BUND Landesverband Niedersachsen

Hecken schneiden - wenn die Vogelnester leer sind

11. Juni 2021 | Artenschutz, Lebensräume

Amsel im Nest.  (Gerhard G. / Pixabay.com / Pixabay-Lizenz)

Zaunkönige, Amseln und Finken gehören zu den Vögeln, die gerne in Hecken und Sträuchern nisten und deren Jungvögel gerade im Juni oder Juli flügge werden. Es kann in dieser Zeit sogar eine zweite Brut erfolgen.

Ein Hecken- oder Strauchschnitt würde die Aufzucht stören, könnte die Jungvögel verschrecken. Sie könnten selbst zu früh aus dem Nest fliehen oder aus dem Nest und in mögliche Dornen fallen. Es kann auch dazu führen, dass die Altvögel ihre Brut sich selbst überlassen und nicht mehr füttern. Durch den Schnitt wird auch der Schutz durch das dichte Blattwerk  aufgehoben, so dass Nesträuber wie zum Beispiel Katzen leichten Zugang haben.

Aus diesen Gründen sollten Sie einen anstehenden Hecken- oder Strauchschnitt verschieben und vor dem Schnitt nach möglichen Nestern suchen. Zudem sind Wildtiere gesetzlich geschützt und dürfen nicht gestört werden. 

Möchten Sie noch mehr für die heimischen Heckenbrüter machen, dann achten Sie bei möglichen Ausbesserung von Hecken oder einer Neuanpflanzung auf die Auswahl von heimischen Pflanzen. Hierzu gehören eher Eichen als Kastanien und lieber Kornelkirsche und Hollunder statt Lorbeer. Auf heimische Pflanzen haben sich unsere Insekten und andere Kleinstlebewesen spezialisiert. Insekten bilden wiederum die Nahrung unserer heimischen Vogelwelt.

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