Wildkatzenjunge.
(Stefan Eschweiler)
Der BUND Niedersachsen bietet im Rahmen der „Woche der Natur“ am 23. Juni 2026 eine informative Wanderung auf den Spuren der Wildkatze an. Bei der Wanderung durch Wildkatzen-Lebensräume im FFH-Gebiet "Böhme" zwischen Bad Fallingbostel und Dorfmark informieren erfahrene „Wildkatzen-Botschafter*innen“ des BUND über die Lebensweise der Wildkatze, Gefahrenquellen, das Monitoring der scheuen Tiere und die im „Wildkatzenwälder“-Projekt umgesetzten Schutzmaßnahmen.
Einst war die Wildkatze in Deutschland fast ausgerottet. Langsam erobert sie verlorengegangene Lebensräume zurück – in Niedersachsen aktuell das Wendland und die Lüneburger Heide. Sie ist ca. 8 Kilometer lang und dauert ungefähr 2,5-3 Stunden. An- und Abreise mit dem ÖPNV sind möglich, müssen aber selbst organisiert und finanziert werden. Startpunkt ist der Bahnhof in Bad Fallingbostel. Die Wanderung endet am Bahnhof in Dorfmark.
Termindetails
Datum: Dienstag, 23.06.2026
Uhrzeit: 17:15 Uhr
Treffpunkt: Bahnhof Bad Fallingbostel, Koordinaten: 52.86314, 9.70009
Anmeldung: https://www.bingo-umweltlotterie.de/woche-der-natur/veranstaltungen/wdn2026-63995 (bis zum 12.06.26), danach per E-Mail an marc.filla(at)nds.bund.net
Rückfragen: an Marc Filla – marc.filla(at)nds.bund.net oder 0511 96569 78
Die Teilnahme an der Wanderung geschieht auf eigene Gefahr. Bitte achten Sie auf passende Kleidung für den Wald und festes Schuhwerk. Wir werden auf teils unbefestigten Wegen gehen. Es wird keine Verpflegung angeboten. Mit Mücken und Zecken ist zu rechnen.
Über eine Terminankündigung in Ihrem Medium freuen wir uns. Pressevertreter*innen sind ebenfalls herzlich eingeladen.
Hintergrund:
Die Wildkatze ist in Deutschland nach wie vor selten und wird als „gefährdet“ eingestuft. Inzwischen leben hier wieder geschätzt 6.000 - 8.000 Individuen, etwa 800 davon in Niedersachsen. Als eine wesentliche Ursache gilt die Isolierung von Teilpopulationen durch die Zerschneidung der Landschaft. In Niedersachsen erschweren zudem ein Mangel an Tagesschlafplätzen und Versteckmöglichkeiten sowie Wurfplätzen und geeigneten Nahrungshabitaten wie Waldrändern die Wiederausbreitung der streng geschützten Art.
Hier setzt das Projekt „Wildkatzenwälder von morgen“ an – mit dem Ziel, naturnahe und klimarobuste Wälder für die Wildkatze sowie viele weitere, teils bedrohte Tierarten zu schaffen. Das Projekt wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit und in Niedersachsen zudem durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung gefördert.
In Waldgebieten am Rande des aktuellen Verbreitungsgebietes der Wildkatze setzen der BUND und seine Projektpartner*innen, wie der VNP, diverse Schutzmaßnahmen um. Als sogenannte Leitart profitieren von der Aufwertung der Lebensräume der Wildkatze hin zu naturnäheren und klimarobusteren Wäldern auch viele weitere, teils bedrohte Tierarten. Das bundesweite Projekt setzen der BUND-Bundesverband, die BUNDjugend und die BUND-Landesverbände Niedersachsen, Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen um.
Weitere Informationen:
https://www.bund-niedersachsen.de/wildkatzenwaelder
Bei Rückfragen:
Projektleiterin “Wildkatzenwälder von morgen“ BUND Niedersachsen: Andrea Krug, Tel. 0511 965 69 –39, Andrea.Krug(at)nds.bund.net
BUND-Pressestelle:
Lara-Marie Krauße, Tel. (0511) 965 69 - 32 oder Mobil (01515) - 33 111 88, presse(at)nds.bund.net, www.bund-niedersachsen.de
