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Liebe Freund*innen der Erde,

Anfang November veröffentlichte der BUND-Bundesverband die Ergebnisse der PFAS-Trinkwassertests. Die stichprobenartige Untersuchung von Trinkwasserproben aus ganz Deutschland zeigt, dass Ewigkeitschemikalien, sogenannte PFAS, in unserem Wasserkreislauf angekommen sind. Mit 42 von 46 Proben war die überwiegende Mehrheit der Stichproben mit PFAS belastet.

In Niedersachsen wurden die Ewigkeitschemikalien in allen Proben nachgewiesen. Zwei von ihnen wiesen eine höhere PFAS-Konzentration auf: In den Proben, die der BUND in Goslar und in Leer entnommen hat, lagen die Werte nach den derzeit geltenden Grenzwerten zwar noch im Normbereich, nach den voraussichtlich ab Ende 2027 geltenden Grenzwerten jedoch über der tolerablen Wochendosis. Dabei sind Kinder die vulnerabelste Gruppe und werden bei den bisher festgelegten Trinkwassergrenzwerten nicht ausreichend geschützt.

Als Umwelt- und Naturschutzverband sehen wir es als unsere Aufgabe an, auf mögliche Risiken und Gefahren im Sinne der Umwelt- und Gesundheitsvorsorge hinzuweisen und vom Gesetzgeber strengere Grenzwerte zu fordern. Der BUND setzt sich für einen umgehenden Ausstieg aus der Produktion und der Verwendung von PFAS in der EU ein. Alternativen sind in vielen Bereichen bereits verfügbar. Weitere Informationen zu PFAS sowie den Testergebnissen finden Sie hier

Viele Grüße vom BUND Niedersachsen
Lara-Marie Krauße

 

Inhalt

  • Klimaschutz/Mobilität: “Neue Autobahnen verhindern” - Online-Infoveranstaltung am 3. Dezember
  • Energiewende/Klimaschutz: Bundesrat stimmt für CCS - Sieg für Erdgaslobby, Niederlage fürs Klima
  • Artenschutz/Landwirtschaft: Streuobst-Kompensationstagung - Vorträge online verfügbar!
  • Umweltbildung: 12 neue Streuobst-Pädagog*innen
  • Artenschutz: Jeder einzelne Gartenschläfer zählt - Pflanzaktion für “Zorro” im Nordharz
  • Naturschutz: “Tod im Aktenschrank” - Veranstaltung des BUND Westharz
  • BUNDjugend: Weihnachtsbäume aus dem Moor
  • Artenschutz: Sinnvoll schenken - Eine Moorschnucken-Patenschaft zu Weihnachten
  • Termine
  • Pressemitteilungen
 
Infoveranstaltung zur A 20 und A 39 am 3. Dezember

Der BUND kämpft gegen den Bau neuer Fernstraßen, um unzerschnittene Naturräume, wertvolle Schutzgebiete und klimarelevante Moorböden zu retten – im Zweifelsfall auch mit juristischen Mitteln. Die geplanten Autobahn-Neubauprojekte der A 20 zwischen Westerstede und Bad Segeberg in Schleswig-Holstein sowie der A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg beschäftigen den BUND Niedersachsen derzeit besonders. 

Zur Information über die aktuellen Entwicklungen und unserer weiteren Strategie lädt der BUND Niedersachsen alle Unterstützer*innen und Interessierte am 3. Dezember herzlich zur Online-Infoveranstaltung „Neue Autobahnen verhindern – Aktuelle Entwicklungen an der A 20 und A 39“ ein! Melden Sie sich hier an

BUND CCS-Aktion vor dem Bundesrat. Foto: Anne Barth.
Bundesrat stimmt für CCS: Sieg für die Erdgaslobby, Niederlage für das Klima

Trotz bundesweiter Proteste hat der Bundesrat dem CCS-Gesetz am 21. November zugestimmt: Anstatt CO₂ von vornherein zu vermeiden, soll dieses künftig teuer eingefangen und unter enormem Energieaufwand verpresst werden. Mit einer Fotoaktion vor dem Bundesrat protestierte der BUND noch am Sitzungstag mit Vertreter*innen aus ganz Deutschland. Zuvor hatten fast 150 Delegierte des BUND die Bundesratsmitglieder in einer Resolution aufgefordert, den Gesetzentwurf zurückzuweisen. 

Der BUND kritisiert in seiner Resolution insbesondere die Öffnung der CO₂-Infrastruktur für nahezu alle Industriebereiche. Unter dem Deckmantel der Klimaneutralität könnten fossile Konzerne ihr Geschäftsmodell bald sogar noch ausweiten: Je mehr CO₂ entsteht, desto lukrativer und attraktiver das System. Gleichzeitig würden Anreize, innovative Technologien und Alternativen zur Vermeidung von Emissionen auszubauen, dadurch verloren gehen. 

