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Zum gestern vorgelegten Nährstoffbericht 2024/2025 des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums erklärt Susanne Gerstner, Vorsitzende des BUND Niedersachsen:
„Der Nährstoffbericht zeigt, dass es hinsichtlich der Überschüsse zu einer leichten Verbesserung gekommen ist. Doch immer noch sind große Teile der Grund- und Oberflächengewässer in Niedersachen mit zu viel Nährstoffen belastet. 43 Prozent der niedersächsischen Grundwasserkörper befinden sich wegen zu hoher Nitratwerte in einem schlechten Zustand, mehr als die Hälfte der Fließgewässer weisen zu hohe Phosphorwerte auf.
Klar ist: Die Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft müssen weiter reduziert werden, um unsere Gewässer, die Gesundheit der Menschen und unsere Umwelt wirksam zu schützen. Dafür braucht es eine rechtskonforme Düngepolitik, die Nährstoffüberschüsse vermeidet und die Verursacher der Verschmutzung konsequent in die Verantwortung nimmt.
Dass Bundesagrarminister Rainer die betriebliche Nährstoffbilanzierung abgeschafft hat, ohne eine angemessene Ersatzregelung auf den Weg zu bringen, ist unverantwortlich gegenüber Menschen und Natur. Es schützt die Verursacher und wälzt die Lasten auf Wasserversorger und Bürger*innen ab.
Wir fordern Minister Rainer auf, endlich eine bundesweit einheitliche und wirksame Strategie zur Reduzierung der Nährstoffbelastung vorzulegen. Nutztierbestände müssen in den belasteten Gebieten weiter reduziert und umbauwillige Tierhalter*innen auf dem Weg der Transformation verlässlich unterstützt werden. Betriebe, die mit weniger oder ganz ohne mineralische Düngung auskommen, müssen konsequent gefördert und der Ökologische Landbau weiter ausgebaut werden. Auch müssen die Standards bei der Klassifizierung in Back- und Futterweizen grundlegend überarbeitet werden, denn auch damit können erhebliche Düngermengen eingespart werden.
Weniger mineralischer Dünger entlastet übrigens nicht nur Umwelt und Klima, sondern auch die Betriebe, die durch steigende Kosten für Düngerimporte belastet werden.“
BUND-Pressestelle:
Lara-Marie Krauße, Tel. (0511) 965 69 - 32 oder Mobil (01515) - 33 111 88, presse(at)nds.bund.net, www.bund-niedersachsen.de
