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BUND appelliert an Bundestagsabgeordnete: Fracking verbieten

30. Juni 2015 | Energie (NI), Fracking (NI), Umweltpolitik (NI), Flüsse & Gewässer

Der Landesverband Niedersachsen des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßt, dass die Verhandlungen über ein Fracking-Gesetz auf Bundesebene abgebrochen und auf die Zeit nach der Sommerpause verschoben wurden. Er appelliert an die Bundestagsabgeordneten, sich für ein Fracking-Verbot stark zu machen.

Dr. Stefan Ott, stellvertretender Geschäftsführer des BUND Niedersachsen, wertet das Vertagen der Verhandlungen als Zwischenerfolg auf dem Weg zu einem Fracking-Verbot: „Das zeigt, dass inzwischen auch den Mitgliedern des Bundestags klar wird, welche Gefahren Fracking birgt.“ Er appelliert an die Abgeordneten aus Niedersachsen, nach der Sommerpause dem Gesetzespaket nur zuzustimmen, wenn es Fracking in Niedersachsen unmöglich macht.

„Nach dem letzten Stand der Gesetzentwürfe wäre das Fracking in Niedersachsen im Sandstein weitergegangen wie bisher. Zudem hätten Niedersachsen in den nächsten Jahren mehrere so genannte Forschungsvorhaben zur Schiefergasgewinnung gedroht.

Die Gefahren der Technologie sind aber zu groß, auch wenn man Fracking unter dem Deckmantel von Probebohrungen betreibt“, sagt Ott. Der BUND befürchtet außerdem, dass solche Forschungsvorhaben praktisch nahtlos in eine industrielle Förderung übergehen würden. Der Verband lehnt Fracking ab, weil die eingesetzten Flüssigkeiten Böden und Grundwasser gefährden und die Bohrungen Erdbeben auslösen können. Zudem sei es angesichts des Klimawandels kontraproduktiv, neue fossile Energiequellen zu erschließen.

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