Neues Projekt zum Schutz der Gipskarstlandschaft im Südharz

25. April 2023

Die Gipskarstlandschaft Südharz ist ein weltweit einzigartiger Naturraum. Mit seinen weißen Bergen, wilden Wäldern, blütenreichen Wiesen und seiner Artenvielfalt ist der Gipskarst von herausragender Bedeutung für den Natur- und Artenschutz. 2021 hat der BUND über Monate massiv gegen die geplante Erweiterung des Gipsabbaus im Südharz protestiert. Mit Erfolg: Das Land Niedersachsen hat die Pläne zur Ausweitung der Vorrangflächen für den Gipsabbau im Südharz aufgegeben, damit hat der Umweltverband 45 Hektar wertvollste Natur in der Harzer Gipskarstlandschaft vor der Zerstörung gerettet.

In dem neuen Projekt „Netzwerke für den Gipskarst“ will der BUND Thüringen nun gemeinsam mit den Landesverbänden aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen dem Engagement zum „Schutz der Karstlandschaft Südharz“ neuen Aufwind geben, um den Naturgips-Ausstieg bis 2045 zu realisieren. Zum einen soll im Rahmen des Projektes gezeigt werden, dass Bauvorhaben vollständig ohne Naturgips realisiert werden können. Das dies möglich ist, verdeutlicht nicht nur das BUND-Gutachten „Umweltverträgliche Alternativen zum Naturgipsabbau in Deutschland“, auch viele engagierte Menschen, die ihre Häuser mit Platten aus Holz, Stroh oder Lehm statt mit Naturgips renovieren, demonstrieren, wie umweltverträgliche Alternativen zum Naturgips aussehen können. Baustoffe wie Holz und Stroh binden überdies CO2 und sind nachwachsend. Der Gipsabbau im Südharz hingegen zerstört vor allem Wald, schadet dem Klima, dem Boden und der Heimat der dort lebenden Tiere und Menschen.

Des Weiteren soll mit intensiver Öffentlichkeitsarbeit die herausragende überregionale Bedeutung der Landschaft für Natur, Geo- und Biodiversität, natürliche Laubwald- und Offenland-Lebensräume, für Klimaschutz, Erholung und Tourismus, Land- und Forstwirtschaft und anhängende Gewerke dargestellt werden. Gleichzeitig werden Landschaftsbedrohungen durch Bodenabbau, Klimawandel und Intensivierung anderer Nutzungen thematisiert und auf die Alternativen und die Notwendigkeit von deren Umsetzung hingewiesen.

Der BUND möchte mit dem neuen Projekt alle Interessierten einladen, den Schutz dieser einmaligen Landschaft aktiv voranzubringen. Menschen, die das Projekt unterstützen möchten, können sich gern beim BUND Thüringen melden und sich über Mitmachaktionen oder Spendenaktionen informieren.

 

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