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BUND Landesverband Niedersachsen

Gegen Massentierhaltung

Niedersachsen ist das Zentrum der deutschen Massentierhaltung. Allen voran die Weser-Ems-Region. Fast 65 Millionen Masthühner und 9 Millionen Schweine werden hier gehalten. In Wietze bei Celle steht der größte Geflügelschlachthof Europas. Gülle gibt es im Überfluss – ein riesiges Umweltproblem, weil Böden, Grundwasser und Oberflächengewässer mit Nitraten und Phosphor übermäßig belastet werden.

Hühnermast-Anlagen fassen bis zu 600.000 Tiere, Schweinemast-Anlagen bis zu 90.000 Tiere! Viele bäuerliche Betriebe sind der Konkurrenz von Billigfleischproduktion für den Markt nicht gewachsen und müssen ihren Betrieb aufgeben. Die zunehmende Massentierhaltung verursacht massive Umweltschäden in Böden und Gewässern. Außerdem leidet die Wohn- und Erholungsqualität vieler Regionen durch die damit einhergehende Geruchsbelästigung durch Gülle. Und diese Tiere brauchen Futter. Die Sojabohnen, aus denen das Tierfutter auch hergestellt wird, werden in Monokultur Süd- und Nordamerika oft gentechnisch manipuliert angebaut. Massentierhaltung in Niedersachsen belastet somit nicht nur die eigenen Lebensgrundlagen, sondern auch die anderer Länder.

Tierfabriken verhindern

Der BUND wehrt sich gegen diese Entwicklung: auf politischer Ebene sowie in Form von Verfahren gegen den Bau von Tierfabriken. In Deutschland gibt es einen Trend zu immer größeren Ställen und einer Industrialisierung der Tierproduktion. Diese werden oft von Unternehmen finanziert, die nicht aus der Landwirtschaft stammen. Der BUND fordert daher, dass nur Bäuerinnen und Bauern das Recht zustehen darf, im Außenbereich zu bauen, wenn bestimmte Bestandsobergrenzen nicht überschritten und Umweltbelange berücksichtigt werden.

In den vergangenen Jahren boomte der Bau von Massentierhaltungsanlagen in Niedersachsen, vor allem für die Hähnchenmast. Es entstanden riesige Anlagen mit vielen zehntausenden Tieren. Entsprechend groß sind der Anfall an Kot und Gülle und der damit einhergehende Gestank. Nicht nur für die Anwohner kann das zu einer großen Belastung werden,   auch die Umwelt: vor allem durch Ammoniak. Das Gas stammt zu einem sehr großen Teil aus der Intensivtierhaltung und ist klimaschädlich. 

Leitfaden für Massentierhaltung aktualisiert

Viele BUND-Gruppen wehren sich vor Ort gegen diese Entwicklung, betroffene Bürger*innen schließen sich zu Initiativen zusammen und versuchen, die Genehmigung industrieller Tierfabriken zu verhindern. Aufgrund dieses Widerstands, niedriger Preise für Schweine und Auflagen für den Bau neuer Ställe ist die Entwicklung neuer Massentierhaltungsanlagen in letzter Zeit zurückgegangen. Ein erster Erfolg!

Damit es so weitergeht, hat der BUND-Bundesverband einen Leitfaden gegen Massentierhaltung erstellt, den Sie hier herunterladen können. 

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