Wir leben hier auch

„Wir leben hier auch“ thematisiert Tiere in der Kulturlandschaft. Das BUND-Projekt hatte zum Ziel, das Bewusstsein für die Gefährdung der biologischen Vielfalt unserer heimischen Kulturlandschaften zu stärken. Entstanden ist eine beeindruckende Fotoausstellung.

Wildtiere leben nicht nur in vom Menschen unberührten Naturlandschaften. Die intensiver werdende menschliche Nutzung ließ im Verlauf der vergangenen Jahrtausende Kulturlandschaften entstehen. Felder, Streuobstwiesen und strukturreiche Heckensysteme fügen sich zu vielfältigen Mosaiken zusammen. Solche strukturreichen Lebensräume beherbergen weit mehr Arten, als dies ohne menschlichen Einfluss der Fall wäre. Deshalb gilt es heute, nicht nur natürliche, sondern auch vom Menschen geprägte, naturnahe Landschaften zu schützen. Schonende (nachhaltige) Nutzungsformen erhalten und pflegen die Vielfalt der Lebensräume von Wildtieren und Pflanzen.

Dies zu dokumentieren, war Ziel des Projektes „Wir leben hier auch“. Die Initiative wurde vom BUND Landesverband Niedersachsen von 2006 bis 2008 durchgeführt. Dabei wurde eine Wanderausstellung erstellt, die Fakten und Hintergründe liefert, wie die biologische Vielfalt der heimischen Natur geschützt und erhalten werden kann. Parallel dazu wurde ein Fotowettbewerb ausgerufen, um die Aufmerksamkeit der Fotograf*innen und der Öffentlichkeit darauf zu lenken, welch beeindruckend große Vielfalt an Tierarten es in unseren Gärten, Parks und in der Landschaft zu entdecken gibt.

Um die Natur und die biologische Vielfalt zu bewahren, nimmt der BUND mit fachlichen Positionen und politischer Lobbyarbeit Einfluss auf die Gesetzgebung, die aktuelle Strategiediskussion und konkrete Entwicklungen, beispielsweise mit dem bundesweiten Wildkatzenwegeplan. Und er zeigt in eigenen Projekten, in Moor, Heide, Wald, an der Küste und in der Landwirtschaft, wie es geht.

Zur Ausstellung

Im Rahmen des Projektes  „Wir leben hier auch“ ist eine Ausstellung entstanden.

Artenschutz und der Erhalt von Lebensräumen in den - unter Bewirtschaftung stehenden - Kulturlandschaften von Niedersachsen bildeten inhaltlich den Mittelpunkt der Ausstellung. Doch nicht nur wildlebende Tierarten, wie Störche oder Füchse wurden aufgeführt, sondern auch vom Aussterben bedrohte Nutztiere, die bis heute große Bedeutung für die extensive Beweidung von Grünland- und Heideflächen haben könnten und zum Teil noch haben, wie das Rote Harzer Höhenvieh.

Im Vorfeld der COP 9 (9. Treffen der Conference oft the Parties im Rahmen der Convention on Biological Diversity) in Bonn wurde die Ausstellung als Teil der Präsentation des BUND Landesverbandes Niedersachsen auf der Messe zur biologischen Vielfalt ausgezeichnet

Fotowettbewerb

Im Rahmen des Projektes wurde ein Fotowettbewerb durchgeführt. Hier finden sich die zehn Siegerfotografien:

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