|
|
|
Newsletter Juni 2026
– 30.06.2026
Gewässer schützen
|
|
|
Liebe Freund*innen der Erde,
am 23. Juni wurden die Änderungen im Niedersächsischen Wassergesetz beschlossen. Wasserentnahmen sollen durch die Wasserbehörden künftig besser gesteuert werden – das Gesetz soll so den Anpassungen an die Folgen des Klimawandels Rechnung tragen. Diesen Ansatz bewertet der BUND grundsätzlich positiv. Gerade die neue Regelung, wonach Grundwasserentnahmen versagt werden können, wenn aufgrund des Klimawandels eine Übernutzung des Grundwassers zu erwarten ist, ist ein wichtiger Schritt für einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer wichtigsten Lebensgrundlage.
Entscheidende Punkte, die der BUND Niedersachsen bereits im Vorfeld kritisiert hatte, wurden im Gesetz jedoch nicht umgesetzt. So werden Bauvorhaben des Küsten- und Hochwasserschutzes pauschal als Vorhaben von „überragendem öffentlichen Interesse“ eingestuft. Besonders sensible Naturräume – wie Salzwiesen, Deichvegetation oder Auen – könnten dadurch ohne Prüfung der Umweltverträglichkeit überbaut und dauerhaft zerstört werden. Bei umfangreichen Baumaßnahmen könnte das dafür sorgen, dass Schäden an Umwelt und Natur nicht einmal erfasst werden – geschweige denn vermieden oder ausgeglichen. Das Vorsorgeprinzip wird dadurch ausgehebelt.
Der BUND kritisiert zudem, dass naturbasierte Lösungen für den Küsten- und Hochwasserschutz im Wassergesetz weitgehend vernachlässigt werden. Dabei können beispielweise intakte Dünen oder Salzwiesen auf natürliche Weise die Wellen bremsen und schützen so die Küste bei steigendem Meeresspiegel. Gleichzeitig werden so natürliche CO2-Senken und wertvolle Lebensräume geschaffen.
Viele Grüße vom BUND Niedersachsen Lara-Marie Krauße
|
|
|
|
|
|
|
Inhalt- Über uns: 65 Jahre BUND Niedersachsen: Jubiläumsfeier in Hannover
- Naturschutz: BUND klagt gegen geplante Elbbrücke zwischen Darchau und Neu Darchau
- Gewässerschutz: BUND fordert Strategie zur Verringerung der Nährstoffbelastung | Gemeinsam Gewässer schützen
- Artenschutz: Neues Jagdgesetz verabschiedet | BUND schult Bauhöfe in der Wildblumenwiesen- und Wildstaudenbeet-Pflege
- Klimaschutz: Fantasievoller Protest zum Spatenstich für Abschnitt 1 der A20
- Bund-Einrichtungen: 40. Geburtstag des Nationalpark-Hauses Wurster Nordseeküste und des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer
- BUNDjugend: Tour de Moor: Auf Fahrrädern durchs Moor
- Termine
- Pressemitteilungen
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
65 Jahre BUND Niedersachsen: Jubiläumsfeier in Hannover
Mit einer Festveranstaltung hat der BUND Niedersachsen am 20. Juni 2026 in Hannover sein 65-jähriges Bestehen gefeiert. Der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies und der Vorsitzende des BUND Deutschland, Olaf Bandt, würdigten mit Grußworten die Bedeutung des Verbandes für den Natur-, Umwelt- und Klimaschutz in Niedersachsen. Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte und Umweltminister Christian Meyer diskutierten mit der BUND-Landesvorsitzenden Susanne Gerstner über die Errungenschaften der aktuellen Legislaturperiode im Umwelt- und Naturschutz und noch geplante Maßnahmen. Ein kurzer Film zu 65 Jahren BUND Niedersachsen sowie ein Poetry-Slam über das Ehrenamt rundeten das Programm ab.
