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Newsletter Juli 2025
– 31.07.2025
Klima schützen!
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Liebe Freund*innen der Erde,
die Klimakrise ist längst auch in Niedersachsen Realität. Hitzesommer, Dürre auf Feldern, sinkende Grundwasserspiegel und Hochwasserkatastrophen. Wir fragen nach: Welche Maßnahmen plant die Landespolitik, um der Klimakrise zu begegnen – und reichen diese aus? Was muss sich ändern und was darf auf keinen Fall passieren? Was sind die Forderungen des BUND an die Politik?
Beim BUND-Umwelttalk 2025 wollen wir Antworten auf diese Fragen geben. Am 4. September 2025 diskutiert der BUND Niedersachsen mit der Landespolitik und Sozialverbänden im Kulturzentrum Pavillon in Hannover über Herausforderungen und Lösungen im Klimaschutz. Gemeinsam blicken wir darauf, was bereits geschieht – und was dringend geschehen muss, um die Klimaziele in unserem Bundesland zu erreichen. Wir laden Sie herzlich ein, an der Veranstaltung teilzunehmen und sich bei Interesse an der abschließenden Fragerunde zu beteiligen! Weitere Informationen finden Sie hier.
Am 9. August 2025 veranstalten wir zudem einen Wildkatzenlauf in Schneverdingen-Heber. Der „Wilde Catwalk durch die Heide“ führt über zwei Laufstrecken verschiedener Länge auf den Spuren der Wildkatze durch die Natur. Teilnehmende können so Sport und Naturbewusstsein verbinden, die Gefahren für Wildkatzen kennenlernen und Schutzmaßnahmen des BUND entdecken. Um den Lebensraum der Wildkatze aufzuwerten, wird im kommenden Jahr pro laufende Person ein Strauch oder Baum in der Region gepflanzt. Noch besteht eine letzte Chance sich anzumelden – Machen Sie mit!
Viele Grüße vom BUND Niedersachsen Lara-Marie Krauße
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Inhalt - Klimawandel/Energiewende: Scheinlösung CCS statt wirksamem Klimaschutz
- Gewässerschutz: Kein Tiefenausbau der Elbe!
- Artenschutz: Herdenschutz verringert Nutztierrisse durch Wölfe
- Kreis-/Ortsgruppen: Schwanewede - Beim Mühlenfest für den Bürger*innenwald
- BUNDjugend: Wildbienen-Hilfe in Adendorf
- Einrichtungen: ÖSS Stade - Islandpferde für Artenvielfalt
- Artenschutz: Unterwegs auf leisen Sohlen
- Termine
- Pressemitteilungen
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Scheinlösung CCS statt wirksamem Klimaschutz
Im Eiltempo will die Bundesregierung das „Kohlendioxidspeicherungs- und -transportgesetz (KSpTG)“ durchbringen. Nächste Woche geht das Gesetz zur Abstimmung ins Kabinett. Der Entwurf sieht vor, die hochumstrittene CCS-Technologie (Carbon Capture and Storage) für fast alle Industriebranchen zu öffnen. Dabei ist CCS eine Scheinlösung: nur ein Bruchteil der weltweiten Emissionen könnte durch die Technologie verpresst werden – auf Kosten wirksamer Klimaschutzmaßnahmen und dem Ausbau der Erneuerbaren. Und mit gravierenden Risiken für Mensch und Natur. Gleichzeitig profitieren fossile Großkonzerne von massiver CO2-Produktion – und die Gesellschaft zahlt. Zielregion der unterirdischen CO2-Endlager soll vor allem die Nordsee werden, Niedersachsen zum „Drehkreuz“ für die Verpressung von CO2. Der BUND fordert die niedersächsische Landesregierung eindringlich auf, ihr Veto gegen das Gesetz im Bundesrat einzulegen. Weitere Informationen
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Kein Tiefenausbau der Elbe!
