Erheblicher Nährstoffüberschuss in Niedersachsen - BUND sieht dringenden Handlungsbedarf

28. Februar 2020 | Flüsse & Gewässer, Landwirtschaft, Meere, Umweltpolitik (NI)

Mit dem siebten Nährstoffbericht für Niedersachsen ist das Landwirtschaftsministerium aus Hannover mit der Landwirtschaftskammer Oldenburg heute an die Öffentlichkeit gegangen.

Die vorliegenden Ergebnisse bewertet Tilman Uhlenhaut, Landwirtschaftsreferent des BUND Niedersachsen in einer ersten Analyse: „Der aktuelle Nährstoffbericht des Agrarlands Nr. 1 in Deutschland zeigt wie dringend eine Neuausrichtung der Agrarpolitik zum Schutze von Wasser, Boden und Lebensräumen ist. Der Anfall von Stickstoff und Phosphat sei nach den Zahlen der Landwirtschaftskammer in Niedersachsen zwar um 2 % gegenüber dem Bericht 2017/ 2018 zurückgegangen, aber immer noch werden Überschüsse von fast 31.000 Tonnen Stickstoff und mehr als 32.000 Tonnen Phosphat in Niedersachsen jährlich erzeugt.

Nach Beurteilung der Situation durch das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) müssen sogar 48.000 Tonnen Stickstoff eingespart werden und Maßnahmen in 50 % der Landkreise Niedersachsens zur Reduktion der Überschüsse ergriffen werden. Sollten endlich schärfere Regelungen Anfang April 2020 im Bundesrat zur Düngeverordnung erlassen werden, wird zum Schutz des Wassers noch weniger Gülle und Gärreste ausgebracht werden dürfen und die Überschüsse werden noch deutlich höher, wenn die Landesregierung nicht erhebliche Maßnahmen ergreift.

Jetzt schon fehlen in den Landkreisen mit Nährstoffüberschüssen mehr als 90.000 Hektar für die Ausbringung, betrachtet man nur das im Wirtschaftsdünger enthaltenen Phosphat.“

 

Rückfragen:
Tilman Uhlenhaut
Referenten für Landwirtschaft
BUND Landesverband Niedersachsen e.V.
0511-96569-13
tilman.uhlenhaut(at)nds.bund.net

 

Pressekontakt:
Dr. Tonja Mannstedt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
BUND Landesverband Niedersachsen
Tel. (0511) 965 69 - 31
tonja.mannstedt(at)nds.bund.net

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