Unter dem Motto “Gemeinsam gewachsen, zusammen stark!” veranstaltet der BUND Niedersachsen in diesem Jahr noch zwei Mitmachaktionen im Rahmen seines Jubiläums: Interessierte sind herzlich eingeladen dabei zu sein! Weitere Informationen
|
|
|
|
|
|
|
|
|
BUND klagt gegen geplante Elbbrücke zwischen Darchau und Neu Darchau
Der BUND Niedersachsen hat Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss für den Neubau der Elbbrücke zwischen Darchau und Neu Darchau sowie die Ortsumfahrung Neu Darchau eingereicht. Grund dafür sind naturschutzrechtliche Bedenken. Der BUND befürchtet, dass durch den Brückenneubau und die Ortsumgehung wertvolle Lebensräume zerstört werden. Zudem ist der Zustand des Naturraums nicht ausreichend bewertet worden. Alternativen zum Brückenneubau wurden unzureichend geprüft. Weitere Informationen
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Gewässer: BUND fordert Strategie zur Verringerung der Nährstoffbelastung
Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium hat den Nährstoffbericht für die vergangenen zwei Jahre vorgelegt. Der Bericht zeigt: nach wie vor sind große Teile der Grund- und Oberflächengewässer in Niedersachsen mit zu vielen Nährstoffen belastet. Der BUND fordert deshalb eine bundesweit einheitliche und wirksame Strategie zur Reduzierung der Nährstoffbelastung. Dafür braucht es eine rechtskonforme Düngepolitik, die Nährstoffüberschüsse vermeidet und die Verursacher der Verschmutzung konsequent in die Verantwortung nimmt. Weitere Informationen
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Neues Jagdgesetz verabschiedet
Mit dem neuen Niedersächsischen Jagdgesetz sollen der Tier- und Artenschutz verbessert werden. Der BUND Niedersachsen unterstützt die geplanten Änderungen, warnt jedoch davor, Wölfe ohne Anlass zu bejagen. Stattdessen sollte der Fokus auf der Prävention vor Rissen durch einen konsequenten Herdenschutz und der anlassbezogenen Entnahme von Wölfen, die den Herdeschutz überwunden und Nutztiere gerissen haben, liegen. Ein neues Eckpunktepapier des BUND liefert wichtige Ansatzpunkte für ein bundesweit einheitliches Wolfsmanagement in Deutschland. Weitere Informationen
|
|
|
|
|
|
|
|
|
BUND schult Bauhöfe in der Wildblumenwiesen- und Wildstaudenbeet-Pflege
Auch in diesem Sommer verlaufen die Artenvielfalt-Trainings für Bauhöfe im Rahmen des BUND-Projekts „Mehr Arten im Garten“ erfolgreich. Am 27. Mai haben Mitarbeitende des BUND Niedersachsen und von Naturgarten e. V. die Bauhöfe Stade, Buxtehude, Horneburg und Oldendorf-Himmelpforten rund um die Pflege naturnah angelegter Wildblumenwiesen und Wildstaudenbeete geschult. Zuvor hatten bereits Fachkräfte der kommunalen Grünpflege der Bauhöfe Salzgitter und Wolfenbüttel ein Training absolviert. Im kommenden Herbst werden Frühblüher gepflanzt. Auch eine Hecke soll angelegt werden. Zudem ist geplant, Sonderstrukturen als künstliche Nisthilfen und Winterquartiere anzulegen. Infotafeln sollen über die ökologische Bedeutung der Flächen aufklären. Weitere Informationen
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Fantasievoller Protest zum Spatenstich für Abschnitt 1 der A20
Die Bauarbeiten für den ersten Abschnitt der A20 haben begonnen. Beim Spatenstich hat die Kreisgruppe Ammerland gegen den Baubeginn demonstriert. Ein Teil der Teilnehmenden hatte sich fantasievoll verkleidet. Außerdem haben die Protestierenden bunte Schilder mit ihren Forderungen gestaltet. Über 100 Menschen haben gegenüber dem Bundesverkehrsminister, dem Ministerpräsidenten und den geladenen Gästen ihren Unmut ausgedrückt. Das Bauprojekt ist sowohl umwelt- und klimaschädlich als auch teuer. Weitere Informationen
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Nationalpark-Haus Wurster Nordseeküste feiert 40. Geburtstag
Am 4. Juli feiert das Nationalpark-Haus Wurster Nordseeküste sein 40-jähriges Jubiläum. Naturbegeisterte und Neugierige sind herzlich eingeladen, an der großen Festveranstaltung teilzunehmen. Musik und Mitmachaktionen für die ganze Familie stehen auf dem Programm. Auch der niedersächsische Umweltminister Christian Meyer und BUND-Landesvorsitzende Susanne Gerstner nehmen an der Feier teil. Weitere Informationen: Veranstaltungen - Nationalpark Wattenmeer
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Tour de Moor: Auf Fahrrädern durchs Moor
Die BUNDjugend bietet eine sommerliche Radtour zu den Mooren im Nordwesten Niedersachsens an. Vom 5. bis 9. August führt die Tour von Augustfehn nach Oldenburg. Die Teilnehmer*innen erfahren dabei viel über die Geschichte des Torfabbaus und der Moornutzung und setzen sich mit der Pflanzen- und Tierwelt in renaturierten Mooren auseinander. Themen sind unter anderem Moorschutz, Proteste gegen den Bau der A20 und Paludikultur. Weitere Informationen und Anmeldung
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Gemeinsam Gewässer schützen
|
|
|
|
|
|
Termine
Weitere Termine finden Sie hier.
|
|
|
|
|
|
|