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Liebe Freund*innen der Erde,

vom 20. bis zum 22. Mai fand die Energieminister*innen-Konferenz auf Norderney statt. Im Vorfeld hatte der BUND Niedersachsen die Energieminister*innen der Länder in einer Pressemitteilung dazu aufgefordert, die rückwärtsgewandte, fossile Lobbypolitik von Wirtschaftsministerin Reiche nicht zu akzeptieren und sich für einen ambitionierten und naturverträglichen Ausbau der erneuerbaren Energien und eine konsequente Wärmewende starkzumachen. 

Auf der Konferenz bekannten sich die Bundesländer zwar zur Energiewende und dem weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien, Bundesenergieministerin Reiche hatte jedoch kurzfristig abgesagt. Auch die Staatssekretärsebene war nicht auf der Konferenz. Ein konstruktiver Austausch zwischen Bund und Ländern blieb demnach aus.

Doch der Protest geht weiter: An diesem Samstag, dem 30. Mai 2026, zieht der BUND zusammen mit Greenpeace, Fridays For Future und Campact vor das Gersteinwerk in Hamm und demonstriert gegen die rückschrittliche Energiepolitik der Bundesregierung. Die Teilnehmenden bilden das größte menschliche Windrad der Welt. Seien Sie dabei! Mehr Informationen über die Demonstration finden Sie hier.

Viele Grüße vom BUND Niedersachsen
Lara-Marie Krauße

 

Inhalt

  • Gewässerschutz: BUND-Projekt zur Wiederherstellung von Flussauen | Wesercamp: Austausch rund um Wasser und Landwirtschaft
  • Naturschutz / Wald: BUND übt scharfe Kritik am Gipsgutachten
  • Energiewende: Voslapper Groden Nord: Schutzbündnis gewinnt Eilverfahren
  • Artenschutz: Landtag stärkt Biotopverbund | Wildbienen schützen
  • Bund-Einrichtungen: Neues Naturbildungs- und Erlebnisangebot im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
  • BUNDjugend: Moore zukunftsfähig bewirtschaften
  • Termine
  • Pressemitteilungen
 
BUND-Projekt zur Wiederherstellung von Flussauen

Das Verbundprojekt des BUND zur Renaturierung von Auen an der Oberweser hat seine Arbeit aufgenommen. Im Rahmen des fünfjährigen Projekts stellt der BUND Niedersachsen zusammen mit dem Landkreis Holzminden und dem Kreis Minden-Lübbecke drei Flächen Auen an der Oberweser wieder her. Dabei sollen Teile der Weserauen wieder an die Weser angebunden werden – etwa durch den Bau von Flutrinnen, die Fluss und Uferlandschaft miteinander verbinden. Zurzeit wird erhoben, was auf den Flächen wächst und lebt. So können die Maßnahmen im Detail geplant werden. Weitere Infos

Gipsabbau zerstört die Landschaft
BUND übt scharfe Kritik am Gipsgutachten

Der BUND kritisiert das von der Landesregierung in Auftrag gegebene Gutachten zum Gipsabbau: das Gutachten lässt eine zukunftsfähige Rohstoffstrategie und einen verantwortungsvollen Umgang mit der einzigartigen Gipskarstlandschaft im Südharz vermissen. Stattdessen stehen vor allem wirtschaftliche Interessen der Gipsindustrie im Mittelpunkt. Die Umweltverbände wurden bei der Erstellung des Gutachtens nicht einbezogen. Weitere Infos

Voslapper Groden Nord: Schutzbündnis gewinnt Eilverfahren

Ein Teilerfolg für die Umweltverbände: Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat einem Eilantrag des Schutzbündnisses, bestehend aus BUND, Deutscher Umwelthilfe (DUH) und NABU, gegen die Zerstörung des Natur- und EU-Vogelschutzgebietes Voslapper Groden Nord in Wilhelmshaven stattgegeben. Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg setzte den Bebauungsplan vorläufig außer Vollzug. In dem Gebiet sollen ein LNG-Terminal und weitere fossile Energieimportinfrastruktur gebaut werden. Diese Pläne würden das wertvolle Natur- und EU-Vogelschutzgebiet unwiederbringlich zerstören. Weitere Infos

