Heute berät der niedersächsische Landtag abschließend über den Entwurf eines Gesetzes zur Sicherung und zur Verbesserung der bäuerlichen Agrarstruktur in Niedersachsen.
Susanne Gerstner, Vorsitzende des BUND Niedersachsen, kommentiert:
„Steigende Kauf- und Pachtpreise für landwirtschaftliche Flächen bedeuten für viele Betriebe eine stark zunehmende wirtschaftliche Belastung. Steigende Flächenpreise erhöhen den Druck, die Produktion zu intensivieren, um rentabel wirtschaften zu können. Das erschwert nachhaltiges Wirtschaften, belastet Böden und Gewässer; gefährdet Artenvielfalt und Lebensräume.
Aus diesem Grund braucht Niedersachsen dringend ein Agrarstrukturgesetz. Es kann dazu beitragen, den Zugang zu landwirtschaftlichen Flächen gerechter zu gestalten und Preisanstiege zu begrenzen.
Der Schutz von Natur, Artenvielfalt und Klima darf dabei nicht als nachrangiges Ziel behandelt werden, sondern muss gleichberechtigt neben dem Erhalt bäuerlicher Strukturen im Gesetz verankert sein. Der Zugang zu Flächen ist eine entscheidende Voraussetzung, um unsere Lebensgrundlagen zu schützen – um gesunde Böden, Artenvielfalt und Flächen für den natürlichen Klimaschutz zu erhalten und entwickeln zu können.
Das Gesetz muss deshalb sicherstellen, dass Flächen auch für diese wichtigen Gemeinwohlaufgaben verfügbar sind und entsprechende Erwerbe nicht erschwert werden. Gleichzeitig braucht es wirksame Instrumente gegen Spekulation und überhöhte Flächenpreise."
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