Streuobstwiesen blühen auf!

Die Öffentlichkeit über Streuobstwiesen zu informieren und zu begeistern und damit diesen wichtigen Lebensraum zu schützen, war das Ziel des BUND-Projektes „Streuobstwiesen blühen auf!“.

Im September 2013 startete der BUND Niedersachsen ein ganz besonderes Projekt: „Streuobstwiesen blühen auf!“. Es wurde zum Jubiläumsprojekt der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gekürt und begann zum 25-jährigen Bestehen der Stiftung. Menschen in ganz Niedersachsen waren aufgerufen, neue Streuobstwiesen anzulegen, bestehende Wiesen zu reaktivieren und durch Blühfeste, Pflanzfeste oder ähnliche Veranstaltungen die Öffentlichkeit über die artenreichen Biotope zu informieren.

Im Laufe der dreijährigen Projektdauer wurden in Niedersachsen rund 10.300 Bäume auf einer Fläche von rund 120 Hektar gepflanzt – das entspricht 168 Fußballfeldern! Insgesamt wurden 195 neue Wiesen angelegt. Auf 300 Veranstaltungen in ganz Niedersachsen informierten Projektmitarbeiter und Ehrenamtliche über die Bedeutung von Streuobstwiesen und deren Pflege – mit Hilfe von umfangreichen Informationsmaterialien, die im Rahmen des Projektes entstanden.

Ziel des Projekts war, für den Erhalt, die Pflege und die Entwicklung sowie die Neugründung von Streuobstwiesen in Niedersachsen zu werben, Projekte einzuleiten und umzusetzen, die diesem Ziel konkret auf der Fläche nachhaltig dienen und damit einen Beitrag zu Umwelt- und Naturschutz in Niedersachsen zu leisten.

Wichtig war dem BUND auch, in der Bevölkerung für die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit des Naturschutzes in Niedersachsen zu werben, indem am Beispiel der Streuobstwiesen deutlich gemacht wird, dass die Mitwirkung an den Aufgaben im Rahmen des ehrenamtlichen Engagements Spaß macht und der Naturschutz nicht nur Tieren und Pflanzen Nutzen bringt, sondern auch den Menschen. Im BINGO-Jubiläumsjahr 2014 lag daher der Schwerpunkt auf der Bewerbung von Fördermöglichkeiten für interessierte Bürger. Auch die Einbindung von Wild- und Honigbienen-Fachleuten in Niedersachsen wurde ausgebaut, um Streuobstwiesen als Nahrungslebensraum und Lebensstätte für Insekten, Wild- und Honigbienen zu erhalten.

Auf folgende Maßnahmen wurde bei der Beratung von Akteuren besonders Augenmerk gelegt:  

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Pflanz- und Pflegemaßnahmen

Planung und Durchführung praktischer Pflanz- und Pflegemaßnahmen für biotoptypische Arten, z. B. Einsaat geeigneter Blühpflanzenmischungen, Verbesserung des Nahrungsangebots (Weide-/ Mahd-Management), Erhöhung der Struktur- und Lebensraumvielfalt (Lesesteinhaufen, Totholzstapel etc.), Konzeption und Bau geeigneter „Nisthilfen“ für Insekten – primär für den Einsatz in der Umweltinformation und -bildung.            
Besonders bei der Anlage neuer Obstwiesen oder einer Bestandssanierung sollte ein besonderer Fokus auf diese Maßnahmen gerichtet werden. 

Kurse und Informationsveranstaltungen

Ergänzung der Inhalte von Kursen oder Informationsveranstaltungen zur Baumpflege und zum Baumschnitt um die Themen „Insekten als Bestäuber und die Blütenpflanzen als Nahrungsquelle für die Insekten“, aber auch auf „Bäume und Boden in ihrer Funktion als Lebensstätte für die Arten“. 

Baumschnitt

Angebot von Baumschnittkursen und Bildung eines Netzwerks der Baumschnittexperten 

Kooperationen

Hilfestellung für neue Kooperationen: Gegenstand der Beratung soll u. a. auch sein, potenzielle Interessenten auf geeignete lokale und regionale Kooperationspartner hinzuweisen, Erstkontakte herzustellen und zu begleiten. 

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