- Positionspapier zum Ausbau der Kabelanbindungen der Offshore-Windenergie in Niedersachsen (April 2025)
Kurzinhalt | Download PDF - Nachhaltiger Umgang mit Flächen- und Bauressourcen (September 2024)
Kurzinhalt | Download PDF - Mehr Schutz fürs Wattenmeer (Dezember 2023)
Kurzinhalt | Download PDF - Naturverträglicher Ausbau der Windenergie in Niedersachsen (November 2023)
Kurzinhalt | Download PDF - Schutz von Bäumen und Sträuchern in Niedersachsen (Oktober 2023)
Kurzinhalt | Download PDF - Moore schützen, Torfabbau stoppen! (Juni 2023)
Kurzinhalt | Download PDF - Freiflächenphotovoltaik auf Moorflächen (Mai 2023)
Kurzinhalt | Download PDF - Die Bahn als Motor der Mobilitätswende (März 2023)
Kurzinhalt | Download PDF - Naturverträgliche Freiflächensolaranlagen für Strom und Wärme (Dezember 2022)
Kurzinhalt | Download PDF - Radstrategie Niedersachsen (September 2022)
Kurzinhalt | Download PDF - Begleitprozess zur Endlagersuche für Atommüll in Niedersachsen (April 2022)
Kurzinhalt | Download PDF - Wasserstoff als Baustein der Energiewende (September 2021)
Kurzinhalt | Download PDF - Den Wald in Zeiten der Klimaänderung stabiler machen (Dezember 2020)
Kurzinhalt | Download PDF - Der Wolf in Niedersachsen (November 2018)
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Positionspapier zum Ausbau der Kabelanbindungen der Offshore-Windenergie in Niedersachsen
Watt vor Amrum.
(Nadja Ziebarth)
Die Umsetzung der Energiewende, die zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2045 dringend erforderlich ist, führt in der Nordsee zu einem unübersehbaren Konflikt zwischen Klima- und Naturschutz. Dies wirkt sich gerade auch auf das Wattenmeer aus, das wie kein anderes Gebiet in Deutschland vielfältig durch Rechtsnormen geschützt und mit globalen Naturschutzprädikaten ausgezeichnet ist.
Der Ausbau der Energieinfrastruktur im Küstenmeer kommt zu den zahlreichen bereits vorhandenen menschlichen Aktivitäten (Schiffsverkehr, Fischerei, Förderung von fossilen Ressourcen, Pipelines, Tourismus, Schadstoffe, Müll und Küstenschutz) hinzu und führt zu einer kumulativen Überlastung und Beeinträchtigung der marinen und küstennahen Ökosysteme. Die in der niedersächsischen Wattenmeerkoordination zusammengeschlossenen Umwelt- und Naturschutzorganisationen teilen die Bedenken, die das UNESCO-Welterbekomitee in seinem Beschluss auf seiner 46. Sitzung (2024) geäußert hat und fordern, den Ausbau der Energieinfrastruktur stärker mit dem Schutz der Natur in Einklang zu bringen und den „Outstanding Universal Value“ (OUV) des Weltnaturerbes Wattenmeer zu erhalten.
April 2025
Nachhaltiger Umgang mit Flächen- und Bauressourcen
Flächenversiegelung
(Uwe 367
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Die bisherige Flächenpolitik ist ein Verursacher der Biodiversitätskrise wie auch Mitverursacher der Klimakrise und damit zugleich ein wichtiger Schlüssel zur Bewältigung beider Krisen. Fläche ist nicht vermehrbar. Vor diesem Hintergrund ist die fortschreitende Flächeninanspruchnahme durch Siedlungs- und Verkehrsflächen ein eklatantes Problem. Siedlungs- und Verkehrsflächen versiegeln Böden, zerschneiden oder zerstören Landschaften und isolieren die Lebensräume von Arten. Aber auch andere Nutzungen wie die Forst-, im Besonderen jedoch die Landwirtschaft müssen Gegenstand einer nachhaltigen Flächenpolitik sein.
September 2024
Mehr Schutz fürs Wattenmeer
Seehunde auf Norderney. Foto: Karen Kammer
Keine der Nationalen Naturlandschaften in Deutschland unterliegt dauerhaft und großflächig derartig bedrohenden Nutzungsinteressen wie das niedersächsische Wattenmeer – und das, obwohl es als Weltnaturerbe und Biosphärenreservat ausgezeichnet und als Nationalpark geschützt ist.
Ob Tourismus, Fischerei, Jagd, Energiewende, Schifffahrt, Hafenwirtschaft, Flugverkehr, Küstenschutz, Rohstoffgewinnung oder Munitionsaltlasten: Sie alle stellen jeweils einzeln, insbesondere aber in Kombination miteinander, eine außerordentliche Gefährdung des einzigartigen Naturgebietes von Weltrang direkt vor unserer Küste dar. Der BUND bemängelt die Beliebigkeit im Umgang mit den Natur- und Artenschutzzielen bei vielen Nutzungen, Planungen und Vorhaben im Watten- und Küstenmeer. Infolge der massiven Übernutzung des Ökosystems droht derzeit sogar die Aberkennung des Weltnaturerbe-Status durch die UNESCO-Kommission für zentrale Teilbereiche des
Wattenmeeres.
