauabschnitt bei Lüneburg und Abschnitt 7 bei Gifhorn. Foto: Patrick Baumann

Moor-Wochenende im Landkreis Harburg

Vom 26. bis 28. September lädt die BUNDjugend Menschen zwischen 14 und 27 Jahren zu einem kostenlosen Moor-Wochenende ins Schullandheim Estetal in Kakenstorf ein. Ziel ist es, mit dem Arbeitseinsatz im Moor einen aktiven Beitrag zum Moor-Klimaschutz zu leisten. Die Teilnehmenden erwarten praktische Einsätze im Moor, spannende Infos über den Moorschutz und zum Ökosystem Moor sowie eine Exkursion, um den abendlichen Einflug der Kraniche zu beobachten. Unterkunft, vegane Verpflegung und Fahrtkostenübernahme sind inklusive. Anmeldung ist bis zum 15. September möglich. Weitere Infos

Fledermausstation Hannover

Am Sonntag, den 7. September 2025, öffnet das Umweltforum im Schulbiologiezentrum Hannover von 10 bis 17 Uhr seine Tore – und das Fledermauszentrum Hannover ist mit dabei. Die Besucher*innen können sich auf spannende Einblicke in die Welt der nächtlichen Flugkünstler freuen. Das Fledermauszentrum bietet mehrere Mitmach- und Informationsangebote an und lädt Groß und Klein ein, mehr über den Schutz und die Lebensweise von Fledermäusen zu erfahren. Der Eintritt ist frei! Weitere Informationen

Wir können etwas bewegen

Die klimaschädliche Energiepolitik haben wir in Niedersachsen direkt vor Augen: Erdgas-Bohrungen im Wattenmeer, überdimensionierte LNG-Terminals, Kohlekraftwerke. Und jetzt auch noch CCS! Dem stellen wir uns entgegen – denn gemeinsam können wir viel bewegen: ob alternative Verkehrskonzepte, den naturverträglichen Ausbau der Erneuerbaren Energien oder die Renaturierung von Mooren – unsere Arbeit für den Schutz des Klimas ist vielfältig. Wir machen Druck in Politik und Öffentlichkeit, bringen Proteste auf die Straße und gehen im Zweifel bis vor die Gerichte. Und wir klären auf: in Broschüren, Artikeln, Interviews, Studien oder den Sozialen Medien. Ihre Hilfe macht das möglich. Sie gibt uns die Freiheit, unbequem zu sein. Sie gibt uns die Kraft, dranzubleiben. Jetzt spenden!

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