Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren.

BUND Landesverband Niedersachsen

Rückbau

Und wann ist wieder grüne Wiese?

AKW Unterweser. Foto: BUND / Bernd Quellmalz AKW Unterweser. Foto: BUND / Bernd Quellmalz

Im Jahr 2022 gehen die letzten Atomkraftwerke für immer vom Netz. Während die Anlagen in Grohnde und Emsland bis dahin noch Atommüll produzieren, soll der Rückbau des im Jahr 2011 stillgelegten AKW Unterweser noch in 2017 beginnen. Der BUND lehnt vor allem die geplante unkontrollierte Freigabe von gering kontaminierten Abriss-Abfällen wie Stahl und Beton in den normalen Wertstoffkreislauf ab.

"Wir befürchten die unkontrollierte, bundesweite Weiterverbreitung dieser Abfälle, die mit der so genannten Freimessung wieder als Wertstoff erklärt und damit nicht nur auf Müll- oder Bauschuttdeponien gelagert, sondern auch im Straßenbau oder gar im Haushalt verwendet werden dürfen", kritisiert Bernd Quellmalz, Regionalgeschäftsführer des BUND Weser-Elbe. Stattdessen fordert der Umweltverband eine kontrollierte Lagerung dieser Abfälle auf gesicherten Deponien oder an den AKW-Standorten. Da sich durch Probleme beim Ausbau des dafür vorgesehenen Endlagers Schacht Konrad in Salzgitter dessen Fertigstellung und Inbetriebnahme stark verzögert, werden auch für schwach- und mittelradioaktive Abfälle zunächst Zwischenlager direkt an den AKW-Standorten entstehen müssen. Deren Genehmigungen werden jedoch ablaufen, bevor ein Endlager zugänglich ist. Es bleibt die Frage, was dann mit diesem Atommüll passiert.

Ein weiterer Streitpunkt ist, dass Uranfabriken wie im niedersächsischen Lingen vom Atomausstieg ausgenommen sind. Hier werden weiterhin Brennelemente für den Einsatz in Atomreaktoren in aller Welt hergestellt. Selbst so marode Uralt-AKWs wie im belgischen Tihange werden mit Brennstoff auf Niedersachsen beliefert.

BUND-Bestellkorb