Landtag stärkt Biotopverbund

Der BUND Niedersachsen begrüßt den Beschluss des Niedersächsischen Landtags zur Stärkung des Biotopverbunds als wichtiges politisches Signal - mahnt jedoch deutlich mehr Verbindlichkeit und Tempo bei der Umsetzung an. Auch müssen mehr finanzielle Mittel und passende Förderinstrumente zur Verfügung gestellt werden. Angesichts des weiterhin ungebremsten Artensterbens reicht der Schutz noch vorhandener, lückiger Restlebensräume längst nicht mehr aus. Neben dem wirksamen Schutz bestehender Schutzgebiete braucht es dringend einen funktionierenden Biotopverbund sowie die Wiederherstellung zerstörter und beeinträchtigter Lebensräume. Das Ziel, einen Biotopverbund auf 15 Prozent der Landesfläche und 10 Prozent der Offenlandfläche bis Ende 2023 umzusetzen, wurde bislang verfehlt. Weitere Infos

BUND fordert mehr Tempo bei Auen-Renaturierung – Bundesumweltminister würdigt BUND-Arbeit

Deutschland muss beim Schutz und der Wiederherstellung seiner Flusslandschaften aufholen. Nur noch ein Drittel der ursprünglichen Auen in Deutschland ist erhalten, weniger als zehn Prozent davon gelten als ökologisch intakt. Bis September muss die Bundesregierung einen nationalen Wiederherstellungsplan im Rahmen der EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur vorlegen. Der BUND fordert, 2000 Kilometer frei fließende Flüsse zu schaffen. Umweltminister Carsten Schneider besuchte zu diesem Anlass die Lenzener Elbtalaue und lobte die Arbeit des Naturschutzgroßprojekts. Intakte Auen spielen eine wichtige Rolle für Artenvielfalt, Hochwasser- und Klimaschutz. Weitere Infos

Wesercamp: Austausch rund um Wasser und Landwirtschaft

Vom 4. bis 7. Juni findet das zweite Wesercamp im LichtLuftBad in Bremen statt. Die Teilnehmer*innen kommen zusammen, um sich über die geplante Weservertiefung und die industrielle Landwirtschaft sowie die damit verbundenen Futtermittelimporte auszutauschen. Brake, wo das Camp eigentlich stattfinden sollte, ist der größte Futtermittelimporthafen in Deutschland. Beim Wesercamp sollen Netzwerke geknüpft und Handlungsoptionen sowie Lösungen zum Schutz des Wassers und für eine nachhaltige Landwirtschaft entwickelt werden – sowohl auf lokaler Ebene, als auch mit Blick auf globale Herausforderungen. Weitere Infos

BUNDjugend: Moore zukunftsfähig bewirtschaften

18 Prozent der Treibhausgase stammen in Niedersachsen aus entwässerten Mooren, die vor allem landwirtschaftlich genutzt werden. Nasse Moore speichern jedoch in erheblichem Umfang COund leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Klimakrise. Deshalb wird zunehmend gefordert, Moore wiederzuvernässen.

Wie können nasse Moore zukunftsfähig bewirtschaftet werden? Am 13. Juni lädt die BUNDjugend zu einer Exkursion zu Betrieben ein, die Moore zukunftsfähig bewirtschaften. Im Teufelsmoor geht es um Torfmoos-Vermehrung, Photovoltaik auf Moorflächen und innovative Aufwuchsverwertung. Weitere Infos

Neues Naturbildungs- und Erlebnisangebot im Nationalparkzentrum TorfHaus

Ab sofort bietet das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ein neues umfangreiches Naturbildungs- und Erlebnisangebot. Vergangenheit und Zukunft des Waldes, Totholz und die Baumart Fichte: Besucher*innen können sich in der Ausstellung interaktiv und spielerisch informieren. Auch Wasser spielt eine wichtige Rolle. Eine Etage widmet sich dem Großen Torfhausmoor, das zu den am besten erhaltenen Mooren Deutschlands zählt. Draußen informieren Wildnis-Entdeckerstationen über Ökologie und Schutz-Ansätze. Weitere Infos

Grobpunktierte Klee-Sandbiene (Andrena wilkella)
Wildbienen schützen

In Niedersachen gibt es rund 395 verschiedene Wildbienenarten. Viele davon sind akut bedroht. Der BUND schützt die vielseitigen, kleinen Tiere, die als Bestäuberinnen so wichtig für das Gleichgewicht unserer Erde sind: In Projekten fördert der BUND Niedersachsen die Anzucht heimischer Stauden und die Entwicklung artenreicher Wildblumenwiesen, setzt sich für den Erhalt vielfältig strukturierter Lebensräume ein und baut Nisthilfen. Auf politischer Ebene kämpft der BUND für eine naturfreundlichere Landwirtschaft und den Verzicht von Pestiziden. Ihre Spende hilft dabei!

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