Die Fahrrinnentiefe der Elbe soll nun auch zwischen Dömitz und Hitzacker vergrößert werden – trotz Niedrigwasser und verfügbarem Elbe-Seitenkanal für Güterschiffahrt zwischen Hamburg und Magdeburg. Der BUND Niedersachsen kritisiert, dass die Bundesregierung am Ausbau und der Vertiefung der Elbe festhält, obwohl das Land Niedersachsen mit einem fraktionsübergreifenden Landtagsbeschluss einen Ausbau der sogenannten Reststrecke ablehnt. Aufgrund der geringen Wassermenge in der Elbe ist es nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch widersinnig, die Elbe als Haupt-Binnenwasserstraße nutzen zu wollen. Die Flusslandschaft mit ihren wertvollen Auen und Altwassern benötigt das Wasser. Es darf nicht in einer vertieften Fahrrinne schnell abfließen, sondern muss in der Landschaft zurückgehalten werden, um die Grundwasserspeicher aufzufüllen. Davon profitiert auch die Landwirtschaft. Mehr Infos
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Herdenschutz verringert Nutztierrisse durch Wölfe
Die Nutztierrisse durch Wölfe sind deutlich zurückgegangen, so der Statusbericht der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW). Die Untersuchung zeigt, dass ein Miteinander von Wölfen und Weidetieren möglich ist: die Zahl der Übergriffe verringerte sich um 2,24 %, die Verlustzahlen sogar um 29,2 %. Bei 90 % der Übergriffe in Niedersachsen war der Mindestschutz mangelhaft – Herdenschutz ist hier der richtige Ansatzpunkt. Die wenigen Wölfe, die überhaupt Nutztiere reißen und den Herdenschutz überwinden können, sollen von Spezialist*innen nach rechtssicheren Bescheiden entnommen werden. Weitere Informationen
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Schwanewede: Beim Mühlenfest für den Bürger*innenwald
Am 01. Mai 2025 hat die Ortsgruppe Schwanewede erstmals am Mühlenfest Aschwarden in Schwanewede teilgenommen. Das Fest ist ein großes Event in der Gemeinde Schwanewede mit ca. 60 Ständen, an denen Kunsthandwerk, Speisen und Getränke angeboten werden. Hier war die Ortsgruppe mit einem Infostand vertreten und konnte die Besucher*innen über den Schwaneweder Bürger*innenwald informieren – ein Projekt, das im letzten Jahr in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Schwanewede initiiert wurde. Engagierte pflanzten bereits erste Bäume; die Aktion geht weiter. Auch die Teilnahme am Mühlenfest war ein toller Erfolg – und ist für das nächste Jahr erneut gebucht. Weitere Informationen
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BUNDjugend: Wildbienen-Hilfe in Adendorf
Die BUNDjugend Lüneburg hat gemeinsam mit der Naturschutzstiftung Lüneburg und der 3a der Grundschule Adendorf eine große Wildbienen-Nisthilfe auf der Streuobstwiese in Erbstorf gebaut. Dabei haben die Kinder nicht nur fleißig gebohrt, gesägt und gebastelt, sie haben auch viel über Wildbienen gelernt. Mit der Wildbienen-Nisthilfe sollen ihnen Nistplätze geboten werden, denn ihre Lebensräume sind immer stärker bedroht – von Beton, Pestiziden und Monokulturen.
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Stade: Islandpferde für Artenvielfalt
Bei Stade hat die Ökologische Station Stade (ÖSS) ein Beweidungsprojekt mit Islandpferden gestartet: aufgrund der sich ausbreitenden Rasen-Schmiele bietet die Fläche im Gegensatz zu früher nur noch wenige Wochen lang Nahrung für die dort weidenden Rinder. Nun grasen dort Island-Pferde, deren Zahn- und Verdauungssystem geeigneter für die „harte“ Rasen-Schmiele ist. Ziel ist es herauszufinden, ob durch das andere Fress- und Laufverhalten der Islandpferde eine Zunahme der Artenvielfalt auf feuchtem Grünland beobachtet werden kann – denn mit den dortigen Vegetationsbedingungen ist eine Verbesserung der Artenvielfalt durchaus möglich. Nun wird das Projekt evaluiert – in der Hoffnung auf Erfolg der Testphase und eine Fortführung im kommenden Jahr.
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Auf leisen Pfoten unterwegs
Lange galt die Wildkatze als fast ausgestorben. Heute streift sie wieder durch die Wälder Niedersachsens und breitet sich weiter in Richtung Norden aus. Doch ihr dauerhaftes Überleben ist nicht gesichert! Straßen, Siedlungen und Ackerflächen zerschneiden ihre Lebensräume. Wir pflanzen grüne Korridore aus Bäumen und Sträuchern und verbinden Waldgebiete miteinander. Für die Wildkatze und andere Waldbewohner. Bitte helfen Sie uns dabei mit Ihrer Spende!
Mehr zum Thema
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Termine
Weitere Termine finden Sie hier.
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