Dezember 2023
Naturverträglicher Ausbau der Windenergie in Niedersachsen
Die Klimakrise schreitet immer schneller voran, weltweit werden die Folgen der Klimaerhitzung durch zunehmende Extremwetterereignisse und ihre Folgen wie Dürren oder Überschwemmungen immer gravierender. Auch in Niedersachsen sind die Auswirkungen der Klimakrisen inzwischen spürbar und werden weiter zunehmen. Um die globale Erderwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen, ist neben einer erheblichen Senkung des Energieverbrauchs und einer massiven Steigerung der Energieeffizienz eine 100%ige Versorgung mit Erneuerbaren Energien erforderlich.
Ziel ist es, Klimaneutralität bis spätestens 2040 zu erreichen. Die Landesregierung hat dieses Ziel im Koalitionsvertrag festgeschrieben. Dazu muss der Ausbau der Erneuerbaren Energien, vor allem der Erzeugung von Solarstrom und Windkraft an Land, erheblich beschleunigt werden. Gemäß Windenergieflächenbedarfsgesetz (WindBG) des Bundes ist vorgesehen, bis 2027 1,7 %, bis 2032 2,2 % der Landesfläche Niedersachsens für Windenergie auszuweisen. So soll das Land seinen Beitrag leisten, um die Ausbauziele des Erneuerbare Energie-Gesetzes mit einem Anteil erneuerbarer Energien von mindestens 80 % am Bruttostromverbrauch bis 2030 zu erreichen.
November 2023
Schutz von Bäumen und Sträuchern in Niedersachsen
Die Beseitigung von Gehölzen ist einer der häufigsten Gründe, weshalb sich Bürger*innen beim BUND melden und Information und Hilfe erfragen. Die vorliegende Schrift soll für Kreisgruppen und andere engagierte Menschen eine Hilfe darstellen, welche Möglichkeiten es beim Schutz von Bäumen, Sträuchern und Hecken gibt.
Oktober 2023
Moore schützen, Torfabbau stoppen!
(Wälz
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Forderungen des BUND Niedersachsen zum Torfabbau in Niedersachsen
Etwa 8,3% der niedersächsischen Landesfläche sind von Mooren bedeckt. Davon sind rund 208.000 Hektar Hoch- und 197.000 Hektar Niedermoore. Dies entspricht rund 70% aller Hochmoore und 17% aller Niedermoore Deutschlands. Dies zeigt die besondere Verantwortung Niedersachsens für den Moorschutz.
Juni 2023
Freiflächenphotovoltaik auf Moorflächen
Die im Paris-Abkommen und Bundes-Klimaschutzgesetz bezweckte Klimaneutralität bedeutet, dass die Produktion von Treibhausgasen (THG) in allen Bereichen der Energieerzeugung und Landnutzung minimiert werden muss. Um dies zu erreichen müssen unter anderem die Energiegewinnung mittels Photovoltaikanlagen ausgebaut und die THG-Emissionen, die mit der Entwässerung von Moorböden verbunden sind, reduziert werden. Eine Möglichkeit beide THG-Reduktionsmaßnahmen miteinander zu verbinden ist die Errichtung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen (FF-PVA) auf wiedervernässten Moorböden. Gleichzeitig bieten Moorstandorte jedoch ein hohes Potenzial für den Naturschutz.
Mai 2023
Die Bahn als Motor der Mobilitätswende
Die Bahn - das heißt im Fernverkehr in erster Linie die Deutsche Bahn AG - und der schienengebundene Nahverkehr müssen zum wichtigsten Akteur der Mobilitätswende werden. Sie sind das Rückgrat nachhaltiger Mobilität in den Städten und auf dem Land - zu 100 Prozent mit erneuerbarem Strom gespeist. Dafür müssen Bahnstrecken und Bahnhöfe – vor allem im ländlichen Raum – zügig reaktiviert werden. Straßen- und Stadtbahnen, Busse, Taxen, Sharing- und Mitnahmesysteme sowie attraktive Rad- und Fußverkehrsinfrastrukturen müssen die Bahnen ergänzen. Nur so gelingt es, Klima und Natur zu schützen und die Lebensqualität in Städten und Gemeinden zu erhöhen.
März 2023
Naturverträgliche Freiflächensolaranlagen für Strom und Wärme
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Der BUND spricht sich auf der Grundlage einer Halbierung des bisherigen Energieverbrauchs und im Rahmen des Ausbaus erneuerbarer Energien für einen intensiven Ausbau der Solarenergie mit Photovoltaik (PV) und Solarthermie aus.