Der BUND setzt sich weiter gegen CCS ein: Helfen Sie uns und fordern Sie Ihre Kommunen und Gemeinden auf, sich gegen CCS zu wehren! Weitere Informationen

Streuobst-Kompensationstagung – Vorträge online verfügbar!

Die Streuobst-Kompensationstagung 2025 war mit über 500 Vertreter*innen aus Verwaltung, Landwirtschaft, Naturschutz, Wissenschaft und Praxis, online und vor Ort in Hannover, ein toller Erfolg. Unter dem Motto „Mit Kompensationsmaßnahmen bundesweit Obstbäume erblühen lassen!“ zeigten der BUND Niedersachsen und die BaumLand-Kampagne, wie Kompensationsmittel durch dauerhaft gepflegte Streuobstwiesen wirksam eingesetzt werden können und dabei die Artenvielfalt, Klimaschutz und Landschaftsbild gleichermaßen stärken. Weitere Informationen, Mitschnitte sowie die Vorträge finden Sie auf unserer Webseite.

Zwölf neue Streuobst-Pädagog*innen haben die Ausbildung erfolgreich absolviert.
12 neue Streuobst-Pädagog*innen

Ende Oktober haben 12 neue Streuobst-Pädagog*innen in Hannover erfolgreich ihre Prüfung abgelegt und sind nun bereit, an Schulen und in Vereinen Kinder, Jugendliche und Erwachsene für das Thema Streuobst zu begeistern. Seit 2014 bildet der BUND, gemeinsam mit dem Streuobstwiesen-Bündnis Niedersachsen e. V. und dem Walderlebnis Ehrhorn, Streuobst-Pädagog*innen aus.

Die Termine für 2026 werden in Kürze veröffentlicht - werden auch sie Pädagog*in für Streuobstwiesen! Mehr Informationen dazu finden Sie hier

Jeder einzelne Gartenschläfer zählt: Pflanzaktion für „Zorro“ im Nordharz

Bei einer gemeinsamen Pflanzaktion des BUND Niedersachsen, des Stadtforsts Goslar und des Harzklubs am 9. November pflanzten über 60 Freiwillige im steilen und steinigen Gelände des Wintertals bei Goslar mehr als 500 Sträucher für den Gartenschläfer. Die gepflanzten Gehölze sollen sich zu einem strukturreichen Lebensraum für den in Niedersachsen vom Aussterben bedrohten Kleinsäuger und andere Arten entwickeln. Die Aktion war Teil des Projektes „Es kommt auf jeden Einzelnen an - Individuenschutz Gartenschläfer“, das von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung und vom Landkreis Goslar gefördert wird.

„Tod im Aktenschrank“ – Veranstaltung des BUND Westharz

Der BUND Westharz organisierte gemeinsam mit Klimaschutz Göttingen und dem NABU Osterode am 7. Oktober die Veranstaltung „Tod im Aktenschrank“. Das Ziel: die Möglichkeit aufzuzeigen, die Umsetzung vorgeschriebener Kompensationsmaßnahmen in Bebauungsplänen zu überprüfen und diese bei Bedarf im Sinne des Naturschutzes einzufordern.

Der BUND Westharz hat bei seiner Recherche in seinem Gebiet vielerorts mangelnde Kontrolle der vorgeschriebenen Maßnahmen durch die zuständigen Behörden festgestellt. Die Referierenden stellten sowohl problematische Umsetzungsdefizite als auch gelungene Praxis vor. Der Abend zeigte, wie Bürgerinnen und Bürger sich über die Umsetzungsdefizite informieren und aktiv zum Schutz wertvoller Lebensräume beitragen können.

Weihnachtsbäume aus dem Moor

Die BUNDjugend Niedersachen organisiert am 13. Dezember einen Moorschutz-Einsatz nördlich von Hannover. Zur Renaturierung des Moores müssen Bäume entfernt werden, welche dem Torf Wasser entziehen und dadurch zu dessen Zersetzung und CO2-Freisetzung beitragen. Die entnommenen Kiefern erhalten ein zweites Leben als Weihnachtsbaum und schaffen damit eine ökologische Alternative zu konventionellen Weihnachtsbäumen, die häufig überdüngt und pestizid-belastet von Plantagen kommen. Sie werden am 14. Dezember im Rahmen eines Aktionsstands in Hannover verteilt.

Helfende sind willkommen, unabhängig von Vorkenntnissen und Alter: Weitere Informationen und Anmeldung

Sinnvoll schenken: Eine Moorschnucken-Patenschaft zu Weihnachten

Überraschen Sie Ihre Liebsten mit einem Geschenk, das gleichzeitig Herzen berührt und die Natur bewahrt: Mit einer Moorschnucken-Patenschaft unterstützen Sie den Erhalt einer bedrohten Haustierrasse und fördern gleichzeitig den wichtigen Schutz unserer Moore. Als Geschenk erhalten Sie eine ansprechend gestaltete Urkunde – ganz nach Wunsch als PDF oder als gedruckte Version mit Ihrem persönlichen Wunschnamen.

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