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BUND Landesverband Niedersachsen

Kohle

Jede zweite in Deutschland erzeugte Kilowattstunde Strom stammt aus der Verstromung von Kohle, zu Lasten von Klima und Gesundheit. Der BUND setzt sich dafür ein, schnellstmöglich aus der Kohle auszusteigen und sie durch erneuerbare Energiequellen zu ersetzen. Wenn es sein muss: auf dem Klageweg.

Das Verbrennen fossiler Energien setzt große Mengen von Treibhausgas frei und ist hauptverantwortlich für die globale Erderwärmung. Die Braunkohle ist der klimaschädlichste Energieträger überhaupt. Der starke Widerstand des BUND und seiner Verbündeten gegen Kohlekraftwerke hat vielen Neubau-Projekten den Garaus gemacht. Das versuchte der BUND auch in Niedersachsen.

Klage gegen Dow-Kohlekraftwerk in Stade

Eines der letzten Kohlekraftwerke, das in Deutschland geplant wird, soll in Stade entstehen. Der Chemiekonzern Dow möchte ein Kraftwerk mit rund 900 Megawatt Nennleistung bauen. Es soll die Produktionsstätte des Unternehmens mit Strom und Dampf versorgen und Strom ins Netz einspeisen. Im Juli 2014 hat der Rat der Stadt Stade den Bebauungsplan beschlossen, Ende 2014 trat er in Kraft. Der BUND hält den Bebauungsplan jedoch für rechtswidrig. Dabei stützt er sich unter anderem auf ein Gutachten von Prof. Dr. Martin Schulte von der Universität Dresden.

Am 29. Oktober 2015 hatte der BUND Landesverband Niedersachsen Klage beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg eingereicht. Unterstützt wurde er von der Arbeitsgemeinschaft Umweltplanung Niederelbe (AUN), der Bürgerinitiative Stade-Altes Land, der Bürgerinitiative Haseldorfer Marsch, von Greenpeace Hamburg und dem Nabu Kreisverband Stade. Der BUND lehnt den Bau aus Gründen des Klima- und Umweltschutzes ab: Das neue Kraftwerk in Stade würde Umwelt und Klima alleine mit bis zu 5,6 Millionen Tonnen CO² pro Jahr belasten.

Klimaschutz für Gericht unwichtig

Im September 2017 hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Lüneburg die Klage von Umweltverbänden gegen den Bebauungsplan der Stadt Stade abgewiesen. Mit diesem Bebauungsplan wird der Firma Dow Chemical in Stade der Bau eines Kohlekraftwerkes ermöglicht. Für die Entscheidung spielte Klimaschutz keine Rolle. Der BUND hatte im Vorfeld seine Forderung erneuert, dass der Bau von Kohlekraftwerken aus Klimaschutz- und Gesundheitsgründen abzulehnen ist.

Nun hofft der BUND, dass der Bau politisch gestoppt wird: Angesichts des drohenden Klimawandels ist das geplante Kohlekraftwerk in Stade ein energiepolitischer Anachronismus. Das Dow-Kohlekraftwerk wäre der letzte Dinosaurier der Kohle-Ära in Deutschland. Es gefährdet die deutschen Klimaschutzziele. Gerade im Norden verstopfen Atom- und Kohlekraftwerke die Netze für den erneuerbaren Strom. Der Ausstieg aus Atom und Kohle ist überfällig. Statt neue Kohlekraftwerke zu bauen, muss Niedersachsen erneuerbare Energien wie Sonne und Wind weiter ausbauen und den Energieverbrauch senken.

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