BUND Landesverband Niedersachsen

Streuobstwiesen gemeinsam schützen - BUND und Partner gründen landesweiten Verein

18. September 2017 | Artenschutz, Landwirtschaft, Lebensräume, Obstbäume, Streuobstwiesen_blühen_auf

Heute gründeten der BUND Niedersachsen, das Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) und das Forstamt Sellhorn / Waldpädagogikzentrum Lüneburger Heide (WPZ) einen Verein zum Schutz von Streuobstwiesen. Zahlreiche Initiativen und Privatpersonen waren dabei, unter anderem der Pomologenverein, sodass der Verein „Streuobstwiesen-Bündnis Niedersachsen“ insgesamt 21 Gründungsmitglieder zählt. „Das Streuobstwiesen-Projekt des BUND hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Unterstützer gefunden: Viele verborgene Streuobstwiesen wurden wiederentdeckt, weitere neu angelegt. Um den Streuobstwiesenschutz in Niedersachsen weiter voranzubringen, wollen wir ihm mit dieser Vereinsgründung einen eigenständigen Rahmen geben“, sagt BUND-Landesvorsitzender Heiner Baumgarten.

Umweltminister Stefan Wenzel würdigte auf der Gründungsfeier die Wichtigkeit des Vorhabens: „Streuobstwiesen sind einzigartige Biotope, die bis zu 5.000 Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause bieten – darunter vielen bedrohten Arten wie dem Steinkauz. Auch seltene Wildbienen- und Schmetterlingsarten leben auf Streuobstwiesen. Besonders angesichts des drastischen Insektensterbens kommt diesen Biotopen daher eine wichtige Funktion zu. Deshalb müssen wir die niedersächsischen Streuobstwiesen schützen. Die Gründung eines landesweiten Vereins ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“

Die Vereinsgründung ist Teil eines EU-geförderten Projektes, das der BUND zusammen mit dem KÖN und dem WPZ durchführt.

 

Rückfragen zum Thema an:
Sabine Washof
Projektleitung „Zusammenarbeit zur Erhaltung von Streuobstwiesen“
E-Mail: sabine.washof(at)nds.bund.net

Pressekontakt:
Katja Helbig, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit „Zusammenarbeit zur Erhaltung von Streuobstwiesen“, E-Mail: katja.helbig(at)nds.bund.net

HINTERGRUND ZUM PROJEKT
Zusammenarbeit zur Erhaltung von Streuobstwiesen in Niedersachsen

  • Laufzeit:  15.12.2016 – 31.12.2021
  • Förderung: Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums
    (ELER), nach der Richtlinie Landschaftspflege und Gebietsmanagement in
    Niedersachsen und Bremen, RdErl. d. MU v. 16.12.2015.
  • Ausführung: BUND Landesverband Niedersachsen (BUND), Kompetenzzentrum Ökolandbau
    Niedersachsen GmbH (KÖN), Forstamt Sellhorn / Waldpädagogikzentrum Lüneburger Heide (WPZ)
  • Ziel: Erhalt des Lebensraums Streuobstwiese und seiner Biodiversität inNiedersachsen, zunächst vorrangig in den Leuchtturmregionen Heidekreis, Holzminden und Hannover.

Maßnahmen

  • Gründung eines niedersachsenweiten Streuobstwiesenvereins, der über die Projektlaufzeit hinaus bestehen bleibt
  • Artenschutzmaßnahmen: Anlage neuer Streuobstwiesen, Pflege und Erweiterung älterer Wiesen, Schaffung von Nistmöglichkeiten für Vögel, Wildbienen und andere Insekten
  • Veranstaltungen rund um die Streuobstwiese: Streuobst-Pädagogik-Ausbildung, Obstbaumschnittkurse, Fachkonferenzen, Exkursionen, Informationsstände
  • Beratung aller Akteure rund um die Themen Streuobstwiesen, Naturschutz und biologische Vielfalt sowie Fördermöglichkeiten zum Erhalt von Streuobstwiesen
  • Entwicklung ökologisch nachhaltiger Vermarktungsideen für Streuobstprodukte und regionale Vernetzung von Erzeugern und Verarbeitern von Streuobstwiesenerzeugnissen
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Erstellung von Informationsmaterial, Herausgabe von Pressemitteilungen, Berichterstattung auf eigener Streuobstwiesen-Webseite, Facebook sowie in Veröffentlichungen des BUND, des KÖN und des WPZ

Aufgabenverteilung

  • Der BUND übernimmt alle Aufgaben rund um die Vereinsgründung, die Artenschutzmaßnahmen, die Veranstaltungen sowie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und die Streuobst-Pädagogik-Ausbildung.
  • Das KÖN ist für die Beratung der landwirtschaftlichen Akteure und die Entwicklung der Vermarktungsideen zuständig.
  • Im WPZ findet die Ausbildung der Streuobst-Pädagoginnen und -Pädagogen statt. 

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