Erdgasförderung in der Nordsee - Unitarisierungsabkommen soll weitere Gasbohrungen vor Niedersachsens Küste ermöglichen

24. November 2025 | Chemie, Energie (NI), Energiewende, Lebensräume, Meere, Umweltpolitik (NI), Klimawandel

Mit einem Vertragsgesetz zum sogenannten Unitarisierungsabkommen zwischen Deutschland und den Niederlanden sollen neue Gasbohrungen im deutsch-niederländischen Grenzgebiet ermöglicht werden – auch in unmittelbarer Nähe des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer und unter deutschen Meeresschutzgebieten. Trotz massiver Kritik von Umweltverbänden hat die Bundesregierung am 22.10.2025 das Gesetz beschlossen. Nun muss der Gesetzentwurf noch durch den Bundestag und Bundesrat.

Der BUND warnt eindringlich vor einer Verabschiedung des Gesetzes: Denn mit dem Abkommen würde nicht nur die aktuell vom niederländischen Konzern One Dyas beantragte Erdgasbohrung vor Borkum endgültig ermöglicht. Das Abkommen würde eine unbegrenzte Anzahl weiterer Gasförderungen in deutschen Küstengewässern möglich machen. Der Gaskonzern One Dyas erhielte damit einen Blankoscheck für die Erschließung und Ausbeutung weiterer neuer Gasfelder auch in deutschen Küstengewässern.

Die wichtigsten Informationen zum Unitarisierungsabkommen und dessen Auswirkungen für Niedersachsen haben wir hier zusammengestellt.

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