Tag des Wattenmeeres

25. August 2022

Seehunde auf Norderney. Foto: Karen Kammer Seehunde auf Norderney. Foto: Karen Kammer

Immer einen Besuch wert: Das Weltkulturerbe Wattenmeer. Der heutige #WaddenSeaDay ruft zum Schutz dieses einzigartigen Lebensraumes auf, in dem sich über 10.000 Tier- & Pflanzenarten zuhause fühlen.

Dank den Gezeiten wird es hier nie langweilig: Im Takt von 12 Stunden und 25 Minuten kommt und geht das Meer und sorgt für Temperatur-, Salz- und Lichtschwankungen. Diese Dynamik sorgt für ein üppiges Nahrungsangebot, welches Würmer, Muscheln und Fische einfach lieben. Das gilt auch für die 10-12 Millionen Zugvögel, die nur hier Jahr für Jahr genug Nahrung finden, um ihre Flugreisen fortführen zu können. 

Dieses bunte Treiben wird leider andauernd gestört: Obwohl das Wattenmeer ein Naturschutzgebiet ist, sind Schifffahrt und Fischerei, Sand- und Schlickabbau sowie Öl- und Gasförderung nicht ausreichend eingeschränkt bzw. verboten. Hinzu kommen die Auswirkungen naturschädigender Tourismusangebote und der Anstieg des Meeresspiegels durch die Klimakrise.

Apropos Klima: Das Wattenmeer und seine tierischen Bewohner, Seegraswiesen, Salzmarschen und feuchten Böden binden - wie unsere Moore - große Mengen CO2-Emissionen aus der Atmosphäre. Das Watt ist also weitaus mehr als nur ein schönes Urlaubsziel! 

Wir wollen, dass das Wattenmeer und alle seine Schätze erhalten bleiben. Auch kommende Generationen sollen sie bestaunen können. Als BUND setzen wir uns politisch für effektive Schutzmaßnahmen ein und begeistern vor Ort die Besucher*innen unserer Nationalparkhäuser für den Wattenmeerschutz.

Der BUND erforscht aktuell mit mehreren Partner*nnen die Auswirkungen menschlicher Eingriffe auf den Kohlenstoffkreislauf in der Nordsee mit dem Project APOC.

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