Heute veranstaltete der BUND Niedersachsen gemeinsam mit der Sportgemeinschaft Heber/Wolterdingen und dem VNP Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide einen Wildkatzenlauf in Schneverdingen-Heber. Bei strahlendem Sonnenschein und bester Laune liefen fast 100 große und kleine Menschen durch die Lüneburger Heide.
Zu Beginn der Veranstaltung sprach u.a. die Schirmherrin des Laufs, Johanna Fach, ein Grußwort. Dabei betonte die amtierende Schneverdinger Heidekönigin: „Die Rückkehr der Wildkatze in unsere Region ist ein Hoffnungsschimmer für die Artenvielfalt – und ein starkes Zeichen, was Naturschutz bewirken kann. Ich freue mich sehr, dass der Wildkatzenlauf Sport, Naturerlebnis und Engagement für unsere heimische Tierwelt auf so schöne Weise verbindet.“ Anschließend startete sie gemeinsam mit den anderen Läufer*innen den „Wilden Catwalk durch die Heide“.
Andrea Krug, Projektleitung des im Bundesprogramm Biologische Vielfalt und in Niedersachsen von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung geförderten Projektes „Wildkatzenwälder von morgen“ erklärte: „Beim heutigen Lauf durften sich alle Teilnehmenden auf die Spur der seltenen Wildkatze begeben. Sie liefen durch verschiedene Lebensräume: naturnahen Wald, entlang von Waldrändern und Mooren sowie durch angrenzendes Offenland. Dabei erlebten die Teilnehmenden auch, welchen Gefahren die Wildkatze vielerorts ausgesetzt ist, etwa durch den Straßenverkehr und die Zerschneidung der Landschaft. Gleichzeitig erfuhren sie, welche Schutzmaßnahmen der BUND für die Wildkatze umsetzt.“
Durch ihre Teilnahme halfen alle Läufer*innen dabei, die Wildkatzenlebensräume in der Lüneburger Heide zu verbessern. Pro Teilnehmer*in wird der BUND im Herbst 2025 oder im Frühjahr 2026 in Zusammenarbeit mit dem VNP einen Strauch oder Baum in der Region pflanzen. Für Kinder gestaltete die BUNDjugend Niedersachsen ein eigenes Erlebnisprogramm am Sportplatz Heber. Dabei konnten die Kinder spielerisch die Welt der Wildkatzen entdecken. Sie absolvierten einen Hindernisparcours, genau wie die Wildkatze es in freier Natur tut. Zusätzlich sorgte ein buntes Rahmenprogramm mit Infoständen, Speisen und Getränken sowie dem Auftritt der Orientalischen Tanzgruppe der SG Heber / Wolterdingen für einen erlebnisreichen Tag für die ganze Familie.
Hintergrund:
Lange galt die Europäische Wildkatze in der Region als ausgestorben. Allmählich erobert das scheue Tier frühere Lebensräume zurück. In Niedersachsen hat sich die Wildkatze von waldreichen Gebieten im Süden zurück bis in die Lüneburger Heide ausgebreitet.
Im Nachgang an den Wildkatzenlauf wird der BUND Niedersachsen rund fünf Kilometer östlich von Heber eine Fläche für die Wildkatze aufwerten. Dabei schaffen sie bessere Lebensbedingungen für die geheime Waldbewohnerin und viele andere gefährdete Arten, indem sie einen wildkatzengerechten Waldrand entlang zweier Waldwiesen gestalten. Dafür pflanzt der BUND heimische Sträucher und Bäume. Auf der Wiese kann die Wildkatze Mäuse fangen und sich zukünftig in den Sträuchern des neu angelegten Waldrandes verstecken. Wenn sich die Wildkatze wohlfühlt, kann sie sich erfolgreich vermehren und von hier aus neue Gebiete besiedeln.
Der Wildkatzenlauf findet im Rahmen des Projekts „Wildkatzenwälder von morgen“ statt. Das Projekt wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit und in Niedersachsen zudem durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung gefördert. Der BUND-Bundesverband, die BUNDjugend und die BUND-Landesverbände Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen setzen das Projekt um.
Erste Fotos der Veranstaltung sind hier abrufbar – weitere folgen in den nächsten Tagen.
Mehr Informationen:
https://www.bund-niedersachsen.de/themen/tiere-pflanzen/wildkatzen/
Bei Rückfragen:
Marc Filla, BUND Niedersachsen, Tel: 0511 965 69 – 78, marc.filla(at)nds.bund.net
Andrea Krug, BUND Niedersachsen, Tel: 0511 965 69 – 39, andrea.krug(at)nds.bund.net
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