Buchwald trat während des Studiums 1937 der NSDAP bei und arbeitete in der Zentralstelle für Vegetationskunde des Reiches unter Reinhold Tüxen. Nach dem Krieg war er weiterhin in der Landschaftspflege und im Naturschutz aktiv, promovierte 1949 und habilitierte sich 1955 an der Universität Tübingen in Geobotanik. Von 1960 bis zu seiner Pensionierung 1979 war er ordentlicher Professor für Landespflege und Direktor des Instituts für Landschaftspflege und Naturschutz an der TU Hannover. Er entwickelte dort ein neues Fachgebiet mit dem Titel Landespflege, das bundesweit andere Fakultäten beeinflusste.
Buchwald war Gründungsmitglied des Deutschen Rats für Landespflege und des Sachverständigenrates für Umweltfragen der Bundesregierung. Vorsitzender des BUND-Landesverbands Niedersachsen war er von 1983 bis 1991, seit 1961 bereits stellvertretender Vorsitzender des Vereins. Politisch engagierte er sich u. a. 1986 bis 1988 als stellvertretender Bundesvorsitzender der ÖDP. 1971 wirkte Buchwald am ersten Entwurf für ein Bundesnaturschutzgesetz entscheidend mit und war einer der 16 Unterzeichner der Grünen Charta von der Mainau. Mitte der 1990er Jahre steuerte Buchwald der BUND-Misereor-Studie Zukunftsfähiges Deutschland Beiträge zu einer Politik der Nachhaltigkeit bei. Seine Verdienste für Naturschutz und Landschaftspflege sind als herausragend zu bezeichnen und unbestritten.
Doch verdient das Verhältnis von Konrad Buchwald zur NS-Zeit eine genauere Betrachtung. Dass die Zentralstelle für Vegetationskunde des Reichs, an der Buchwald arbeitete, u.a. an Entwürfen für die Bepflanzungsplanung militärischer Anlagen mitwirkte und die Botanik besetzter und umkämpfter Regionen auch im Hinblick auf die militärische Nutzbarkeit analysierte, erklärt sich von selbst – der gesamte Wissenschaftsbetrieb des NS-Reichs wurde gleichgeschaltet und in Hitlers Kriege einbezogen.
Kritischer ist zu bewerten, dass sich Buchwald selbst in die Nachfolge von Hans Schwenkel, eines ausgewiesenen Nationalsozialisten und Rassisten, stellte. Noch 1956 schrieb Buchwald im Vorwort einer Festschrift für Schwenkel zusammen mit den beiden anderen Herausgebern: „Wir feiern damit nicht nur den Mann, der in 30 Jahren die Naturschutzarbeit in Württemberg aus kleinsten Anfängen aufgebaut hat, sondern auch den vielseitigen und anregenden Initiator und Motor landschaftspflegerischer Arbeit im gesamten Reichsgebiet.“
Ähnlich würdigte er Erhard Mäding, Alwin Seifert und Heinrich Wiepking-Jürgensmann, die tief im NS-System verwurzelt waren. Auch hier fehlt die kritische Distanz zum Nationalsozialismus.
Nach 1945 publizierte Buchwald in der rechten Zeitschrift „neue zeit“ und forderte, der Staat möge sich nicht oder nicht nur um den Schutz Asylsuchender kümmern, sondern um das „deutsche Volkstum“ im Ausland. Darauf angesprochen, bat er stets um Verständnis für seine Position – die beruhe auf eigenen Erfahrungen mit seiner Frau, deren Familie einen Hof in Südtirol besessen habe, der dann enteignet worden sei.
Insgesamt sah Buchwald die vorindustrielle bäuerliche Kulturlandschaft als Ideal und Vorbild für die Landespflege an. Die entsprechende Gesellschaft beurteilte er als „gesund“ und sprach ihr einen in Bezug auf die Natur „ganzheitlichen“ Lebensstil zu. Die urbane Kultur sah er dagegen als krank, zersetzend und zerstörerisch an. Diese Denkfiguren, die nicht nur im Nationalsozialismus verankert sind, propagierte er auch in der Bundesrepublik Deutschland weiter, beispielsweise in einem Beitrag „Gesundes Land – Gesundes Volk“ von 1956 in Natur und Landschaft. Buchwald forderte darin einen autoritären Staat, der mit Hilfe der Landschaftsplanung die Etablierung der bäuerlichen Kulturlandschaft umsetzen sollte. Andere Akteure in der Landschaft wie Forsten, Wasserbau- oder Verkehrsplaner*innen sollten sich dem unterordnen.
Gleichwohl Buchwald im Umgang als auf Augenhöhe und wertschätzend kooperierend unabhängig von der jeweiligen politischen Orientierung von Kolleg*innen oder Mitarbeiter*innen beschrieben wird, bleibt die mangelnde Distanz zur eigenen NS-Vergangenheit und der von Berufskolleg*innen ein dunkler Fleck, von dem sich der BUND Niedersachsen deutlich distanziert.