Pressekommentar: Kein Fracking-Gas per Schiff - BUND teilt Lies Begeisterung über LNG-Terminals in Niedersachsen nicht

14. Februar 2019 | Energie (NI), Energiewende, Fracking (NI), Umweltpolitik (NI), Meere

Umweltminister Olaf Lies begrüßte gestern einen zeitnahen Bau von Flüssiggasterminals (kurz LNG) in Niedersachsen. Mit staatlicher Förderung sollen mindestens zwei solcher Terminals in Norddeutschland gebaut werden, mögliche Standorte sind Wilhelmshaven, Brunsbüttel und Stade. Dazu sagt BUND-Landesgeschäftsführerin Susanne Gerstner:

„Gasförmige Energieträger wie LNG können vor allem im Verkehrssektor als Übergangstreibstoff dienen, um Umweltbelastungen durch Diesel und Schweröl zu verringern. Dennoch lehnt der BUND den Import von Flüssigerdgas über norddeutsche Häfen ab, da er die Energiewende in Niedersachsen weiter hinauszögert. Ein Import von gefracktem Gas aus den USA ist dabei völlig inakzeptabel: Was in Deutschland zu Recht verboten ist, darf auch nicht anderswo hergestellt und importiert werden.

Der Wechsel von einem fossilen Energieträger zu einem anderen ist nicht zukunftsweisend. Durch den Bau von LNG-Terminals wird eine Infrastruktur aufgebaut, die über Jahrzehnte bestehen bleiben wird. Selbst dann, wenn das Land seine Energieversorgung längst auf erneuerbare Energieträger umgestellt haben muss. Die Landesregierung sollte nicht den Ausbau weiterer fossiler Energieträger unterstützen, sondern nachhaltige Lösungen im Energiesektor fördern: den Ausbau von erneuerbaren Energien und die Steigerung von Energieeffizienz.“



Rückfragen zum Thema an:
Susanne Gerstner
Landesgeschäftsführerin
BUND Landesverband Niedersachsen
susanne.gerstner(at)nds.bund.net

Pressekontakt:
Dr. Tonja Mannstedt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
BUND Landesverband Niedersachsen
Tel. (0511) 965 69 – 31
presse(at)nds.bund.net 

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