Priorität hat hierbei der Ausbau auf und an Gebäuden und auf versiegelten Flächen. Bei richtiger Standortwahl, das heißt primär auf Dächern und anderen bereits versiegelten Flächen, ist Solarenergie die mit Abstand naturverträglichste Form der Energieerzeugung, die im Bau und Betrieb wenig bis keine gravierenden negativen Auswirkungen auf freilebende Tier- oder Pflanzenarten hat. Um die notwendigen Ausbauziele auf Dächern und versiegelten Flächen zu erreichen, müssen gesetzliche und planerische Instrumente zur Lenkung genutzt werden, wirtschaftliche Hemmnisse abgebaut und Förderungen auskömmlich gestaltet werden.
Dezember 2022
Radstrategie Niedersachsen
(Ben_Kerckx
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Der Verkehr ist nach der Energieerzeugung der größte Emittent an klimaschädlichem CO2 in Niedersachsen. Damit
die notwendige Verkehrswende gelingen kann, muss klima- und umweltverträgliche Mobilität gegenüber dem Kfz-
Verkehr Vorrang bekommen, erheblich ausgebaut und gut miteinander vernetzt werden. Der umweltfreundliche
Radverkehr kann hier einen entscheidenden Beitrag leisten.
Das Rad produziert als Verkehrsmittel weder Klimagase noch Schadstoffe, macht keinen Lärm, spart Sprit und
fördert die Gesundheit. Gerade in Städten ist es eine attraktive Alternative zum Auto. Auch auf dem Land bietet
das Fahrrad eine perfekte Ergänzung zu öffentlichen Verkehrsmitteln.
Um das Fahrradfahren noch attraktiver und sicherer zu machen, müssen das Land und die Kommunen ihre Anstrengungen
deutlich erhöhen. Zur Erhöhung des Radverkehrsanteils in Niedersachsen fordert der BUND umfangreiche
Maßnahmen.
September 2022
Begleitprozess zur Endlagersuche für Atommüll in Niedersachsen
Atommüll
(2396521
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Der BUND Niedersachsen setzt sich für eine Zukunft ohne Atomkraft ein. Uranabbau, die Nutzung von Atomkraft und der entstehende Atommüll gefährden Mensch und Natur. Jenseits medizinischer Notwendigkeiten ist jedes weitere Gramm Atommüll unverantwortlich. Dennoch ist der Müll da und die Bundesrepublik Deutschland darf die Verantwortung nicht auf andere Länder abwälzen. Es muss ein möglichst sicheres Endlager für die radioaktiven Abfälle aus dem atomaren Erbe gefunden werden.
Dieses Papier fasst die Positionen des BUND Niedersachsen zum Umgang mit dem bereits entstandenen Atommüll zusammen. Der BUND Niedersachsen formuliert sein Rollenverständnis im Prozess der Suche nach einem möglichst sicheren Endlager: Er versteht sich als kritischer Beobachter und Mahner für eine breite, transparente und offene Diskussion im Endlagersuchprozess. Der BUND ist bereit, einen Beitrag zur Information, Vernetzung und zum Austausch der Akteure der Zivilgesellschaft zu leisten.
Vor diesem Hintergrund wird die bisherige Arbeit des vom Land Niedersachsen eingerichteten „Niedersächsischen Begleitforums Endlagersuche“ kritisch reflektiert und Anregungen für eine Weiterentwicklung des Forums formuliert.
April 2022
Wasserstoff als Baustein der Energiewende
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Die politische Diskussion um Wasserstoff vermittelt den Eindruck, als sei dieser Energieträger einer der wichtigsten Bausteine der Energiewende und als könnten mit ihm viele Probleme gelöst werden: Er kann Energie speichern, umwandeln oder durch Verbrennung zu hohen Temperaturen freisetzen. Er ist ein extrem leichtes Gas, das durch Zugabe von Kohlenstoff auch weiterverarbeitet werden kann, etwa zu Grundstoffen für verschiedene Industrien oder zu synthetischen Kraftstoffen.
November 2018
Den Wald in Zeiten der Klimaänderung stabiler machen
Seit Beginn der Industrialisierung nehmen die Temperaturen weltweit zu. Seit 20 Jahren ist diese Zunahme signifikant zu spüren. Die beiden extremen Trockenjahre 2018/19 mit Dürre, Feuer und Käferschäden haben unseren Wald schwer geschädigt. Laut Berechnungen der Meteorologen ist künftig mit Wetterextremen wie Hitze über 40°C, Starkregen und Sturmereignissen zu rechnen, die den Wald weiter belasten werden. Deswegen müssen die Resistenz und die Resilienz der Waldökosysteme in Niedersachsen so schnell und so gut wie möglich gesichert und verbessert werden.
Dezember 2020
Der Wolf in Niedersachsen
Wolfsjunges.
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Der Wolf breitet sich seit zirka 10 Jahren in Niedersachsen wieder aus. Die natürliche Rückkehr dieser streng geschützten Art erfordert Maßnahmen zur Minimierung von Konflikten vor allem mit der Bevölkerung und den Tierhaltern. Es bedarf einer Versachlichung der Diskussion. Als Verband bezieht der BUND Niedersachsen aus naturschutzfachlicher und artenschutzrechtlicher Sicht hierzu Stellung.
November 2018
